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29.10.2008 von joma.
Letzten Freitag war eine etwas weitere Strecke vorgesehen, auf dem E8, dem europäischen Fernwanderweg Nr.8. Ich begeitete dabei Katharina, die sich für den Jakobspilgerweg warmläuft, den sie ab nächstem Jahr in mehreren Etappen von hier bis Spanien angehen möchte. Was ich dann am Freitag erst erfuhr, war, dass unsere Tour schon Teil ihrer Gesamt-Wanderung ist. Im kommenden Jahr startet sie zusammen mit einer Mitwanderin in Rheinbach, einem Ort in der Eifel, der auf einem der Jakobspilgerwege Richtung Süden liegt. Und wir waren nun schon auf dem Weg Richtug Rheinbach.
Der Teil des E8, auf dem wir unterwegs waren, ist zugleich Teil des “Wanderwegs der deutschen Einheit”, des “Krönungsweges” und des Matthiasweges, allesamt bekannte Wanderwege. Unser Startpunkt war die Pfarrkirche St. Donatus in Aachen-Brand, wo wir gegen 9 Uhr starteten Unser Ziel war noch offen, wir wußten noch nicht, wieviel wir schaffen würden. Wir wußten nur, dass wir am Ziel von meinem Vetter Jürgen, Katharinas Mann, abgeholt würden. Bewaffnet mit Landkarte und GPS-Gerät ging es los, einer guten Kombination, die sich so gut ergänzte, dass wir uns nicht verlaufen konnten. Von Brand ging es über Kornelimünsterund Hahn zunächst bis nach Mulartshütte. Schon hier wich die Streckenführung etwas von der Strecke ab, die auf der Wanderkarte vorgegeben wurde. Die Wanderzeichen entlang der Strecke waren zum Teil in bestimmte Richtungen durchgestrichen und wiesen eine neue Richtung auf. Wir hielten uns aber an die “alten”, auch in der Wanderkarte gezeigten Verläufe und kamen auch so weiter, wenn auch die Wege teilweise schon etwas verwildert waren.
Von Mulartshütte an ging es dann stetig bergauf. Wir hatten, noch im Ort, eine erste kurze Rast gemacht, bei der uns und unsere Vorräte eine Katze nicht aus den Augen ließ, die sich zwischen uns auf dem großen Sitzstein niedergelassen hatte. Gestärkt konnten wir dann die lange Steigung angehen, die insgesamt gut zu schaffen war. Wir waren am Ende aber froh, an der höchsten Stelle angekommen zu sein. Hier verließen uns einige unserer Begleiter, die den Strapazen nicht weiter gewachsen waren. 3 Zucchini-Frikadellen hauchten ihren Odem aus., wobei sie unser vollstes Mitgefühl hatten
Im weiteren Verlauf entschieden wir uns für eine Abkürzung. Es sollte eigentlich in einem weiten Bogen die Kalltalsperre berührt werden, was uns entschieden zu weit war. Es gab eine kürzere, schnurgrade Verbindung, die wieder auf den ursprünglichen Weg führte. Das Ganze war ein wenig ein Glücksspiel, da der Weg auf der Karte den Anschein machte, nicht ständig genutzt zu sein. Solche Wege können manchmal irgendwo im Nichts enden, es läßt sich nicht immer abschätzen. Aber das Abkürzen des Weges war zu verlockend, wir wagten es. Der Weg war wirklich ein wenig verwildert, ab und zu versperrten umgefallene Bäume den Weg, dennoch ließ er sich recht gut gehen. Erst gegen Ende verlief er wirklich ins Nichts, ein Bach ohne Bachbett lief sozusagen über den Weg, wir mußten querfeldein. Mein GPS zeigte aber, dass wir ganz nahe beim Einstieg auf den ursprünglichen, langen Weg sein mußten, und so war es dann auch. Der Weg war wieder breit, und kurz darauf stießen wir auf eine Straße.
Hier jedoch ließ sich weder auf der Karte noch auf dem GPS-Gerät klar erkennen, wo es nun weitergehen sollte. Die Straße machte an der Stelle gerade eine Serpentine, und das Kartenbild suggerierte, dass mitten in dieser Spitzkehre ein Weg sein müsse. Zu sehen war er allerdings nicht. Erst nach ein wenig suchen fanden wir ein wenig abwärts unser Wanderzeichen sowie den zugehörigen Weg. Es kam die letzte Etappe der Wanderung, wir wollten nur noch bis zu dem Ort Simonskall gelangen, der noch vielleicht 3 Kilometer entfernt war. Es war die bisher schönste Passage der Wanderung, es ging durch lichten Laubwald weit oberhalb eines Bachlaufs entlang, der durch die Bäume immer wieder zu uns hochblitzte. Wäre Sonnenschein gewesen, wären sicher schöne Fotos herausgekommen, aber leider war es etwas bedeckt und finster, kurz darauf fing es auch zu nieseln an, weshalb ich die Kamera im Rucksack ließ.
Bald kamen wir ins Simonskall an, wo wir uns in einem Café ein Bier schmecken ließen. Ca. 25 Kilometer hatten wir geschafft, die Kräfte hätten auch noch weiter gereicht, draußen wurde es jedoch allmählich dämmerig und so war es uns recht, uns bald in die Sitze von Jürgens Auto fallen zu lassen, den wir schon eine Weile vorher per Handy nach Simonskall bestellt hatten. Und die nächste Wanderung ist schon ins Auge gefaßt, vermutlich wird es dann von Simonskall bis Gemünd gehen. Möge das Wetter mit uns sein!
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19.10.2008 von joma.
“Durch das niederländische Grenzland von Geleen”

