WFE Juli 2011

August 1st, 2011

Der Schwalm nach, vorbei an ihren Mühlen

Der für diese Wanderung angesetzte Tag war, wie viele Tage des verregneten Juli, etwas durchwachsen. Von Regenfällen blieben wir zum Glük verschont, doch durch den Wind änderten sich die gefühlten Temperaturen von “recht frisch” bis “gut warm”. Kleidungsmäßig mußte ich Jacke und Pollover wechselweise aus- und wieder anziehen. Doch das Wetter war wieder Erwarten gut, erst bei der Heimfahrt mit dem Bus begann es zu regnen.

Die Strecke selber machte wenig Schwierigkeiten, es gab keine Steigungen, die einen ins schwitzen gebracht hätten. Nach einer Anfangspassage der Straße entlang über Asphalt war der Rest der Strecke sehr angenehm zu gehen, es ging meist der Schwalm entlang, vorbei an einigen Mühlen bis zum Ende am Hariksee. Der Zugang zum See selber ist leider nur an wenigen Stellen möglich, auch der Blick auf den See ist etwas getrübt. Äußerst viele größere und kleinere Anwesen verstellen den Blick aufs Wasser, der bleibt in der Regel denen vorbehalten, die durch den Kauf eines teuren Hauses dafür bezahlt haben. Der übliche Ausverkauf der Natur, den man leider nur zu oft beobachten muß.

Die Wanderung, für die ich im Vorfeld eine Ausrede für mich selber suchte, um nicht dran teilzunehmen (Wetter…, zu viel Asphalt…, Müdigkeit…) erwies sich im Nachhinein als viel schöner, als ich es vermutet hatte. Und wer weiß, ob der ansonsten verregnete Juli noch eine Gelegenheit zum wandern bietet.

WFE Wanderplan 2011

Juli 28th, 2011

Die Wanderungen finden einmal monatlich statt, die Strecke ist immer ca. 15 Kilometer weit. Es sind Streckenwanderungen, zu deren Startpunkt man in einem gemieteten Bus gebracht wird, und von deren Endpunkt man natürlich auch wieder abgeholt wird. Treffpunkt ist jeweils am Eilendorfer Markt, Von-Coels-Straße. Abfahrtszeitpunkt 9:30 Uhr. An den Wanderungen kann jeder ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Wanderungen enden jeweils mit der Einkehr in irgendeinem Café.

Wanderplan im Adobe Acrobat .PdF-Format

WFE Wanderplan 2010

Juli 28th, 2011

Die Wanderungen finden einmal monatlich statt, die Strecke ist immer ca. 15 Kilometer weit. Es sind Streckenwanderungen, zu deren Startpunkt man in einem gemieteten Bus gebracht wird, und von deren Endpunkt man natürlich auch wieder abgeholt wird. Treffpunkt ist jeweils am Eilendorfer Markt, Von-Coels-Straße. Abfahrtszeitpunkt 9:30 Uhr. An den Wanderungen kann jeder ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Wanderungen enden jeweils mit der Einkehr in irgendeinem Café.

Wanderplan im Adobe Acrobat .PdF-Format

WFE Wanderplan 2009

Juli 28th, 2011

Die Wanderungen finden einmal monatlich statt, die Strecke ist immer ca. 15 Kilometer weit. Es sind Streckenwanderungen, zu deren Startpunkt man in einem gemieteten Bus gebracht wird, und von deren Endpunkt man natürlich auch wieder abgeholt wird. Treffpunkt ist jeweils am Eilendorfer Markt, Von-Coels-Straße. Abfahrtszeitpunkt 9:30 Uhr. An den Wanderungen kann jeder ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Wanderungen enden jeweils mit der Einkehr in irgendeinem Café.

