Archive for Juni, 2007

Altes Schätzchen

Donnerstag, Juni 28th, 2007

Ein altes Schätzchen in Sachen Wanderführer fand ich jetzt in einer Schublade im Wohnzimmer-Schrank meiner Mutter. Dieses Werk „Wandern durch unsere schöne Heimat – 30 Wanderungen  im Grenzland zwischen Rehein und Maas“ stammt aus dem Jahre 1963. Ich war damals gerade mal 6 Jahre alt, erinnere mich aber daran, an diesem Buch mein Leben lang unbeachtet vorbei geschaut zu haben. Doch die Jahre ändern sich, man wird älter und reifer, interessiert sich plötzlich für Sachen, an die man als Kind und Jugendlicher im Traum nicht gedacht hätte…

Ich habe mich entschlossen, auch aus diesem Band einige Wanderungen auszubrobieren und auf meine Homepage zu bringen, mit Kartenausschnitten aus dem Buch. Vermutlich wird es viele Wege schon nicht mehr geben, wenn ich überhaupt herausbekomme, wie der Streckenverlauf sein soll. Eine echte Herausforderung. Unten ein Beispiel für die hervorragenden Kartenskizzen aus dem Jahre ’63. Das einzige, was man da mit Sicherheit herauslesen kann, ist, dass dder Buchdruck in diesem Jahr schon erfunden gewesen sein muß.

Mysteriös

Sonntag, Juni 24th, 2007

Aus Zeitmangel war gestern noch immer die geplante Wanderung ins Wildfreigehege Hellenthal nicht möglich, wo der Condor immer noch auf mich warten muß. Dennoch aber war gestern eine Wanderung im Aachener Wald zeitmäßig drin, und meine Kollegin war einmal mehr wieder mit von der Partie.

Bei durchwachsenem Wetter, einige Male gab es kurze, plötzliche Schauer, drehten wir eine ca. 15 km lange Runde im Aachener Wald, die ich mir ausgedacht hatte. Dabei streiften wir einige im Wald verborgene, mysteriöse Orte, deren bloße Nennung einem das Blut in den Adern erstarren läßt: Zyklopensteine, Hügelgräber und der Pelzerturm. Wehe dem, der sich diesen Orten bei Nacht nähert!

Wer mehr zu diesen Stellen wissen möchte, konsultiere das Internet. Jedenfalls war es eine abwechslungsreiche, schöne Wanderung, die uns gut gefallen hat.

Aber das Mysteriöseste hätte ich ja fast vergessen, das Foto illustriert diese Stelle nahe des sogenannten Landgrabens. Diese Bäume sahen schon sehr skurril mit ihrem weiß angestrichenen unteren Stamm aus. Und so recht kann ich mir das Ganze auch nicht erklären…Weiß jemand, welchen Sinn dieses Spalier weißer Baumreihen haben könnte?

WFE Juni 2007

Sonntag, Juni 24th, 2007

Zur monatlichen Wanderung der Wanderfreunde Eilendorf gibt es diesmal nicht so sehr viel zu erzählen. Zum einen ist es jetzt schon eine Woche her und der Schleier des Vergessens hat sich bereits über diesen Sonntag gelegt. Zum anderen nehme ich die Landschaft bei diesen Wanderungen nur halb auf, da man durch die Anzahl der „Mitläufer“ ständig in Gespräche verstrickt ist und man das Umfeld nicht ganz so konzentriert aufnehmen kann. Das finde ich eigentlich schade, da es doch meist Exkursionen an Stellen sind, an die ich sonst nicht so ohne weiteres hinkommen kann.