Dies war eine Entspannungstour in den gewohnt flachen Regionen jenseits der Grenze. Der Bus brachte uns zum Kasteel Hoensbroek, das wir allerdings nur bis zum Kassenhäuschen hin besichtigten. Die Wanderfreunde Eilendorf hatten ja noch einiges vor, für eine Besichtigung war da keine Zeit. Es war wirklich eine angenehm leichte Strecke, bei der es zu großen Teilen über geteerte oder zumindest gut befestigte Wege ging. Landschaftliche Höhepunkte brachten nur einige ausgedehnte Hohlwege, die wir durchquerten. Mir war es aber recht, dass die Tour kein bißchen strapaziös war ich hatte ja am Tag zuvor schon eine Wanderung absolviert. So konnten wir alle das immer besser werdende Wetter genießen und kamen am Ende nach Sittard, einem Ort, der mir nur namentlich sehr geläufig ist, den ich aber nie zuvor besucht hatte. Ich denke aber, dass ich mir den Ort bei Gelegenheit einmal etwas näher ansehen sollte, denn er hat eine Athmospähre, die an das vielbesuchte und beliebte Maastricht erinnert.

Den Abschluß bildetewie gewohnt der Besuch in einem Café, wir hatten eines am schönen Marktplatz von Sittard “gebucht” und konnten aufgrund der angenehmen Temperaturen sogar noch einen Platz an den Außentischen genießen, während allerdings das Gros unserer Gruppe im Inneren der Lokalität verschwand. Alles in allem, ein gelungener, entspannender Wandertag.
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18.10.2008 von joma.
Und noch ein sonniges Oktober-Wochenende!
Eigentlich hatte ich im Laufe der Woche keine Wanderung mehr geplant, das Wetter sah nicht so sehr rosig aus. Zum Wochenende hin besserte sich die Lage jedoch merklich, und am Freitag entschied ich mich, doch noch einmal loszuziehen, falls meine Kollegin wieder mitziehen würde. Ich schickte ihr eine Mail, und schon war die Sache entschieden. Viel Zeit, mir etwas neues auszudenken, hatte ich nicht und so griff ich auf eine früher schon gemachte Strecke zurück. Mit der Rurtalbahn von Düren bis Heimbach, von dort zum Kloster Mariawald, und von dort, die Staumauer von Schwammenauel berührend, wieder zurück bis Heimbach.

Von Heimbach geht es steil bergauf zum Kloster, auf halber strecke beginnt ein Kreuzweg mit der 1. Station vom Tal aus. Wir retteten uns so von Station zu Station immer weiter bergan, fast an jeder Station mußte ich heucheln, mir die Station näher anschauen zu wollen, in Wirklichkeit brauchte ich die Verschnaufpause. Da gehe ich nun nicht allzu selten, dennoch gerate ich bei solchen Steigungen immer noch außer Puste. Daran ändert weder ständige Wanderroutine noch der Umstand, dass ich schon vor 11 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, irgend etwas. Und es hilft auch wenig, wenn man entspannte Gesichter den Berg herunter einem entgegen kommen sieht. Nun ja, wir haben es natürlich bis zur Abtei oben geschafft und uns gefragt, weshalb wir uns das jedes Mal wieder antun. - Einfach, weil es schön ist. Oder auch, weil es in dem herbstlichen Laubwald sowas von würzig roch. Ein undefinierbarer Duft, aber so, dass ich ihn mir am liebsten in eine Schachtel zwecks späterer Inhalation gesperrt hätte.