Wanderplan im Adobe Acrobat .PdF-Format

Auf dem E8

Oktober 29th, 2008

Letzten Freitag war eine  etwas weitere Strecke vorgesehen, auf dem E8, dem europäischen Fernwanderweg Nr.8. Ich begeitete dabei Katharina, die sich  für den Jakobspilgerweg warmläuft, den sie ab nächstem Jahr in mehreren Etappen von hier bis Spanien angehen möchte. Was ich dann am Freitag erst erfuhr, war, dass unsere Tour schon Teil ihrer Gesamt-Wanderung ist. Im kommenden Jahr startet sie zusammen mit einer Mitwanderin in Rheinbach, einem Ort in der Eifel, der auf einem der Jakobspilgerwege Richtung Süden liegt. Und wir waren nun schon auf dem Weg Richtug Rheinbach.

Der Teil des E8, auf dem wir unterwegs waren, ist zugleich Teil des “Wanderwegs der deutschen Einheit”, des “Krönungsweges” und des Matthiasweges, allesamt bekannte Wanderwege. Unser Startpunkt war die Pfarrkirche St. Donatus in Aachen-Brand, wo wir gegen 9 Uhr starteten Unser Ziel war noch offen, wir wußten noch nicht, wieviel wir schaffen würden. Wir wußten nur, dass wir am Ziel von meinem Vetter Jürgen, Katharinas Mann, abgeholt würden.  Bewaffnet mit Landkarte und GPS-Gerät ging es los, einer guten Kombination, die sich so gut ergänzte, dass wir uns nicht verlaufen konnten. Von Brand ging es über Kornelimünsterund Hahn zunächst bis nach Mulartshütte. Schon hier wich die Streckenführung etwas von der Strecke ab, die auf der Wanderkarte vorgegeben wurde. Die Wanderzeichen entlang der Strecke waren zum Teil in bestimmte Richtungen durchgestrichen und wiesen eine neue Richtung auf. Wir hielten uns aber an die “alten”, auch in der Wanderkarte gezeigten Verläufe und kamen auch so weiter, wenn auch die Wege teilweise schon etwas verwildert waren. 

Von Mulartshütte an ging es dann stetig bergauf. Wir hatten, noch im Ort, eine erste kurze Rast gemacht, bei der uns und unsere Vorräte eine Katze nicht aus den Augen ließ, die sich zwischen uns auf dem großen Sitzstein niedergelassen hatte. Gestärkt konnten wir dann die lange Steigung angehen, die insgesamt gut zu schaffen war. Wir waren  am Ende aber froh, an der höchsten Stelle angekommen zu sein. Hier verließen uns einige unserer Begleiter, die den Strapazen nicht weiter gewachsen waren. 3 Zucchini-Frikadellen hauchten ihren Odem aus., wobei sie unser vollstes Mitgefühl hatten

Im weiteren Verlauf entschieden wir uns für eine Abkürzung. Es sollte eigentlich in einem weiten Bogen die Kalltalsperre berührt werden, was uns entschieden zu weit war. Es gab eine kürzere, schnurgrade Verbindung, die wieder auf den ursprünglichen Weg führte. Das Ganze war ein wenig ein Glücksspiel, da der Weg auf der Karte  den Anschein machte, nicht ständig genutzt zu sein. Solche Wege können manchmal irgendwo im Nichts enden, es läßt sich nicht immer abschätzen. Aber das Abkürzen des Weges war zu verlockend, wir wagten es.  Der Weg war wirklich ein wenig verwildert, ab  und zu versperrten umgefallene Bäume den Weg, dennoch ließ er sich recht gut gehen. Erst gegen Ende verlief er wirklich ins Nichts, ein Bach ohne Bachbett lief sozusagen über den Weg, wir mußten querfeldein. Mein GPS zeigte aber, dass  wir ganz nahe beim Einstieg auf den ursprünglichen, langen Weg sein mußten, und so war es dann auch.  Der Weg war wieder breit, und kurz darauf stießen wir auf eine Straße.

