Dreilägerbach-Talsperre

Am Samstag rief mich mein Vetter an, ob ich am Sonntag nicht Lust auf eine Wanderung mit anschließender Einkehr hätte. Welche Frage, wenn nichts Besonderes ansteht, habe ich auf Wanderungen immer Lust. Also ging es Sonntag Mittag mit Vetterfrau, Vetter und Mister M., deren Hund, Richtung Roetgen. Die Wanderung hatten sie den Wandervorschlägen der Aachener Zeitung entnommen, sie haben beim Autor dieser Wanderung die komplette Sammlung der Fotokopien erstanden. Es war die Nr.23 aus der Sammlung. Mittlerweile sind wir bei Nr. 290 und da diese Zeitungsbeilagen recht selten enthalten sind, konnte ich mir vorstellen, wie alt der Vorschlag wohl sein mochte.




Es war eine Strecke von ca.13 Kilometern, beginnend am Filterwerk der Dreilägertalsperre zwischen Rott und Roetgen. Die Orientierung über GPS konnte ich diesmal vernachlässigen, ich war ja nur Mitwanderer. Ich hoffte, dass die beschriebenen Wanderwege übarhaupt noch vorhanden waren, denn die Landschaft verändert sich oft sehr schnell, in Wandervorschlägen beschriebene Wege existieren oft schon nicht mehr. Doch in dieser Hinsicht waren alle Bedenken hinfällig, alles stimmte ungewöhnlich gut mit dem echten Gegebenheiten überein. von dem Filterweg ging es erstmal eine Weile an einem Bach entlang. Den Teil der Strecke kannte ich schon von früheren Wanderungen. Allerdings war da noch die schöne alte Holzbrücke intakt gewesen, über die wir den Bach überqueren mußten, die “Alte Woochbrücke”. Die Brücke an sich war auch noch zu überqueren, nur mußten wir erstmal auf den Betonpfeiler klettern, wo vorher eine Rampe mit Holzstufen hochgeführt hatte. Nachdem ich meinen Vetter einige große Steine stattdessen hatte aufschichten lassen (er ist schließlich ein Jahr jünger als ich), kamen wir dann doch gut hoch. Weiter ging es auf diesem Weg bis auf eine schmale Straße, an der dann meine Kenntnis der Strecke aufhörte. Zunächst ging es bis in die Nähe von Rott über einen sehr schönen, schmalen Waldpfad. Eine Straße war zu überqueren, und ab da ging es dann zunächst stetig bergauf. Dann kamen wir an einer Stelle an, auf die ich meinen Vetter schon vorher angesprochen hatte. Aus Kindertagen hatte ich da nämlich eine Straße in Erinnerung, die von einer Hauptstraße abgezweigt war und an eben jender Dreilägerbachtalsperre vorbei geführt hatte. An dieser Straße kamen wir nun an, genau an dem Parkplatz, den ich aus Kindertagen noch in Erinnerung hatte. Nur dass es mittlerweile wohl keine öffentliche Straße mehr ist, die Strecke wird nur noch forstwirtschaftlich genutzt. Wir waren jedenfalls jetzt ganz nah an der Talsperre und kamen dann an ein Staubecken, das mir optisch auch sofort bekannt vorkam. Das muß aber 30-40 Jahre her sein, dass ich dort gewesen bin. Ich glaube, zu jener Zeit war ich, soweit ich mich erinnere, noch mit meinem Vater dort, und der ist tot, seit ich 13 bin. Also ewig lang.



Die weitere Wegstrecke war mir aber wieder unbekannt, ein schöner, verschwiegener Waldweg schlängelte sich durch die Bäume, immer gesäumt vom Bach. Und immer noch bergauf. Aber das ließ ja hoffen, dass es irgendwann nur noch bergab gehen konnte, was dann auch der Fall war. Wir passierten noch ein sogenanntes Naturdenkmal, leider konnte ich nicht ergründen, was denn jetzt das Denkmal an dieser Stelle sein sollte, wenn die Stelle an sich auch sehr einladend aussah. Die anderen preschten leider alle zu schnell dran vorbei, um das genauer inspizieren zu können. Sie hatten schon das kleine Restaurant vor Augen, wo es im Anschluß hingehen sollte. Sie hatten dort schon einen Tisch bestellt, zur vereinbarten Zeit schafften wir aber kaum dorthin zu kommen, da wir zwischendurch noch Pilze gefunden und dann auch gesucht hatten. Wir waren an ein, zwei lohnenswerten Pilzstellen vorbei gekommen, die noch einmal eine gezielte Anfahrt erfordern werden. Doch schon die im Vorbeigehen gefundenen Exemplare werden heute Abend eine schöne Mahlzeit ergeben, ich bin bei den beiden zum essen eingeladen.Die Strecke war schöner, als ich vorher vermutet hatte. Ich hatte angenommen, es würde nur am Ufer der Dreilägerbach-Talsperre vorbei gehen, die für sich alleine gesehen nicht sehr attraktiv ist. Doch es waren einige sehr schöne, wenig begangene Wege mit dabei, die diese Wanderung doch sehr empfehlenswert gemacht hatten. Von den Pilzen mal ganz abgesehen.

3 Antworten auf “Dreilägerbach-Talsperre”

  1. Stephan sagt:

    Mensch, danke ür die Fotos… dort bin ich ja noch rumgehirscht, als die grade voll Wasser lief. Damals… *grins*

  2. joma sagt:

    Hallo Stephan,
    das “Befüllen” der Talsperre habe ich nicht mitbekommen, ich kann mich nur noch aus meiner frühen Kindheit dran erinnern, wie die Hahner Straße verbreitert wurde und dort alles Baustelle war.

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