Archive for Juli, 2007

Ihr letzter Gang

Sonntag, Juli 29th, 2007

Seit dem Jahre 2003 haben sie mich nun schon treu begleitet. Sie schauten mich damals traurig an und gewannen mich, obwohl sie schon 41 waren, gleich für sich. Unsere erste gemeinsame Reise führte uns in die Schweiz Viele Kilometer gingen wir schweigsam, in Gedanken versunken, über einsame Bergwege und durch enge Schluchten. Hier entdekten wir unsere gemeinsame Liebe für lange Spaziergänge und Wanderungen. Mehrere Jahre haben wir nun unser gemeinsames Hobby gepflegt.

Doch in letzter Zeit merke ich, dass es nicht mehr so ist wie früher mit uns. Die beiden haben nicht mehr das Profil, das sie am Anfang für mich hatten, ihre Haut ist spröde und rissig geworden. Ich weiß wir drei hatten eine schöne Zeit zusammen, aber ich glaube nun, dass es besser ist, wir trennen uns. Es war schön mit euch, aber es ist besser, ihr geht jetzt. Ich werde euch nie vergessen, und ihr sollt wissen, kein Paar wird mehr so sein wie ihr…..

Gefangen am Schlangenberg

Sonntag, Juli 22nd, 2007

Der Wald griff mit seinen Fingern nach uns und wollte uns nicht mehr freigeben, doch am Ende konnten wir ihm doch noch entkommen. Wir, das sind diesmal ein alter Klassenkamerad von mir und ich. Schon bei einem Klassentreffen vor etwas über einem Jahr hatten wir beschlossen, einmal miteinander wandern zu gehen. Diese Abmachung hatten wir nie erfüllt, aber beim letzten Klassentreffen in diesem Jahr noch einmal beschworen. Er muß sowieso täglich mit seinem Hund, einem betagten Border-Collie, eine größere Runde drehen und wollte auch einmal Strecken gehen, die nicht nur direkt vor seiner Haustür liegen und die er schon jahrelang geht.

Jedenfalls haben wir es gestern endlich einmal geschafft, uns zu einer Wanderung zu treffen. Es war ein Wandertipp aus unserer Tageszeitung gewesen, nicht zu lang und nicht zu kurz. Wir hatten uns für den Wandervorschlag Nr. 159, „Hasenberg, Wingertsberg und Schlangenberg“ von den AN/AZ Wandervorschlägen, die ich auf meiner Wbseite auch für GPS aufbereitet habe, entschieden. Das Wetter an diesem Samstag war ideal, um 10 Uhr holte Andreas mich zuhause ab und 20 Mniuten später waren wir hinter Breinig schon auf der Piste.Die Wanderbeschreibung war einigermaßen richtig, es waren wenige Stellen darin, bei denen es zu Mißverständnissen kam. Einige Fragezeichen tauchten zwar schon auf, aber das ist ziemlich normal. Man zeige mir eine Beschreibung, bei der von vorne bi hinten alles richtig ist. Allerdings wich die Wanderskizze von dem ab, was wir in der Realität vorfanden. An einer Stelle nimmt der Weg einen etwas anderen Verlauf, als die Skizze einem vorgibt. Allerdings war es der einzig vorhandene Weg, so dass wir nicht falsch laufen konnten. Nur beim Verglich der Karte mit der angezeigten GPS-Position sah man die Abweichungen. Dies hatte mir allerdings auch schon einmal im Blog jemand geschrieben, der die Strecke schon gegangen war. Ansonsten ab es wenig Probleme. Wenn da nicht…