Hier jedoch ließ sich weder auf der Karte noch auf dem GPS-Gerät klar erkennen, wo es nun weitergehen sollte. Die Straße machte an der Stelle gerade eine Serpentine, und das Kartenbild suggerierte, dass mitten in dieser Spitzkehre ein Weg sein müsse. Zu sehen war er allerdings nicht. Erst nach ein wenig suchen fanden wir ein wenig abwärts unser Wanderzeichen sowie den zugehörigen Weg.  Es kam die letzte Etappe der Wanderung, wir wollten nur noch bis zu dem Ort Simonskall gelangen, der noch vielleicht 3 Kilometer entfernt war.  Es war die bisher schönste Passage der Wanderung, es ging durch lichten Laubwald weit oberhalb eines Bachlaufs entlang, der durch die Bäume immer wieder zu uns hochblitzte. Wäre Sonnenschein gewesen, wären sicher schöne Fotos herausgekommen, aber leider war es etwas bedeckt und finster, kurz darauf fing es auch zu nieseln an, weshalb ich die Kamera im Rucksack ließ.

Bald kamen wir ins Simonskall an, wo wir uns in einem Café ein Bier schmecken ließen. Ca. 25 Kilometer hatten wir geschafft, die Kräfte hätten auch noch weiter gereicht, draußen wurde es jedoch allmählich dämmerig und so war es uns recht, uns bald in die Sitze von Jürgens Auto fallen zu lassen, den wir schon eine Weile vorher per Handy nach Simonskall bestellt hatten.  Und die nächste Wanderung ist schon ins Auge gefaßt, vermutlich wird es dann von Simonskall bis Gemünd gehen. Möge das Wetter mit uns sein!

WFE Oktober 2008

Oktober 19th, 2008

“Durch das niederländische Grenzland von Geleen”

Dies war eine Entspannungstour in den gewohnt flachen Regionen jenseits der Grenze. Der Bus brachte uns zum Kasteel Hoensbroek, das wir allerdings nur bis zum Kassenhäuschen hin besichtigten. Die Wanderfreunde Eilendorf hatten ja noch einiges vor, für eine Besichtigung war da keine Zeit. Es war wirklich eine angenehm leichte Strecke, bei der es zu großen Teilen über geteerte oder zumindest gut befestigte Wege ging. Landschaftliche Höhepunkte brachten nur einige ausgedehnte Hohlwege, die wir durchquerten. Mir war es aber recht, dass die Tour kein bißchen strapaziös war ich hatte ja am Tag zuvor schon eine Wanderung absolviert. So konnten wir alle das immer besser werdende Wetter genießen und kamen am Ende nach Sittard, einem Ort, der mir nur namentlich sehr geläufig ist, den ich aber nie zuvor besucht hatte. Ich denke aber, dass ich mir den Ort bei Gelegenheit einmal etwas näher ansehen sollte, denn er hat eine Athmospähre, die an das vielbesuchte und beliebte Maastricht erinnert.

Den Abschluß bildetewie gewohnt der Besuch in einem Café, wir hatten eines am schönen Marktplatz von Sittard “gebucht” und konnten aufgrund der angenehmen Temperaturen sogar noch einen Platz an den Außentischen genießen, während allerdings das Gros unserer Gruppe im Inneren der Lokalität verschwand. Alles in allem, ein gelungener, entspannender Wandertag.

Goldener Heimbach-Oktober

Oktober 18th, 2008

Und noch ein sonniges Oktober-Wochenende!
Eigentlich hatte ich im Laufe der Woche keine Wanderung mehr geplant, das Wetter sah nicht so sehr rosig aus. Zum Wochenende hin besserte sich die Lage jedoch merklich, und am Freitag entschied ich mich, doch noch einmal loszuziehen, falls meine Kollegin wieder mitziehen würde. Ich schickte ihr eine Mail, und schon war die Sache entschieden. Viel Zeit, mir etwas neues auszudenken, hatte ich nicht und so griff ich auf eine früher schon gemachte Strecke zurück. Mit der Rurtalbahn von Düren bis Heimbach, von dort zum Kloster Mariawald, und von dort, die Staumauer von Schwammenauel berührend, wieder zurück bis Heimbach.