Die Strecke abwärts von Mariawald ist nach mehreren Regentagen etwas mit Vorsicht zu genießen. Wenn das Profil der Schuhe mit genügend feuchter Erde verklebt ist, taugen sie zu Gleitschuhen, man kann seinem Mitwanderer dann getrost Ski Heil wünschen und einen Abrutsch wagen. Das ist jetzt etwas übertrieben, aber ein wenig Vorsicht war schon geboten, wollte man mit dem Hinterteil nicht im Matsch landen. Im Tal angekommen, ging es dann noch vorbei am Wasserkraftwerk von Heimbach, einem alten Jugendstil-Gebäude, das man auch besichtigen kann. Dies haben wir jedoch nicht getan sondern sind dann an dem Staubecken von Heimbach entlang wieder zum Ort zurück gegangen, von wo aus uns die Rurtalbahn zurück nach Düren und mich die Deutsche Bahn von Düren zurück nach Aachen brachte.

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11.10.2008 von joma.
Das vielleicht letzte schöne Wochenende des Herbstes wollten wir nicht ungenutzt lassen und so entschlossen sich meine Kollegin Nicole und ich, “in die Laubfärbung” zu fahren. Unser Ziel waren Rhein und Drachenfels, wohin uns die Bahn fast unverspätet brachte. Das Wetter sollte phantastisch sein, wovon wir zunächst allerdings wegen starken Nebels noch nichts bemerkten. Der Zug spie uns mit vielen anderen Unternehmungshungrigen in Königswinter aus, wir ließen sie erst einmal ziehen. Ich ließ meinem GPS-Gerät zunächst Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. In fremden Gegenden fremdelt es gerne. Karten hatten wir keine, nur das GPS-Gerät mit einer aus dem Internet heruntergeladenen Route, die mehr als mir lieb war von den tatsächlichen topographischen Gegebenheiten abwich. Da wir aber im schlimmsten Fall nur immer bergab gehen mußten, um früher oder später wieder an den Rhein zu kommen, war das nicht so tragisch.Es ging jedenfalls los bei Nebel, der wenig Anstalten machte, sich zu verziehen. Und es sollte nur bergan gehen, gleich von Anfang an. Da ich aber trainiert durch meine letzte Tour im holländischen Hochland war und Nicole auch die Früchte ihrer Strapazen im Fitneß-Studio ernten wollte, ließen wir uns vor uns selber nichts anmerken und schnauften tapfer Richtung Gipfel. Dass wir durch ein herrliches Stück Natur gingen, konnten wir nur so glauben, sehen taten wir ja noch nichts davon. Und einige Aussichtspunkte Richtung Tal zeigten uns auch nur, wie schön eine undurchdringliche Nebelwand im Tal liegen kann. So näherten wir uns unmerklich dem höchsten Punkt der Wanderung, dem Drachenfels mit seiner Ruine. An einer Stelle querte auch die Drachenfels-Bahn unseren Weg, die für diejenigen, die den Weg zu Fuß scheuen oder ihn nicht gehen können, ihren steilen Weg den Berg hoch macht.

Während wir unseren Weg weitgehend ohne Menschenberührung gemacht hatten, sahen wir erst oben am Gipfel, was wir uns da angetan hatten. Menschen, soweit der Blick schweifte, alle Altersgruppen vom Kleinkind bis zu Senioren. Erst jetzt fiel uns auf, dass es sich um das letzte Wochenende der Herbstferien handelte, und noch dazu um ein sehr schönes, nachdem sich der Nebel so ganz allmählich lichtete. Jetzt konnte man von dort oben auch endlich den Rhein sehen, den ich schon viel weiter weg vermutet hätte. Wir machten jetzt eine große Pause, meine extra am Vorabend gebratenen Zucchini-Frikadellen sollten ja nicht verkommen.Dann ging es noch ein Stück höher zur Drachenburg-Ruine, wobei wir auch die Höhle des Drachen passierten, der seine Schuldigkeit tat, ein Mikro ergriff und Kindern und jedem, der es hören wollte, irgendwelche Geschichten über seine unermeßlichen Schätze erzählte. Hatte er es denn da noch nötig, den Entertainer zu spielen? Er hatte doch alles! Nachdem wir nun das Bad in der Menge lange genug genossen hatten, wollten wir unsere Tour fortsetzen.