…der Schlangenberg noch gekommen wäre. Laut des Wandervorschlags mußten wir in einen Weg einbiegen, der durch rot-weißes Flatterband abgesperrt war. Wir sahan auch gleich, weshalb. Denn dahinter lagen schon einige Fichten quer über den Weg. Kyrill. Ich brauche wohl nicht mehr zu sagen. An dieser Stelle des Waldes hatte man bisher noch nicht aufräumen können, nur die Hauptwege waren offensichtlich fei. Aber nicht unser Weg. Nun ja, aber wir konnten ja um die umgestürzten Bäume drumherum, dahinter sah man jja den Weg wieder. So gingen wir weiter. Weit kamen wir nicht, dann lagen dort die nächsten Baumstämme, unter denen wir hindurchklettern konnten. Ich muß sagen, es sah schon ziemlich verheerend aus. Wir kämpften uns weiter. Andreas wollte sowieso partout nicht aufgeben, sein Ehrgeiz war geweckt und so leicht wollte er sich nicht besiegen lassen. Ich schon. Denn eine Hürde nach der nächsten türmte sich auf und wir konnten es leichter haben. Zuletzt hingen wir auch ziemlich fest, sahen keine Chance, noch weiter vorzudringen. Vermutlich war das rot-weiße Flatterband zu Recht gespannt. Zu guter Letzt gaben wir dann klein bei und gingen wirder dahin zurück, wo wir die Kletterei begonnen hatten. Der Hauptweg führte uns natürlich ebenso gut ans Ziel, er lief eigentlich parallel zu unserer Original-Strecke. Aber es war eben nicht das Original! Insgesamt war es sowieso noch nur 1 Kilometer bis zum Ziel, und heil waren wir dem Schlangenberg wieder entkommen. Ohne das Galmei-Veilchen gesehen zu haben, einer seltenen Pflanze, die in diesem Naturschutzgebiet heimisch ist.

Die Wanderung und das Treffen mit meinem Klassenkameraden waren jedenfalls sehr schön und wir haben uns schon entschlossen, es zu wiederholen. Wenn wir mal wieder irgendwann einen gemeinsamen Termin finden.

 

Der Schatz von Loch Echtz

Montag, Juli 9th, 2007

Es soll einfach nicht sein. El Condor Passa immer noch und ich komme ihm nicht näher. Ich meine den Riesenvogel im Wildfreigehege Hellenthal, wohin schon eine Weile eine meiner Wanderung führen soll. Doch bislang ist immer noch etwas dazwischen gekommen. Auch diesmal mussten meine Kollegin und ich diese Wanderung vom Wetter abhängig machen. Die Vorhersagen für den Samstag waren gut, angeblich sollte es der schönste Tag der Woche werden. Doch der Morgen verhieß nichts Gutes, und nach einer Woche starken Regenwetters sah es schlecht um eine Bekanntschaft mit dem Condor aus. Also trat Plan B in Kraft, unser Notfallplan für den Fall der Fälle. Aber auch das war keineswegs eine Notlösung., sondern ein Paradeeinsatz für GPS-Geräte: Geocaching.

Dieser Begriff sollte mittlerweile bekannt sein, es handelt sich um eine Art Schnitzeljagd, bei der man durch sein GPS -Gerät zu verschiedenen Stationen auf einer kleineren Wanderung geführt wird. Dort muß man meist ein kleines Rätsel lösen, bis man zur nächsten Station geleitet wird, die durch das Errechnen von GPS-Koordinaten, die sich aus der Lösung des Rätsels ergeben. Oft erfährt man auf seiner Tour einiges an Heimatkundlichem. Das Ziel der Tour, die letzte erreichte Station, führt einen zu einem „Schatz“, dem sogenannten Geocache. Dieser ist irgendwo im Umkreis von wenigen Metern um die Ziel-Koordinaten versteckt. Vielleicht unter einem Stein oder in einem hohlen Baum, das variiert von Cache zu Cache. Versteckt ist der kleine Schatz meist in einer Tupper-Dose, enthält ein Logbuch, in das man sich als Finder einträgt, und allerlei nützlichen oder überflüssigen Kleinigkeiten, von denen man sich etwas aus der Dose nehmen darf, dann aber auch wieder etwas Eigenes hineinlegt. Und dann wird die Dose wieder an genau derselben Stelle versteckt. Diese Schätze ruhen über Jahre an derselben Stelle, alle, die an diesem schönen Hobby teilhaben, können den Schatz finden. Und es gibt viele dieser Schätze, die alle im Internet auf einer (fast) offiziellen Webseite vermerkt sind. Die Schätze sind über die ganze Welt verteilt und schlummern dort, bis sie wieder jemand gefunden und wieder an seinem Platz versteckt hat.