Somit habe ich diesmal weder die Ortschaften noch das Gelände sehr bewußt mitbekommen, aber den Verlauf der Strecke kann man ja unter „Allgemein -> Wanderplan der Wanderfreunde Eilendorf -> Juni“ nachlesen. Ich kann mich nur noch an das gute Wetter, die angenehme Bodenbeschaffenheit der Strecke und das leckere „Grimbergen“-Bier zum Abschluß der Wanderung erinnerung. Und daran, dass drei Leute den Namen einer Salbe suchtn, der ihnen nicht mehr einfiel. Erst im Bus wußte eine vierte Person wie aus der Pistole geschossen den gesuchten Namen: Voltaren! Selbst der einige Tage vorher durch Hexenschuß Geschädigte hatte nicht mehr gewußt, womit er behandelt worden war. Ich bin froh, dass wir das Problem doch letztendlich noch hatten klären können. Es war also kein verlorener Tag!

Zwischenzeitlich war ich dennoch dazu gekommen, einige Fotos zu machen. Mehr als eine Handvoll sind es aber nicht geworden. Hier zumindest eines davon:

  

Nach’e Arbeit

Freitag, Juni 15th, 2007

Am Freitag gab es  die sogenannte „Gruppenaktivität“, ein in unregelmäßigen Abständen stattfindendes Ereignis unter Kollegen derselben Arbeitsgruppe.  Also eine geplante Freizeitaktivität  außerhalb der Arbeitszeit.  Es war eine Fahrradtour durch den Aachener Wald von ca. 20 km geplant, mit anschließebder Einkehr in einem Ausflugs-Restaurant.  Die Gruppe von über 60 Personen war hinsichtlich der Teilnahme an dieser Tour schon auf knapp über 10 Personen zusammengeschmolzen, zum Essen waren wieder eine Handvoll mehr zugegen.

 

 Auch ich nahm aus „Sicherheitsgründen“ nicht an der Tour teil, wollte die dafür veranschlagten zwei Stunden dennoch für eine Aktivität nutzen und habe mir eine kleine Wandertour in derselben Gegend ausgedacht, in der auch meine Kollegen unterwegs waren. Leider hatte ich mir das zunächst nur für mich selber überlegt und als jemand dann einfiel, dass vielleicht noch einige andere eine Wanderung  der schon von ihnen abgesagten Radtour vorziehen würden, war es dann eigentlich schon zu spät. Zumindest haben wir uns dann doch noch zu  Dritt auf den Weg gemacht.  Es wurde dann noch eine schöne Tour von ca. 10 Kilometern, die von der „Waldschenke“ (nach der Rechtschreibreform jetzt so geschrieben) im Aachener Wald bis zum „Dreiländerpunkt“ führte und  auf anderem Weg wieder zurück zur Waldschänke(!).  Nachdem es tagsüber  nach übelsten Regenfällen ausgesehen hatte, blieb es über die ganze Zeit trocken, worüber die Radfahrer ebenso froh waren wie auch wir.  Am Dreiländerpunkt gonossen wir auf halber Strecke dann auch noch die Aussicht in die Länder Deutschland, Belgien und Holland   vom  Aussichtsturm, der sich dort befindet. Nach zwei erholsamen Stunden waren wir wieder amAusgangspunkt angelangt und hatten uns genügend Appetit angelaufen.

Gratis-Broschüre!

Freitag, Juni 8th, 2007

Und wieder einmal eine lobenswerte Publikation der Touristik-Branche.
„Wanderland – Eifel/Ardennen aktiv genießen“
Dieses Haft im Format  DIN A4 brachten mir heute Freunde mit. Sie hatten das Heft kostenlos in der Touristeninformation von Eupen erhalten. An welchen Stellen das Heft sonst noch zu bekommen ist, weiß ich natürlich nicht, aber vermutlich wird es in den meisten Tourist-Informationen der Region zu bekommen sein. Das über 60 Seiten starke Heft enthält neben viel Wissenswertem aus Ardennen und Eifel auch 37 Tourenvorschläge für Wanderungen, jede im Format DIN A5 mit Kartenskizzen und Wanderbeschreibun. Neben allem Sehenswerten gibt es natürlich auch Informationen über Unterkünfte in der Region. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich diese Broschüre nicht entgehen lassen.