Das erwies sich aber als nicht so einfach. Die Linie der Route auf meinem GPS-Gerät war schwer genug zu deuten, wir liefen einige Male hin und her, Treppen rauf und runter, hatten am Ende wohl dann den richtigen Weg gefunden. Er sollte nach Rhöndorf führen, dem Wohnort des ersten deutschen Bundeskanzlers Adenauer. Leider war dieser Weg aber versperrt. Ein altes gußeisernes Törchen versperrte den Weg zu diesem Pfad, der wohl zum Rheinsteig gehört. Merkwürdig, denn das Tor sah nicht so aus, als sei es ein Provisorium. Im Nachhinein kann ich mir nur vorstellen, dass dieser Teil der Strecke an Wochenenden, an denen viele Familien mit Kindern erwartet werden, aus Sicherheitsgründen abgesperrt wird. Das ist allerdings nur eine Vermutung. So fanden wir uns damit ab, die Route nicht planmäßig zu Ende bringen zu können. Wir nahmen deshalb einfach einen anderen Weg nach Königswinter abwärts, als wir gekommen waren. An einem Aussichtspunkt des Weges fiel der Blick auf ein merkwürdiges Gebilde, welches eine Mischung zwischen Kirche, Burg und Schloß zu sein schien.
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Dies stellte sich später als das Schloß Drachenburg heraus, einem im späten 19. Jahrhundert erbauten Privatschloß eines vermögenden Börsen-Spekulanten aus Bonn. Das Schloß, was zur Zeit noch vollständig restauriert wird, ist teilweise schon zu besichtigen und einen Besuch wert. Ebenso der zugehörige Park und ein Museum des Naturschutzbundes Deutschland, das sich dort in einem separaten Gebäude befindet. Bei der Besichtigung fügten wir den übrigen Steigungen, die wir an diesem Tag schon bewältigt hatten, eine Unmenge von Wendeltreppen- und übrigen Treppenstufen hinzu. Von dort aus war es dann nicht mehr weit ins Tal, und da wir noch bei Kräften waren, sind wir dann am Rhein entlang doch noch zu unserem ursprünglichen Zielort Rhöndorf gegangen.
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6.10.2008 von joma.
Die Wanderung ist zwar bereits eine Woche her, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Denn sie war die erste Strecke, die ich einem kostenlosen Wanderführer entnommen habe, der hier an verschiedenen Stellen (Touristen-Information) ausliegt. Dieses Büchlein ist unten erwähnt. Die Strecke ging ich zusammen mit einem ehemaligen Klassenkameraden, mit dem ich mittlerweile schon einige Wanderungen bestritten habe. Da er an diesem herrlichen Samstag noch weitere Termine hatte, hatten wir uns eine der kürzeren Strecken ausgesucht, die Strecke “Bleyberg”.
Wir hatten das ganze etwas unterschätzt. Die Wanderung führte uns über den höchsten Punkt der Niederlande, was uns eigentlich nur ein müdes Lächeln abgewinnen konnte, denn man weiß ja, wie gebirgig die Niederlande sind. Jedoch hatte man wohl alle Steigungen, die das Land zu bieten hat, in diese kurze Strecke reingepackt, um uns doch noch zu beeindrucken. Dies ist den Machern der Strecke gelungen, herzlichen Glückwunsch. Wir waren am Ende froh, das Ziel erreicht zu haben.