Ich habe bislang nur so ca. 10 Caches gefunden, manche Geocacher haben schon weit 100 bis 200 Caches gefunden. Und es gibt wirklich überall welche. Da meine Kollegin noch nie so eine Schatzsuche gemacht hatte, hatte ich einen passenden in der Nähe ihres Wohnorts ausgesucht mit Namen „Der Schatz von Loch Echtz““. Der Echtzer See ist ein Badesee in der Nähe von Langerwehe. Die Suche nach dem Cache haben wir dann noch mit einer Wanderung in der Gegend verbunden, die uns unter anderem an das Schloss Merode führte, einem schönen Wasserschlossss, das in 2002 leider von einem Brand heimgesucht wurde, mittlerweile aber zu großen Teilen wiederhergestellt ist Unser Weg begann bei meiner Kollegin zuhause, von wo aus wir an vielen Stellen vorbeikamen, an denen sie einige Kindheitserinnerungen zum Besten geben konnte. Dann ging es aber auch gleich zum Start der Geocache-Runde. Jahreszahlen, die auf Schildern zu suchen waren und diverse zu findende Namen auf irgendwelchen Objekten, aus denen irgendwelche Zahlenwerte abzuleiten waren und zur Errechnung der nächsten GPS-Koordinaten führten, brachten uns von Station zu Station näher ans Ziel. Meine Kollegin wurde natürlich aufgeregter, je näher wir ans Ziel kamen. Dieses Gefühl kannte ich von meinem ersten Geocache auch, den ich auf einem Urlaub in Sachsen zusammen mit meiner Schwester gesucht hatte. Auf dem GPS-Empfänger sieht man immer die Entfernung, die man noch bis zum Schatz gehen muss. Und am Ende werden die Schritte immer schneller und man starrt nur noch auf das GPS-Gerät. Doch Vorsicht! Ein Blick auf den Weg ist manchmal auch nicht schlecht, sonst liegt man da.


In den Feldern um Geich

Am Ende war es dann geschafft. Wir hatten alles richtig gemacht und kamen wirklich dort an, wo uns der Hüter des Schatzes hatte haben wollen. Noch ein prüfender Blick in die Runde, ob einen kein „Muggel“ beobachtet hatte. Muggel sind bei den Geocachern die „normalen Menschen“, die keine Geocacher sind und die natürlich auch nicht sehen sollen, was da für geheimnisvolle Sachen direkt vor ihrer Nase passieren. Als Geocacher muss man darauf achten, dass der Cache nicht von Unbeteiligten entdeckt wird und eventuell von diesen zerstört oder entfernt wird. Deshalb sind die Verstecke auch meistens an Stellen, die möglichst aus der Entfernung nicht einsehbar sind. Wir konnten jedenfalls den Schatz nach kurzer Suche erfolgreich heben, einen Schlüsselanhänger hineinlegen, einen anderen hinausnehmen, meine Kollegin trug sich ins Logbuch ein und nach verbergen des Caches zogen wir weiter.


