Archive for August, 2007

Nachgelaufen

Montag, August 27th, 2007

Da stieß ich doch vor einer Woche im Blog von Wandersmann (a href=“http://wander.blog.de“ mce_href=“http://wander.blog.de“>http:///wander.blog.de) bei einer Wanderung auf Fotos, die mir sehr bekannt vorkamen. Und richtig, Wandersmann hatte sich unmittelbar in mein Revier verirrt. Die Fotos waren nur einen Ort weiter entstanden, und die von ihm beschriebene Tour war, zumindest teilweise, eine Strecke, die ich schon häufig gelaufen bin. Ich beschloß daher, eben diese Wanderung am Samstag auch einmal zu laufen, ein kleiner Kartenschnipsel in seinem Blog reichte mir, um den Verlauf nachvollziehen zu können.

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Die Wandertour Nr. 264 auf Wandersmanns’s Seite beschreibt alles wissenswerte, was man über dieses herrliche Stück Erde wissen muß. Und ich dachte nicht, dass ich hier noch etwas zuzufügen hätte.

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Doch weit gefehlt. Der Teil der Wanderung, den ich vorher noch nie gelaufen war, brachte mich in unbekannte Gebiete, die nie ein Aachener zuvor gesehen hatte…. Nun, ganz so schlimm war es natürlich nicht, aber ich habe, obwohl ich ständig in der Gegend rumlaufe, wieder einige neue Stellen, und auch sehenswerte Stellen, entdeckt. So landete ich auf dem zweiten Teil der Strecke auf einem Weg, auf dem ich nur den Kopf schüttelte und es für einen Fehler in der Wanderbeschreibung hielt. Ich war vorher schon auf diesem Weg gewesen. Er war, wie auch bei meinem ersten Besuch, ziemlich zugewachsen, nur war ich damals irgendwann in dem Glauben zurückgekehrt, es handle sich um eine Sackgasse. Es war ein Weg zwischen zwei Feldern, und irgendwo war er dann zu Ende, ein Zaun vor mir beendete den Weg. Glaubte ich. Doch es war nicht so, ich hätte damals nur näher an die Stelle herangehen sollen. Es war nämlich ein ganz schmaler Durchgang für Fußgänger vorhanden, den ich aus der Entfernung übersehen hatte. Wandersmann beschreibt diese Stelle in seinem Bericht auch. Solche Stellen sind für ihn ein natürlicher Filter für Wanderer und Nicht-Wanderer. Jedenfalls ging es nach dem Passieren dieser Stelle dann über eine Weide weiter und führte nach einer weiteren Viehbremse auf einem Weg weiter. Es ist ein sehr schöner Weg, der auch weiter interessant bleibt. Bei einer von mir selbst konzipierten Wanderung mußte ich, da ich den Weg nicht entdeckt hatte, einen weniger attraktiven Streckenverlauf nehmen.

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Das letzte Stück bis Kornelimünster war mir dann auch noch weitestgehend unbekannt. Ich hatte in meinem Kopf aus Jugendzeiten noch so ein Bild von einer bestimmten Stelle in Kornelimünster, wo ich damals schon mal war. Bei meinen vielen Wanderungen in der Gegend war mir diese Stelle aber nie mehr unter die Augen gekommen, erst am Samstag habe ich sie wieder gefunden dank Wandersmann. Danke, Wandersmann! Da muß erst jemand aus Köln daher kommen, um mir meine Heimat zu zeigen! Es war insgesamt wieder eine sehr schöne Strecke, die man in diversen Abwandlungen ruhig öfter gehen kann.