Davon abgesehen, war es im großen und Ganzen eine sehr abwechslungsreiche, schöne Tour. und die sieben Grenzrouten, wir können natürlich bisher nur von dieser einen sprechen, sind sehr gut ausgeschildert. Der Wanderführer enthält zwar auch eine Karte mit sämtlichen Strecken, aber nötig ist diese eigentlich kaum. Man kann sich an die guten Wanderzeichen am Wegesrand halten. Sie sind ausreichend, bei jedem Abbiegen finden man auch gleich das entsprechende Zeichen. Ist keines vorhanden, geht man einfach weiter geradeaus. Wir haben uns nur an einer Stelle etwas vertan, weil das Wanderzeichen dort durch ein Baustellen-Schild versteckt war, weshalb wir falsch abgebogen waren.
Der Wanderführer enthält sehr viele interessante Geschichten am Rande, und so komme ich jetzt auch zum längsten Tunnel der Welt. Als wir am höchsten Punkt der Niederlande den Dreiländerpunkt überquerten, wo die drei Länder Niederlande, Belgien und Deutschland zusammenstoßen, überquerten wir nämlich eben diesen Tunnel. Der Tunnel wurde seinerzeit scherzhaft so genannt, da er ein ganzes Land von einer zur anderen Seite durchlief, nämlich das kuriose Land “Neutral-Moresnet”, ein Staat der etwa 100 Jahre vom Anfang des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts an dieser Stelle existierte. Diese historische Kuriosität von Neutral-Moresnet kennen die wenigsten, deshalb sollte man sich unbedingt einmal folgende Webseite anschauen, die Näheres dazu erläutert:
Noch heute existieren viele Grenzsteine, die damals die Grenzen zu diesem 4. Land im heutigen Dreiländereck kenntlich machten, und demnächst will ich mich einmal auf die Suche nach diesen machen. Und schon jetzt freue ich mich auf die nächste Wanderung aus diesem interessanten Wanderführer.
Diese Strecke habe ich auf meiner Webseite auch schon als GPS-Tour bei den Wanderungen eingebaut. Wenn man dort das Bild mit dem Streckenverlauf anklickt, sieht man die Strecke auch in verschiedenen Land- und Satellitenkarten.
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13.9.2008 von joma.
Hier der Link zu einem Video des HR, das den Einsatz eines sogenannten GPS-Datenloggers im praktischen Einsatz beim wandern zeigt:
Aufzeichnen von Tracks während des Wanderns
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13.9.2008 von joma.
Im Sommer 2008 wurde im Grenzgebiet Belgien-Niederlande-Deutschland ein interessantes Kultur- und Erlebnisprogramm eingerichtet, das allen Bewohnern und Besuchern des Gebietes rund um den Dreiländerpunkt diesen Landstrich näherbringen soll. Hier lernt man so einiges kennen, was einem bislang vielleicht völlig unbekannt war. An den Touristen-Informationen des Grenzgebietes, wie z.B. in Aachen am Elisenbrunnen, wird seit dem Sommer kostenlos der sogenannte “Grenzgängerpass” ausgegeben, der über Termine und Angebote informiert, und in dem man sich, wie in einem Reisepass, einzelne “Grenzüberschreitungen” abstempeln lassen kann.

