Archive für 3.8.2007

Zum Wild werden

Das Wetter hat wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Wildfreigehege Hellenthal weigert sich standhaft, uns zu empfangen. Und dabei wollten wir es diesmal wirklich wissen. Obwohl die Wettervorhersagen wie jedes Mal nichts Gutes erwarten liessen, hatten wir uns dennoch dazu entschlossen, auf jeden Fall dorthin zu fahren. Das Wetter entwickelt sich ja oft im Laufe des Tages doch noch zum Besseren. Tat es aber nicht. Die Hinfahrt war schon eine Regenfahrt, und zur Besserung unserer Laune trug auch nicht bei, dass wir in eine Radarfalle hineingerieten, obwohl meine Kollegin als Tochter eines Fahrlehrers eine ansonsten vorbildliche Verkehrsteilnehmerin ist. Aber der Ärger und die Ge3schwindigkeitsüberschreitung hielt sich zum Glück in Grenzen. Das Wetter war dann in Schleiden jedenfalls nicht dazu angetan, dass wir eine längere Tour über matschige Waldwege gehen mochten. So mußte erneut das Alternativ-Programm greifen: Suchen eines Geocaches innerhalb des Ortes Schleiden. Gesucht haben wir dann trotz Regens, aber gefunden haben wir den Cache leider nicht. Eine der Aufgaben, die uns zum Ziel führen sollten, konnten wir leider nicht lösen, obwohl wir an der betreffenden Stelle sicher eine halbe Stunde nach einer Lösung gesucht haben. Also wurde auch diese Aktion ein Reinfall.

Doch es sollte noch dicker für mich kommen. Alternative 2 unseres Wochenendplans kam zum Einsatz. Ich wollte meinen Beitrag zur Wanderung, für das leibliche Woh zu sorgen, nicht umsonst zuhause gebraten haben. Leckere Zucchini-Frikadellen, deren Zubereitung meine Küche am Vorabend wieder ins Chaos gestürzt hatte. Also simulierten wir eine “Rast”, die wir an dem schönen Rursee in Rurberg vollzogen. Das Wetter hatte sich miittlerweile etwas gebessert, eine Bank am See konnten wir nach dem trockenwischen doch schon zum sitzen nutzen. Nach dem Essen machten wir dann noch einen Verdauungsspaziergang am See entlang, an diesem mißglückten Regentag waren nur wenige Leute unterwegs, der See ist ansonsten ein Touristen-El Dorado für Deutsche und Niederländer. Doch nach dem Spaziergang kam dann noch mein sportlicher Niedergang: Wir spielten eine Partie Minigolf. Gegenüber Nicole bin ich dabei mit wehenden Fahnen untergegangen, bei Hindernissen, für die sie ein oder zwei Schläge brauchte, gab ich mich nicht mit unter sechs Schlägen und einem zusätzlichen Strafpunkt zufrieden. Es war eben einfach nicht mein Tag, aber das Leben muß weitergehen. Und so lassen wir uns nicht weiter entmutigen, sondern werden auch dereinst wieder versuchen, in den Wildpark Hellenthal zu kommen. Der Condor wartet schon auf uns.

|