Roetgen – Raeren, entlang des Weserbachs

Montag, August 20th, 2007

Am Samstag gab es seit längerer Zeit noch einmal eine Wanderung alleine in völlig unbekanntem Terrain.  Zunächst hatte ich vor,  eine Rundwanderung ausgehend von dem  bei Touristen sehr beliebten Eifelstädtchen Monschau zu machen. Dorthin führt direkt vor meinem Haus eine direkte Busverbindung. Doch dann stieß ich am Freitag im Internet auf eine interessante Wanderseite aus derselben Region:
 
            Der Eifelsteig: http://www.Eifelsteig.de
 
Neben allerlei interessanten Informationen über diesen neu konzipierten und länderübergreifend ausgeschilderten Wanderweg fand ich dort eine Auswahl interessanter Tagestouren, die zum Teil auch für mich per Bus  gut zu erreichen sind.  Wie ich dann feststellte,  liegen mir dieselben Touren auch in einer kostenlosen Broschüre vor, die  mir Freunde einmal von der Tourist-Information in Eupen mitgebracht hatten. Auf der Eifelsteig-Website ist diese Broschüre auch erwähnt,  man kann sie von der Seite aus kostenlos bestellen. Auch andere nützliche Infoschriften sind kostenlos dort zu beziehen.
 
Ich wurde bei den Tourentipps fündig mit einer Streckenwanderung von Roetgen nach Raeren. Die Länge der Wanderung sollte 17 Kilometer  betragen.  Start- und Zielpunkt mußte ich natürlich mit dem Bus erreichen können. Der Startpunkt „Fringshaus“ stellte kein Problem dar, er liegt auf  derselben  Strecke der Buslinie nach MOnschau. Anders sah es aber beim Ziel  in der Ortschaft Raeren aus, die in Belgien liegt.  Die Buslinie, die ich im Internet finden konnte, fährt samstags nur zweimal täglich den Ort Richtung Aachen an, einmal am Morgen, einmal nach 20 Uhr am Abend.  Das konnte ich vergessen.  So mußte ich mir einen anderen Zielpunkt wählen, der häufiger von Bussen angefahren wird. So war mein Zielpunkt der Ort Schmithof, was aus 17 Kilometer dann 21 Kilometer machte.  Aber ich hatte ja Zeit.
 
Von Fringshaus aus bin ich dann allerdings erst um 12:30 Uhr gestartet. Die Wanderung war abwechslungsreich,  es ging sowohl durch Laub- wie Nadelwald,  vorbei an Wiesen und sogar am Rande eines kleinen Stücks des Hohen Venns,  was  irgendwo verloren innerhalb  anderer Vegetationsformen lag.  Auch gurgelte eine ganze Zeitlang der Weserbach an einer Wegseite, was ja immer ein sehr beruhigendes Geräusch ist. Vom Belag her war ein Großteil der Strecke asphaltiert oder anderweitig sehr fester Bodenbelag. Diesmal hatte ich im Gegensatz zu sonst keine so großen Probleme, aber einen Tag später merkte ich  es doch stark  in den Beinen. Ansonsten war es eine leichte Wanderung, von Roetgen bis Raeren geht es stetig bergab.  Nur  zweimal ging es über schmale Waldpfade,  und bei einer der beiden Passagen  ließ nur mein GPS-Gerät die Hoffnung nicht sterben, dass ich auf dem richtigen Weg war. Es war einer der Pfade, die man nur erahnen kann, ich schlängelte mich hin und her zwischen hohen Nadelbäumen. Am Ende kam ich an eine Stelle, wo ich dachte, jetzt doch völlig querfeldein gehen zu müssen, als ich durch die Bäume ein menschliches Wesen vor mir erblickte. Also schien ich doch noch nicht ganz verloren zu sein. Ich steuerte auf das weibliche Wesen mit drei Hunden zu und befand mich, als ich sie erreichte, wieder auf einem richtigen Weg. Sie schien „von da“ zu sein und meinte, sie sei auch schon einmal wie ich von dort oben durchs Gehölz auf  diesem gefühlten Pfad herunter gekommen.  Ansonsten führte mich das GPS-Gerät gut durchs Gelände,  wenn auch an einigen Stellen die Wege nicht mehr  denselben Verlauf nahmen, den die Wanderkarte aufwies.
 