Seit Ende August gibt es außerdem, ebenfalls kostenlos in den Touristen-Informationen erhältlich, einen 100-Seitigen Wanderführer mit den 7 sogenannten Grenzrouten, die sich auch rund um den Dreiländerpunkt gruppieren. Es handelt sich sämtlich um Rundwanderungen, neben den genauen Wanderrouten, die seit Ende August auch in dem Gebiet selber durch Wanderzeichen ausgeschildert sind, erfährt man viel wissenswertes um Natur, Gebäude und historische Besonderheiten. Der Wanderführer enthält auch eine ausfaltbare Karte. Der Wanderführer ist seit seinem Erscheinen leider ständig aufs Neue vergriffen, wird aber ebenso ständig nachgedruckt. Nachhaken lohnt sich also. Die Routen werde ich wahrscheinlich auch als GPS-Routen auf meine Website bringen.

Weitere Informationen zu dem Angebot aus dem Dreiländereck findet man hier:
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23.2.2008 von joma.
“Im Eupener Butterländchen”
Die Wanderung ist nun schon einige Tage her, dennoch hier einige Worte dazu. Diesmal ging es wieder “rüber nach Belgien”, und zwar in die Nähe von Eupen, circa 15 Kilometer weg von Spa. Spa-Francorchamps ist als Formel 1 Rennstrecke sicher ein Begriff. Das Wetter war traumhaft, daher war auch unser Bus dorthin traumhaft gefüllt. Es war ja wieder eine Wanderung der “Wanderfreunde Eilendorf”, die nie zimperlich mit dem Wetter sind, sondern bei jedem Wetter gehen. Aber bei gutem Wetter gehen selbstverständlich immer viel mehr Leute mit. Der Himmel war wolkenlos, die Temperaturen annehmbar. Dennoch war es noch so kalt, dass der Boden gefroren war. Zum Glück, denn an den Fahrspuren im Wald, hervorgerufen durch fostwirtschaftliches Gerät, ließ sich leicht ermessen, wie der Boden bei gemäßigten Temperaturen ausgesehen hatte. Wir wären dann am Ende der Wanderung ziemlich versaut gewesen. Dies hatten unsere obligatorischen “Vorwanderer” in der Woche zuvor zu spüren bekommen. Einige Wege waren, zwar nicht völlig unpassierbar, so aber doch zumindest ziemlich verwüstet und vermatscht gewesen. -Am Tag der offiziellen Wanderung dagegen war der Boden gefroren, überall konnte man gut, wenn auch etwas holprig, gehen.
Die Strecke als solche war abwechslungsreich, häufig boten sich schöne Ausblicke in die Ferne. An einigen Stellen wurde mit der Strecke noch ein wenig experimentiert. Die Wanderungen der Wanderfreunde sind meist schon vor Jahren von einem der Freunde konzipiert worden. Oft ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Kartenmaterial nicht mehr aktuell, Wege sind nicht mehr vorhanden oder nicht mehr öffentlich begehbar. Darum auch immer das “Vorwandern” durch ausgewählte Pfadfinder der Gruppe einige Tage vor der eigentlichen Wanderung. Dies hatte sich wohl diesmal als ausserordendlich schwierig erwiesen, einzelne Streckenabschnitte mußten gegenüber der Original-Route völlig verschoben werden. Aber: “et hätt noch immer jut jejange…” - es kam eine brauchbare Strecke am Ende heraus. Neben den hauptsächlichen Wald-passagen gab es auch eine sehr kurze Strecke entlang der Talsperre “La Gileppe”. Vor lauter klönen habe ich davon aber nicht besonders viel mitbekommen. Und leider wurde uns auch der eigentliche Zielpunkt “Limburg”, ein kleines mittelalterliches Örtchen, vorenthalten, weil das Café im Ort nicht genug Platz für uns alle bot. Also kutschierte der Bus uns dann nach Eupen zum obligatorischen Kuchenessen und Kaffeetrinken. Für meinen Geschmack war das Café ein wenig unpersönlich und steril, außerdem gab es dort kein “Leffe”-Bier, worauf ich mich jedesmal freue, wenn es Richtung Belgien geht. In jedem Fall eine schöne Wanderung, bei der ich auch wieder eine der Damen für die Möglichkeiten von GPS und Google Earth begeistern konnte. Wobei sie mich ansprach, weil sie kürzlich durch eine Freundin auf “Virtual Earth”, dem Microsoft Konkurrenz-Produkt zu Google Earth aufmerksam gemacht worden war. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn sich jemand für GPS interessiert.
Für mich stand diesmal aber nicht dieses Thema, sondern das Thema “Einlaufen neuer Wanderschuhe” im Vordergrund. Viel Zeit zum vorsichtigen Einlaufen hatte ich ja nicht gehabt, ich mußte gleich 15 Kilometer mit ihnen überstehen, was jedoch problemlos funktioniert hat. Keine Blasen, keine Druckstellen, keine aufgescheuerte Haut. Was will ich mehr!
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19.2.2008 von joma.
Es ist jetzt zwar schon wieder eine Weile her, dennoch soll mein Spanien-Kurztrip über Karneval nicht unbeschrieben bleiben. Zunächst zum Flug mit Ryan-Air. Positiv daran war, wie zügig die Abfertigung an den Flughäfen vonstatten ging. Kaum kamen wir mit unserem Handgepäck dort an, ging es auch schon durch die Gates und ins Flugzeug. Fast ein wenig zu eilig, beim Rückflug kam ich mir wie Teil einer Schafherde vor, die schnell in den Pferch getrieben werden muß, um sie zu scheren. Nach der Metall-Kontrolle hatte ich nicht mal mehr Zeit, meinen Gürtel wieder anzuziehen. Die Vollständigkeit meines Hosen- und Jackeninhalts konnte ich erst im Flugzeug kontrollieren. Aber so wurden wir wenigstens zügig im sonnigen Süden wieder ausgespuckt.