Von Heimbach geht es steil bergauf zum Kloster, auf halber strecke beginnt ein Kreuzweg mit der 1. Station vom Tal aus. Wir retteten uns so von Station zu Station immer weiter bergan, fast an jeder Station mußte ich heucheln, mir die Station näher anschauen zu wollen, in Wirklichkeit brauchte ich die Verschnaufpause. Da gehe ich nun nicht allzu selten, dennoch gerate ich bei solchen Steigungen immer noch außer Puste. Daran ändert weder ständige Wanderroutine noch der Umstand, dass ich schon vor 11 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, irgend etwas. Und es hilft auch wenig, wenn man entspannte Gesichter den Berg herunter einem entgegen kommen sieht. Nun ja, wir haben es natürlich bis zur Abtei oben geschafft und uns gefragt, weshalb wir uns das jedes Mal wieder antun. – Einfach, weil es schön ist. Oder auch, weil es in dem herbstlichen Laubwald sowas von würzig roch. Ein undefinierbarer Duft, aber so, dass ich ihn mir am liebsten in eine Schachtel  zwecks späterer Inhalation gesperrt hätte.

Die Strecke abwärts von Mariawald ist nach mehreren Regentagen etwas mit Vorsicht zu genießen. Wenn das Profil der Schuhe mit genügend feuchter Erde verklebt ist, taugen sie zu Gleitschuhen, man kann seinem Mitwanderer dann getrost Ski Heil wünschen und einen Abrutsch wagen. Das ist jetzt etwas übertrieben, aber ein wenig Vorsicht war schon geboten, wollte man mit dem Hinterteil nicht im Matsch landen. Im Tal angekommen, ging es dann noch vorbei am Wasserkraftwerk von Heimbach, einem alten Jugendstil-Gebäude, das man auch besichtigen kann. Dies haben wir jedoch nicht getan sondern sind dann an dem Staubecken von Heimbach entlang wieder zum Ort zurück gegangen, von wo aus uns die Rurtalbahn zurück nach Düren und mich die Deutsche Bahn von Düren  zurück nach Aachen brachte.

Zum Drachenfels

Oktober 11th, 2008

Das vielleicht letzte schöne Wochenende des Herbstes wollten wir nicht ungenutzt lassen und so entschlossen sich meine Kollegin Nicole und ich, “in die Laubfärbung” zu fahren. Unser Ziel waren Rhein und Drachenfels, wohin uns die Bahn fast unverspätet brachte. Das Wetter sollte phantastisch sein, wovon wir zunächst allerdings wegen starken Nebels noch nichts bemerkten. Der Zug spie uns mit vielen anderen Unternehmungshungrigen in Königswinter aus, wir ließen sie erst einmal ziehen. Ich ließ meinem GPS-Gerät zunächst Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. In fremden Gegenden fremdelt es gerne. Karten hatten wir keine, nur das GPS-Gerät mit einer aus dem Internet heruntergeladenen Route, die mehr als mir lieb war von den tatsächlichen topographischen Gegebenheiten abwich. Da wir aber im schlimmsten Fall nur immer bergab gehen mußten, um früher oder später wieder an den Rhein zu kommen, war das nicht so tragisch.Es ging jedenfalls los bei Nebel, der wenig Anstalten machte, sich zu verziehen. Und es sollte nur bergan gehen, gleich von Anfang an. Da ich aber trainiert durch meine letzte Tour im holländischen Hochland war und Nicole auch die Früchte ihrer Strapazen im Fitneß-Studio ernten wollte, ließen wir uns vor uns selber nichts anmerken und schnauften tapfer Richtung Gipfel. Dass wir durch ein herrliches Stück Natur gingen, konnten wir nur so glauben, sehen taten wir ja noch nichts davon. Und einige Aussichtspunkte Richtung Tal zeigten uns auch nur, wie schön eine undurchdringliche Nebelwand im Tal liegen kann. So näherten wir uns unmerklich dem höchsten Punkt der Wanderung, dem Drachenfels mit seiner Ruine. An einer Stelle querte auch die Drachenfels-Bahn unseren Weg, die für diejenigen, die den Weg zu Fuß scheuen oder ihn nicht gehen können, ihren steilen Weg den Berg hoch macht.