Verpaßt hatte ich allerdings das „Kreuz im Venn“. Zwar  passierte ich diese prägnante Stelle, da ich mich aber an der fraglichen Stelle auf den weiteren Streckenverlauf konzentriert hatte, verpaßte ich diese Sehenswürdigkeit. Das letzte Stück der Strecke auf Raeren zu ist zum Teil mehr forstwirtschaftlich genutzt als für Fußgänger. Oft bilden sich tiefe Spurrillen durch die Forstfahrzeuge. Da aber bei der derzeitigen Witterung Wege schneller zuwachsen, als man gucken kann, sieht man diese Spurrillen nicht immer. So rutschte ich auch einmal schön zur Seite weg und meine helle Hose war mit Grasflecken und Schlamm verziert. Aber wenigstens war ich da nur so reingesackt, ich hatte mir nicht weh getan. In Raeren angekommen, habe ich mich wegen zu vieler verwirrender Straßen durchgefragt, wie ich  zu dem Ort Schmithof kommen würde. Der erste hatte nicht einmal den Namen Schmithof je gehört, doch eine junge Frau konnte mir den Weg genau erklären. Ich näherte mich also meinem Ziel, doch ein Blick auf meine Uhr zeigte mir, dass ich schnell sein mußte, um noch den Bus Richtung Heimat zu erwischen, der nur einmal stündlich fährt. Und ich war so kurz vor dem Ziel, dass  ich ihn so gerade verpassen konnte und dann eine Stunde an einer recht trostlosen Stelle warten müßte. Ich hatte Glück,  bei einem meiner ständigen Blicke zurück sah ich, dass von hinten der Bus um die Ecke bog. Zur Haltestelle schaffte ich es nicht mehr, daher mußte ich dem Busfahrer winken.  Zum Glück hielt er dann auch, was nicht unbedingt die Regel für Aachener Busfahrer ist und meinte: „Sie hatten ein Taxi bestellt?“. Puh! In letzter Sekunde. Danach konnte ich in Ruhe auf meinem Sitz  weiterschwitzen, bis ich zuhause ankam.
 
Mir hat die Wanderung jedenfalls sehr gut gefallen, vielleicht wiederhole ich sie irgendwann noch einmal, wobei ich dann aber auch auf das „Kreuz im Venn“ achten werde. Ebenso habe ich mir aus Zeitmangel diesmal das  Schloss Raeren verkniffen, in dem ein Töpfermuseum untergebracht ist.  Auch um den Genuß eines belgischen Abtei-Biers bin ich diesmal gebracht worden. Das wird beim nächsten Mal nachgeholt.

Die Wanderung „Roetgen – Raeren“ in Google Earth ansehen

Belgisches Kartenspiel

Montag, August 20th, 2007

Wer sich mit dem Gedanken trägt, häufiger einmal das „Hohe Venn“ zu besuchen,  tut gut daran, sich eine Wanderkarte von diesem Gebiet zu besorgen.  Eine empfehlenswerte Karte ist die unten abgebildete. Erhältlich ist sie zum Beispiel direkt in Aachen bei der „Maayrischen Buchhandlung“ oder im Informationszentrum zum Hohen Venn in Boutrange. Fast das gesamte Venn wird abgedeckt, mit allen kleinen und großen Wegen. Zusätzlich sind   Gebiete farblich gekennzeichnet,  in denen Verbote für das Betreten dieser Zonen bestehen. So gibt es eine Zone, in der man nur auf bestimmten markierten Wegen gehen darf, andere, in die man ohne einen Führer überhaupt nicht gehen darf. Manche Gebiete sind auch zu bestimmten Jahreszeiten nicht zugänglich. Die Karte gibt darüber aber  genaue Auskunft. Auch im Informationszentrum in Boutrange wird man über Beschränkungen und den Gebrauch der Karte  gut beraten. Die zweiseitige Karte hat den Maßstab 1:25000.

Ich besitze noch ein weiteres Kartenwerk, bestehend aus vier Karten, die jeweils ein Teilgebiet des Venns enthalten. Diese Karte enthält für die Gelände-Beschriftung die wallonischen Bezeichnungen. Die Karten haben den Maßstab 1:10000. Die einseitigen Karten haben auf den Rückseiten Beschreibungen über Sehenswürdigkeiten und landschaftliche Besonderheiten. Mangels Französisch-Kenntnissen nützen mir diese leider wenig.  