Und sonnig war es wirklich. Die Temperaturen bewegten sicn tagsüber nur wenig unter der 20 Grad Grenze, nachts ging es dann natürlich noch fast bis auf den Gefrierpunkt zurück. Aber kein Vergleich zum Wetter, das wir in Deutschland verlassen hatten. Ich hätt’ mir den Gürtel vom Leibe reißen können…

Wir waren dort unten an der Costa Blanca in Moreira, einem Engländer-durchfluteten Urlaubsort in der Nähe von Calpe. Der Einzug ins Haus ging vor sich wie ein Boxenstopp in der Formel Eins, jeder Handgriff über Jahre einstudiert, routiniert wurden die Betten bezogen, die Vorrats-Schränke bestückt und die Getränke vom Nebenkühlschrank der Garage in den Haupt-Kühlschrank der Küche verlagert. Bewundernd folgte ich den eingespielten Handgriffen der Freunde.

Die Tage selbst waren gekennzeichnet durch kurze Ausflüge in die Umgebung und lecker Essen. Für’s lecker Essen sorgte Harry, der sowohl zuhause für die Familie wie auch im Urlaub für uns täglich kochte. Und er ist des spanischen Kochens ziemlich mächtig, es gab immer “Spezialitäten”, genauso routiniert gezaubert wie der eben beschriebene Boxenstopp.

Und eine Wanderung haben wir auch gemacht, die letzte meiner Wanderschuhe. Wanderführer war der spanische Patenonkel von Simon, dem Sohn meiner Freunde, zugleich ortsansäßiger Veräußerer und Vermieter von “Objekten”, wozu seinerzeit auch mal das Haus meiner Freunde gehört hatte.

Die Wanderung ging auf den Montgo, einem berüchtigten, einsam in der Landschaft stehenden kleinen Berg der Gegend. Und, nach jetzt mehreren Wanderversuchen dort in Spanien: Für mich isses nix! Zu schnell zu steil hoch, immer zu nah am Abgrund, und immer zu geröllig. Da ich nur unscharfe Umrisse erkennen kann, wenn ich gehe, sind solche Strecken der reine Streß für mich. Außerdem sind kurze, heftige Anstiege nicht unbedingt so mein Ding, jedenfalls nicht in dieser Leute-Konstellation, wie sie da vorherrschte. Harry und Mariano wollten sich wohl beweisen, wer der schnellste von ihnen sei, ohne tot umzufallen, und sie juckte wenig, wo die anderen denn bleiben. Darum: Neee, muß nicht noch einmal sein. Wenn dann auch der Ausblick von dort oben wieder mit allem versöhnte. Leider war die Sicht nicht so sehr blendend, weshalb die Fotos nicht besonders eindrucksvoll wurden.
Der Kurztrip war jedenfalls gerade richtig und ich habe mich gut erholt. Wermutstropfen bildete nur der letzte Tag. Wir bekamen einen Anruf aus Deutschland von den Nachbarn meiner Freunde. Die Polizei sei am Morgen da gewesen, es sei etwas mit dem am Flughafen geparkten Auto. Nun ja, mit solch einem Anruf hätte man fast rechnen können. Harry hatte sich die Parkgebühr des Flughafen-Parkplatzes sparen wollen und an einer gottverlassenen Stelle etwas abseits geparkt. Jetzt kam die Rechnung dafür. Ein Anruf bei der holländischen Polizei, wir waren von Maastricht aus geflogen, informierte uns kurz, dass eine Scheibe eingeschlagen wäre und die Polizei das Auto gesichert, also abgeschleppt, habe. Ein Beamter werde uns am Abend am Flughafen empfangen und uns alles genauer erklären. Schon von Spanien aus wurde eine Abholung vom Flughafen durch Bekannte organisiert, da wir nichts über die Fahrtauglichkeit des Autos wußten. Tja, der Wagen war “vandalistisch” verändert worden und ziemlich zerdeppert. Der ADAC hat dann am nächsten Tag die weitere Organisation in die Hand genommen, Auslösen und Rückführen des Autos und Stellen eines Mietwagens. Es ging alles gottlob ziemlich probemlos. Und ein großes Lob an die holländischen Grenzschutz- und Polizeibeamten, die wirklich äußerst freundlich und zuvorkommend waren. Sie nahmen der Missetat ein wenig ihren Schrecken….
Aber sonst war’s schön!
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19.2.2008 von joma.
Dies ist kein falsch geschriebener Vogel, der seine Eier in fremde Nester legt, sondern das Kürzel für einn grenzüberschreitenden Verein namens “Kunst und Kultur im Köpfchen”. Es handelt sich um einen Verein, der rund um die belgisch-deutsche Grenze bei Köpfchen agiert und Aktionen unter Einbeziehung der Natur im Grenzgebiet konzipiert. Mehr dazu auf der:
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