Braunkohlekraftwerk Weisweiler

Danach ging es dann zu den zwei Hauptsehenswürdigkeiten unserer kleiner Wanderung: Dem Schloss Merode und einem Kaugummi-Automaten, den meine Kollegin einige Wochen vorher in einem Ort in der Nähe entdeckt hatte. Die Gegend, in der wir uns bewegten, ist nicht unbedingt Wanderer-freundlich, sondern flaches, landwirtschaftlich genutztes Land mit vielen asphaltierten Wirtschaftswegen. Es gibt zwar auch den Meroder Wald in der Nähe, aber durch den führte unser Weg gestern leider nicht. Mit qualmenden Füßen kamen wir am Schloss Merode an. Wir bewunderten das schöne Schloss leider nur aus einer gebührenden Distanz, denn im Innenhof des Wasserschlosses wurden gerade Hochzeitsfotos gemacht, es war ja der 7.7.2007. Schade, ich hätte gerne mehr gesehen, denn auch ansonsten konnte man sich leider nur von einer Seite dem Gebäude nähern, die anderen Seiten blieben durch dichten Baum- und Strauchbestand unseren Augen leider verborgen. Unter der Musik eines Spielmannszuges entfernten wir uns wieder vom Schloss Merode und begaben uns zu unserer letzten Station, dem Kaugummi-Automaten. Beim Fotografieren desselben bekam ich musikalische Untermalung durch einen weiteren Spielmannszug, der in einem anderen Ort gerade irgendein Ereignis begleitete, laut meiner Kollegin die Hochzeit einer ihr bekannten Persönlichkeit aus dem Nachbarort. Dann waren wir aber auch bald am Ende unserer Tour, noch eine kurze Visite auf dem Dorfplatz und dem Ortsfußballfeld, dann war eine schöne Wanderung wieder zu Ende gegangen. Und… den Notfallplan hätten wir nicht gebraucht, das Wetter hatte sich schon am Morgen viel besser entwickelt als erwartet. Nun ja, in zwei Wochen wollen wir es erneut versuchen, nach Hellenthal vorzudringen.

Die „offizielle“ Geocching-Seite:
http://www.geocaching.com

Und noch der Link zu einer deutschsprachigen Seite, die sich mit dem Thema Geocaching beschäftigt:
http://geocaching.de

Neues GPS-Gerät

Sonntag, Juli 8th, 2007

Seit letzter Woche besitze ich ein neues Spielzeug, mein drittes GPS-Gerät. Vor lauter Technik komme ich ja kaum noch zum wandern. Aber was kann dieses Gerät, was meine andern nicht schon hätten? Einiges, aber auch einiges nicht. Während meine anderen Geräte als Orientierungshilfe beim wandern dienen, ist das neue Teil einzig ein Aufzeichnungsgerät für die Strecken, die ich zu Fuß oder mit einem Verkehrsmittel zurücklege. Das Wintec WBT-201, so heißt das gute Stück, hat keinen Bildschirm oder sonstiges Display, auf dem ich sehen könnte, wo ich mich gerade befinde oder wohin ich mich bewegen muß. Nur zwei Druckknöpfe und zwei Leuchtdioden. Es hat die Größe einr Armbanduhr ohne Armband. Und im Gegensatz zu menien anderen Geräten ist es äußerst empfindlich, was in diesem Fall einen Vorteil darstellt. Selbst bei ziemlich schlechtem Wetter oder unter einem dichten Blätterdach im Wald empfängt es noch Positionsdaten und speichert diese in seinem Speicher ab.

Nach Rückkehr von einer Exkursion verbinde ich das kleine Teil dann mit dem Computer und kann die Daten auslesen und den Verlauf meiner gegangenen oder gefahrenen Strecken anzeigen lassen. Entweder in Google Earth oder auf digitalen Landkarten.
Das alles klingt für den Laien sicher recht unspektakulär, hilft mir aber sehr dabei, besuchte Stellen oder Fahrten an eine Stelle wiederzufinden und nachzuvollziehen, wo ich gewesen bin. Und das alles mit einem unscheinbaren schwarzen Kästchen, das in meiner Hemdentasche vor sich hinschlummert und aufpaßt, wo ich gerade bin.

Alte Bahnstrecken

Sonntag, Juli 8th, 2007

Die etwas andere Wanderung am letzten Sonntag. Es war eigentlich eine Art Radtour geplant gewesen, Harry, mein bester Freund schon seit Kindertagen, und meine Wenigkeit. Da ich so wenig sehe, dass ich gefahrlos kein Fahrrad mehr fahren kann, hatte er die Idee, bei einem ortsansässigen Händler ein Tandem zu mieten. Eine klasse Idee. Auf den hinteren Rängen hätte ich mich auf dem Sozius-Sattel „etwas zurücknehmen können“ und die Aussicht genossen, während in Villa Vordersitz noch gestrampelt worden wäre. Aber das Schicksal meinte es nnicht so gut mit mir. Zum einen war das Wetter für eine Radtour etwas kritisch, zum anderen hatte Harry den ganzen Tag über niemanden bei dem Fahrradhändler erreichen können und somiat waren wir sowieso nicht im Besitz eines Leih-Tandems. So wurde dann aus der Radtour eine Wanderung.