Und mittlerweile erscheinen doch einige Karten aus dem ansonsten etwas stiefmütterlich behandelten Grenzgebiet. Der Bereich Ostbelgien bringt in letzter Zeit einige, schon lange angekündigte, aber nie erschienene Karten an. Die Serie umfasst insgesamt 6 Karten, von denen mindestens 4 bisher lieferbar sind, die ich mir auch gleich im örtlichen Buchhandel (Mayrische Buchhandlung, Tourist-Information Aachen oder Eupen) besorgt habe. Neben der Karte „Hohes Venn“ besitze ich noch die 3 unten abgebildeten.

 

Die gesamte Serie umfasst:
          Hohes Venn
          Eupener Land und Geultal
          Am Fuße des Venns
          Rund um den See von Büttgenbach
          St. Vither Land und oberes Ameltal
          Burg-Reuland Ouren-
      Das Ourtal im Dreiländerblick

 

 

Zum Wild werden

Freitag, August 3rd, 2007

Das Wetter hat wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Wildfreigehege Hellenthal weigert sich standhaft, uns zu empfangen. Und dabei wollten wir es diesmal wirklich wissen. Obwohl die Wettervorhersagen wie jedes Mal nichts Gutes erwarten liessen, hatten wir uns dennoch dazu entschlossen, auf jeden Fall dorthin zu fahren. Das Wetter entwickelt sich ja oft im Laufe des Tages doch noch zum Besseren. Tat es aber nicht. Die Hinfahrt war schon eine Regenfahrt, und zur Besserung unserer Laune trug auch nicht bei, dass wir in eine Radarfalle hineingerieten, obwohl meine Kollegin als Tochter eines Fahrlehrers eine ansonsten vorbildliche Verkehrsteilnehmerin ist. Aber der Ärger und die Ge3schwindigkeitsüberschreitung hielt sich zum Glück in Grenzen. Das Wetter war dann in Schleiden jedenfalls nicht dazu angetan, dass wir eine längere Tour über matschige Waldwege gehen mochten. So mußte erneut das Alternativ-Programm greifen: Suchen eines Geocaches innerhalb des Ortes Schleiden. Gesucht haben wir dann trotz Regens, aber gefunden haben wir den Cache leider nicht. Eine der Aufgaben, die uns zum Ziel führen sollten, konnten wir leider nicht lösen, obwohl wir an der betreffenden Stelle sicher eine halbe Stunde nach einer Lösung gesucht haben. Also wurde auch diese Aktion ein Reinfall.

Doch es sollte noch dicker für mich kommen. Alternative 2 unseres Wochenendplans kam zum Einsatz. Ich wollte meinen Beitrag zur Wanderung, für das leibliche Woh zu sorgen, nicht umsonst zuhause gebraten haben. Leckere Zucchini-Frikadellen, deren Zubereitung meine Küche am Vorabend wieder ins Chaos gestürzt hatte. Also simulierten wir eine „Rast“, die wir an dem schönen Rursee in Rurberg vollzogen. Das Wetter hatte sich miittlerweile etwas gebessert, eine Bank am See konnten wir nach dem trockenwischen doch schon zum sitzen nutzen. Nach dem Essen machten wir dann noch einen Verdauungsspaziergang am See entlang, an diesem mißglückten Regentag waren nur wenige Leute unterwegs, der See ist ansonsten ein Touristen-El Dorado für Deutsche und Niederländer. Doch nach dem Spaziergang kam dann noch mein sportlicher Niedergang: Wir spielten eine Partie Minigolf. Gegenüber Nicole bin ich dabei mit wehenden Fahnen untergegangen, bei Hindernissen, für die sie ein oder zwei Schläge brauchte, gab ich mich nicht mit unter sechs Schlägen und einem zusätzlichen Strafpunkt zufrieden. Es war eben einfach nicht mein Tag, aber das Leben muß weitergehen. Und so lassen wir uns nicht weiter entmutigen, sondern werden auch dereinst wieder versuchen, in den Wildpark Hellenthal zu kommen. Der Condor wartet schon auf uns.