Aus Zeitmangel war gestern noch immer die geplante Wanderung ins Wildfreigehege Hellenthal nicht möglich, wo der Condor immer noch auf mich warten muß. Dennoch aber war gestern eine Wanderung im Aachener Wald zeitmäßig drin, und meine Kollegin war einmal mehr wieder mit von der Partie.
Bei durchwachsenem Wetter, einige Male gab es kurze, plötzliche Schauer, drehten wir eine ca. 15 km lange Runde im Aachener Wald, die ich mir ausgedacht hatte. Dabei streiften wir einige im Wald verborgene, mysteriöse Orte, deren bloße Nennung einem das Blut in den Adern erstarren läßt: Zyklopensteine, Hügelgräber und der Pelzerturm. Wehe dem, der sich diesen Orten bei Nacht nähert!
Wer mehr zu diesen Stellen wissen möchte, konsultiere das Internet. Jedenfalls war es eine abwechslungsreiche, schöne Wanderung, die uns gut gefallen hat.
Aber das Mysteriöseste hätte ich ja fast vergessen, das Foto illustriert diese Stelle nahe des sogenannten Landgrabens. Diese Bäume sahen schon sehr skurril mit ihrem weiß angestrichenen unteren Stamm aus. Und so recht kann ich mir das Ganze auch nicht erklären…Weiß jemand, welchen Sinn dieses Spalier weißer Baumreihen haben könnte?

25.6.2007 bei 07:58
Das ist bestimmt ein Insektenschutz! Vielleicht gg Borkenkäfer oder sowas? Bei uns sprüchen Sie Kalk gegen den Eichlaubprozessionsspinner, da ist teilweise alles gepudert :-/
25.6.2007 bei 18:47
ja, irgend so etwas vermutete ich auch. Mich wunderte nur, dass nicht die ganzen Baumreihen geweißt waren. Nur so drei oder vier Reihen hintereinander. Es sah jedenfalls ganz interessant aus, wenn mir die Bäume auch leid tun.
19.2.2008 bei 11:01
Hallo,
will dann mal das Rätsel um die weißen Baumstämme lösen. Es gab im dortigen Wald in 2006 ein Kunstprojekt, Seitenwechsel. Veranstaltet von KuKuK, Kunst und Kultur im Köpfchen. Und die weißen Bäume sind Überbleibsel einer größeren Installation zum Thema Flucht und Asyl, die Stämme mit weißer Farbe und roten afrikanischen Namen standen für Mensche, Flüchtlinge, die über die Grenze wollen… Ohne jetzt auf nähere Einzelheiten einzugehen. Und den Bäumen schadet die weiße Farbe übrigens gar nicht, es ist Kalk, der nach und nach abgewaschen wird, sich im Boden verteilt und sogar positiven Einfluß auf den Waldboden hat. Spannend: Ab Mai 2008 gibt es ein ähnliches Projekt, Zeitenwechsel, ausgehend vom deutschen Zollgabäude an der Eupener Straße, Augustinerweg, Zyklopensteine. Mehr Infos auf www.kukukandergrenze.org
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Zobel
19.2.2008 bei 21:59
Hallo Michael,
endlich ist das Mysterium gelöst! Vielen Dank. Durch eine Mail hatte ich zwar schon davon gehört, dass es sich um das Projekt einer “grenznahen” Künstlergruppe handeln sollte, die genauen Details zur Installation kannte ich haber nicht. Ich glaube, mein damaliger Kontakt hatte mir auch den von dir genannten Link zugeschickt. Wenn es häufiger solche Events gibt, werde ich einmal ein Auge darauf haben und mir auch die Sache an den Zyklpensteinen ansehen gehen. Das ist sowieso durch den alten Buchenwall und die Steine eine der liebsten Stellen im Aachener Wald.
Nochmals danke für die Infos,
Joachim