Die Strecke war Teil eines für den Freizeitberecih ausgebauten Netzes alter, stillgelegter Eisenbahnstrecken im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland. In den letzten Jahren werden immer häufiger solche brachliegenden Streckenabschnitte für den Fahrrad- und Fußgängerbetrieb aufbereitet. Harry hat schon einige dieser Strecken ausfindig gemacht und ausprobiert, ähnliches gibt es auch in Spanien, wo er und seine Familie dann schon aktiv geworden sind. Wir waren an diesem Sonntag in der Nähe von St. Vith, unser Startbunkt war in Steinebrück, einem kleinen Flecken ziemlich auf der Grenze zwischen Deutschland und Belgien. Auch zu Fuß ließ sich die Route wandern, die aber vornehmlich für Fahrrad gedacht ist, In alten Karten und Dokumenten hatte Harry schon einiges Informative recherchiert, was noch die Betriebszein der Eisenbahnstrecken betraf, die zum Ende des 2. Weltkrieges zum Teil durch Sprengung unbrauchbar gemacht worden waren oder nach dem Krieg ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren hatten.

An den meisten Stellen waren noch Spuren des Originalzustandes erkennbar, jedoch war überall der alte Gleiskörper durch Rad-Freundlichen Fahrbelag ersetzt . Unbrauchbar gewordene Brücken über Bäche waren durch neue ersetzt worden. Und da wir genau an der Grenze waren, ließ sich auch schön die unterschiedliche Vorgehensweise der Belgier und der Deutschen bei der Reanimierung des Geländes erkennen. In Belgien hatte man das Ganze etwas natürnaher und um vieles preiswerter hinbekommen als in Deutschland, wo das Projekt Unmengen an Geld verschlungen hat. Aufwendige Brücken, die nicht sein müssen, aufwendiger Teerbelag, der Rennradtauglich, aber nicht Fußgänger-freundlich ist. Da gefiel mir der sauber aufbereitete, leicht körnige, aber ebene Belag in Belgien weit besser. Einige Tunnel lagen auch auf unserem Weg, die auch Interessantes boten. Einige, die aber etwas abseits der fahrtauglichen Trasse lagen, waren bis auf wenige Öffnungen zugemauert und dienen Als Zuflucht für Fledermäuse. Schilder mit der Bitte um Ruhe sind angebracht. Andere Schilder stellen Warnschilder bei bestimmten Witterungsverhältnissen dar. Eines machte darauf aufmerksam, dass der Tunnel im Winter wegen der Gefahr herabfallender Eiszapfen geschlossen würde. Schön, wenn man vielleicht nach einer Tour von 50 km gerade an diesen Tunnel kommt und ihn nicht durchqueren kann. Also wieder zurück zum Ausgangspunkt, 50 km! 🙂 Und dann gab es noch einen interessanten Tunnel. Über 400 Meter lang, wären innen keine Neonlampen anbebracht, was ja schon einen Luxus darstellt, würde man im Inneren ohne Licht mit Sicherheit einige Male gegen die Wand laufen oder fahren. So fast geschehen einige Wochen vorher, als Harrys Familie schon einmal dort war. Sie wußten, dass der Tunnel beleuchtet ist, doch als sie dort ankamen, leuchtete nichts. Aber ein fluchender Mann auf einer Leiter und ein zweiter Mensch waren gerade dort tätig. Sie hatten die ankbare Aufgabe, sämgliche Neonröhren im Tunnel auszutauschen. Ein Blitz, der bei einem Gewitter kurz zuvor in die Stromversorgung für den Tunnel eingeschlagen hatte, hatte sämtliche Beleuchtungskörper erblinden lassen. Somit war der Tunnel sozusagen unpassierbar, bis die beiden Herren ihre Sonntags-Beschäftigung erledigt hatten. Und daher kündete ein Schild davon, was beim nächsten Blitzeinschlag passieren würde: „Tunnel gesperrt! Wegen Blitzeinschlag in Beleuchtungsanlage.“