Während wir unseren Weg weitgehend ohne Menschenberührung gemacht hatten, sahen wir erst oben am Gipfel, was wir uns da angetan hatten. Menschen, soweit der Blick schweifte, alle Altersgruppen vom Kleinkind bis zu Senioren. Erst jetzt fiel uns auf, dass es sich um das letzte Wochenende der Herbstferien handelte, und noch dazu um ein sehr schönes, nachdem sich der Nebel so ganz allmählich lichtete. Jetzt konnte man von dort oben auch endlich den Rhein sehen, den ich schon viel weiter weg vermutet hätte. Wir machten jetzt eine große Pause, meine extra am Vorabend gebratenen Zucchini-Frikadellen sollten ja nicht verkommen.Dann ging es noch ein Stück höher zur Drachenburg-Ruine, wobei wir auch die Höhle des Drachen passierten, der seine Schuldigkeit tat, ein Mikro ergriff und Kindern und jedem, der es hören wollte, irgendwelche Geschichten über seine unermeßlichen Schätze erzählte. Hatte er es denn da noch nötig, den Entertainer zu spielen? Er hatte doch alles! Nachdem wir nun das Bad in der Menge lange genug genossen hatten, wollten wir unsere Tour fortsetzen.

Burg Drachenfels

Das erwies sich aber als nicht so einfach. Die Linie der Route auf meinem GPS-Gerät war schwer genug zu deuten, wir liefen einige Male hin und her, Treppen rauf und runter, hatten am Ende wohl dann den richtigen Weg gefunden. Er sollte nach Rhöndorf führen, dem Wohnort des ersten deutschen Bundeskanzlers Adenauer. Leider war dieser Weg aber versperrt. Ein altes gußeisernes Törchen versperrte den Weg zu diesem Pfad, der wohl zum Rheinsteig gehört. Merkwürdig, denn das Tor sah nicht so aus, als sei es ein Provisorium. Im Nachhinein kann ich mir nur vorstellen, dass dieser Teil der Strecke an Wochenenden, an denen viele Familien mit Kindern erwartet werden, aus Sicherheitsgründen abgesperrt wird. Das ist allerdings nur eine Vermutung. So fanden wir uns damit ab, die Route nicht planmäßig zu Ende bringen zu können. Wir nahmen deshalb einfach einen anderen Weg nach Königswinter abwärts, als wir gekommen waren. An einem Aussichtspunkt des Weges fiel der Blick auf ein merkwürdiges Gebilde, welches eine Mischung zwischen Kirche, Burg und Schloß zu sein schien.

Dies stellte sich später als das Schloß Drachenburg heraus, einem im späten 19. Jahrhundert erbauten Privatschloß eines vermögenden Börsen-Spekulanten aus Bonn. Das Schloß, was zur Zeit noch vollständig restauriert wird, ist teilweise schon zu besichtigen und einen Besuch wert. Ebenso der zugehörige Park und ein Museum des Naturschutzbundes Deutschland, das sich dort in einem separaten Gebäude befindet. Bei der Besichtigung fügten wir den übrigen Steigungen, die wir an diesem Tag schon bewältigt hatten, eine Unmenge von Wendeltreppen- und übrigen Treppenstufen hinzu. Von dort aus war es dann nicht mehr weit ins Tal, und da wir noch bei Kräften waren, sind wir dann am Rhein entlang doch noch zu unserem ursprünglichen Zielort Rhöndorf gegangen.