Und hier noch das Inhaltsverzeichnis:

2 Übersichtskarte Eifel – Ardennen3 Editorial/Inhalt

4 Wanderspaß mit SWR4 und SWR Fernsehen

5 Wilkommen im Wanderland Eifel – Ardennen

10 Der Neue Eifelsteig

13 Eifel – Qualität ist unsere Natur

14 Monschauer Land – Eupen

18 Wassertand Eifel

22 Bad Münstereifel & Eifeier Quellendreieck

26 Prüm & Arzfetd

30 Deutscher Wandertag 2006 – Ein Rückblick

32 Kylltal – Vulkaneifel

36 Vulkaneifel & Lieserpfad

40 Ferienregionen Ulmen & Kelberg

44 Ferienregion Mayen

46 Südeifel

52 Markierungen in Eifel und Ardennen

54 Verzeichnis der Wanderkarten für Eifel und Ardennen

56 Belgische Ardennen

Komp-32

Dienstag, Juni 5th, 2007

Das Wildfreigehege Hellenthal und seine Greifvogel-Vorführung sollen wohl einfach nicht sein. Nachdem die Tour am Wochenende vorher schon wegen des Wetters ausgefallen war, fiel sie diesmal wegen einer Bänderdehnung der Dauermitwanderin aus. Aber irgendwann wird das schon noch werden. Dennoch kam es vergangenen Sonntag noch zu einer größeren Tour. Mit Halina, einer weiteren ambitionierten Luftschnapperin, ging es ins belgische Hohe Venn.

 

 Die Strecke war die Tour Nr. 32 aus dem Kompass Wanderführer „Hohes Venn – Eifel“. Für diese Tour brauchte ich zunächst einmal eine Karte, die ich in meinem GPS-Empfänger verwenden konnte. Denn die Wanderskizzen aus dem Kompass-Buch sind nur bedingt zu verwenden, bis auf ein paar kurvige Schlenker ist darauf nicht viel zu erkennen. Bringt man die Schlenker jedoch in Deckung mit einer ordentlichen Wanderkarte, läßt sich die Strecke doch recht gut übertragen. Aber Arbeit war es schon, da ich die Papierkarte zunächst einscannen und dann für das GPS-Gerät einmessen mußte.

 

 Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, die Beschreibung im Wanderführer weniger. An manchen Stellen verliert sich der Autor in verwirrenden Details, die nicht mal unbedingt den örtlichen Realitäten entsprechen, an anderen Stellen schweigt er sich über die Strecke kilometerlang aus. Das mag jetzt leicht übertrieben sein, aber es verhält sich mit diesem wie mit den meisten Wanderführern. Man braucht eine gewisse Kreativität und Phantasie, um sie richtig zu deuten. Die Essenz aus dem Geschriebenen zu ziehen, ist nicht immer einfach. Doch hier gelang es: Man brauchte sich eigentlich nur den einzigen Satz des Autors zu merken: „Wir wandern den Rundweg entlang dem Wanderzeichen ‚Grünes Rechteck'“. (sinngemäß). Richtete man sich danach, gab es eigentlich kein Vertun. Denn die Belgier hatten diesen Weg wirklich perfekt ausgeschildert, was in dem Gebiet Hohes Venn aber auch zwingend erforderlch ist, denn es ist wenig ratsam, sich im Moor, das Hohe Venn ist ja ein Hochmoor, zu verirren.