Es war ein toller Tag, und das Wetter hat nach Anfangsschwierigkeiten prächtig mitgespielt. Auch die Laubfärbung hatten wir genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt, es war, wie meist im Herbst, ein einmaliges Farbenspiel.
 

Am längsten Tunnel der Welt

Oktober 6th, 2008

Die Wanderung ist zwar bereits eine Woche her, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Denn sie war die erste Strecke, die ich einem kostenlosen Wanderführer entnommen habe, der hier an verschiedenen Stellen (Touristen-Information) ausliegt. Dieses Büchlein ist unten erwähnt. Die Strecke ging ich zusammen mit einem ehemaligen Klassenkameraden, mit dem ich mittlerweile schon einige Wanderungen bestritten habe. Da er an diesem herrlichen Samstag noch weitere Termine hatte, hatten wir uns eine der kürzeren Strecken ausgesucht, die Strecke “Bleyberg”.

Wir hatten das ganze etwas unterschätzt. Die Wanderung führte uns über den höchsten Punkt der Niederlande, was uns eigentlich nur ein müdes Lächeln abgewinnen konnte, denn man weiß ja, wie gebirgig die Niederlande sind. Jedoch hatte man wohl alle Steigungen, die das Land zu bieten hat, in diese kurze Strecke reingepackt, um uns doch noch zu beeindrucken. Dies ist den Machern der Strecke gelungen, herzlichen Glückwunsch. Wir waren am Ende froh, das Ziel erreicht zu haben.

Davon abgesehen, war es im großen und Ganzen eine sehr abwechslungsreiche, schöne Tour. und die sieben Grenzrouten, wir können natürlich bisher nur von dieser einen sprechen, sind sehr gut ausgeschildert. Der Wanderführer enthält zwar auch eine Karte mit sämtlichen Strecken, aber nötig ist diese eigentlich kaum. Man kann sich an die guten Wanderzeichen am Wegesrand halten. Sie sind ausreichend, bei jedem Abbiegen finden man auch gleich das entsprechende Zeichen. Ist keines vorhanden, geht man einfach weiter geradeaus. Wir haben uns nur an einer Stelle etwas vertan, weil das Wanderzeichen dort durch ein Baustellen-Schild versteckt war, weshalb wir falsch abgebogen waren.

Der Wanderführer enthält sehr viele interessante Geschichten am Rande, und so komme ich jetzt auch zum längsten Tunnel der Welt. Als wir am höchsten Punkt der Niederlande den Dreiländerpunkt überquerten, wo die drei Länder Niederlande, Belgien und Deutschland zusammenstoßen, überquerten wir nämlich eben diesen Tunnel. Der Tunnel wurde seinerzeit scherzhaft so genannt, da er ein ganzes Land von einer zur anderen Seite durchlief, nämlich das kuriose Land “Neutral-Moresnet”, ein Staat der etwa 100 Jahre vom Anfang des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts an dieser Stelle existierte. Diese historische Kuriosität von Neutral-Moresnet kennen die wenigsten, deshalb sollte man sich unbedingt einmal folgende Webseite anschauen, die Näheres dazu erläutert:

http://www.moresnet.nl

Noch heute existieren viele Grenzsteine, die damals die Grenzen zu diesem 4. Land im heutigen Dreiländereck kenntlich machten, und demnächst will ich mich einmal auf die Suche nach diesen machen. Und schon jetzt freue ich mich auf die nächste Wanderung aus diesem interessanten Wanderführer.

Diese Strecke habe ich auf meiner Webseite auch schon als GPS-Tour bei den Wanderungen eingebaut. Wenn man dort das Bild mit dem Streckenverlauf anklickt, sieht man die Strecke auch in verschiedenen Land- und Satellitenkarten.

GPS-Einsatz beim wandern

September 13th, 2008

Hier der Link zu einem Video des HR, das den Einsatz eines sogenannten GPS-Datenloggers im praktischen Einsatz beim wandern zeigt:

Aufzeichnen von Tracks während des Wanderns