 

 Die Wanderung beginnt zwischen Eupen und Malmedy, bei Baraque Michel. Von dort aus geht es auf ener sehr abwechslungsreichen Strecke teils über weiche Waldwege, teils über feste landwirtschaftliche Wege am Vennrand entlang, teils über Holzstege mitten durchs Venn. Der Autor empfiehlt bei Nässe, Gummistiefel zu tragen, was ich nicht unterstreichen mag. Feste, hohe Schuhe reichen völlig, auch wenn man ab und an in ein Schlammloch tritt. Zum Teil geht es über ganz enge, verschlungene Wege, an Bachläufen entlang oder durch Fichtenwald, aber die Wege sind überall klar zu erkennen und das grüne Wanderzeichen zeigt einem, dass man hoffentlich richtig geht. Einer der Höhepunkte ist das Naturdenkmal „Die sechs Buchen“, eine Gruppe von bis zu 300 Jahre alten Buchen, die unvermittelt plötzlich mitten in einem Meer von Fichten auftauchen. Die einzigen Laubbäume weit und breit, und sie sehen durch ihre vermooste Rinde aus wie aus einem Zauberwald. Eine schöne, einsame Stelle, die zu einer Rast einlädt.

 

 Danach geht es dann weiter zu einer weiteren bekannten Stelle im Venn, dem „Kreuz der Verlobten“. Dieses Kreuz steht an einer Stelle, wo man vor vielen Jahren eine Braut im Brautkleid gefunden hatte. Mit ihrem Zukünftigen waren sie seinerzeit durchs Venn gewandert, um in einem (mir jetzt nicht bekannten) Ort ihre Hochzeitspapiere einzureichen und zu heiraten. Bei schlechtem Wetter, mitten im Winter, hatten sie sich verirrt. Die Braut wurde irgendwann von einem preußischen Zöllner an dieser Stelle gefunden, den Bräutigam fand man erst Jahre später einige Kilometer weiter im Venn. Auch er hatte sich noch weiter im Venn verirrt und dort den Tod gefunden. Eine traurige, wahre Geschichte, wenn auch schlecht von mir erzählt.

 

 Vom Kreuz der Verlobten ist es nun nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Wanderung, das letzte Stück geht es über endlose Holzstege mitten durchs „Große Venn“. Am Ende der Wanderung sollte man sich im Restaurant Baraque Michel noch etwas Gutes gönnen, entweder etwas zu essen oder ein leckeres „Leffe brun“. Anscheinend kann man dort auch irgendein besonderes Brot kaufen, jedenfalls kamen an diesem Sonntag alle paar Minuten Leute mit Broten aus dem Etablissement.
Die Wanderung war landschaftlich und streckenmäßig in jedem Fall eine Empfehlung, das GPS war an einigen Stellen eine gute Hilfe, wenn man sich trotz der guten Ausschilderung manchmal nicht ganz sicher über die weitere Richtung war. Denn auch die ansonsten gute Wanderkarte wies an einigen Stellen gewisse Abweichungen vom realen Velauf der Wege auf.
 

Nicht weit von Brand

Montag, Juni 4th, 2007

 Am letzten Samstag war wieder einmal eine „Eigenkreation“ in Sachen Wandern fällig. Da ich vor dem Wochenende nichts geplant hatte, begnügte ich mich mit einer Hausroute, ausgehend von meiner Wohnung. Dies bedeutet dann zunächst einige Straßen über Asphalt, ehe ich im Grünen lande. Ich hatte mir diesmal noch einmal meine Wanderung Nr. 5 ausgesucht, die am ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz in Brand, mittlerweile ein Naturschutzgebiet,  beginnt, und dann durch ein Stück Indetal führt, weiter nach Eilendorf, Stolberg Atsch und Stolberg Münsterbusch führt. Vorbei an den „Katzensteinen“ endet die Tour dann wieder am Ende des Ex-Standortübungsplatzes.


Über den ehemaligen Truppenübungsplatz

Die Fotos zeigen, dass es auch im direkten Umfeld um Brand schöne, verträumte Ecken gibt. An diesem Tag tat die im Indetal grasende Schafherde ihr Übriges zu dem beschaulichen Charakter der Wanderung, aber auch ohne Schafe bieten einige schöne Stellen und mehrere Überquerungen der Inde eine abwechslungsreiche Wanderung.


Schafe im Indetal


An der Inde

P.S.: Siehe auch die Korrekturen im Kommentar von H. Diestel!