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25.9.2007 von joma.
Die letzten Tage waren ja wirklich noch einmal ganz schön. Ich bin an denen natürlich zuhause geblieben. So ist das manchmal, man hat gearbeitet und gearbeitet und dann hat man zwei Wochen frei. Dann muß man erst einmal ein bis zwei Tage in Lethargie verfallen, ehe man sich wieder aufrafft. Also mir geht das meist so. Ich schaue raus, sehe die Sonne, ärgere mich und bleibe zuhause. Erst am Sonntag, im späten Nachmittag, habe ich mich zu einem Spaziergang (ohne Wanderschuhe aufgemacht. Über den Vennbahnweg, die stillgelegte Zugstrecke, die für Fahrradfahrer, Inliner und, wenn sie daneben noch überleben können, Fußgänger aufgemotzt wurde.Da bin ich dann von Brand bis Aachen drauf gegangen. Eine ganz schöne, nicht zu lange Strecke.
Dann kam der Montag, ich hatte eine etwas längere Strecke geplant. Von Brand bis Vaals an der holländischen Grenze. Ein 23 Kilometer Weg, um mir da einige der leckeren Honigkuchen kaufen zu können. Das Wetter war prächtig, wolkenloser Himmel, und meine neue Regenhose holte ich aus dem Rucksack, auch keine Regenjacke nahm ich mit. Ich wollte die (abgewandelte) Redensart: “Genäßtes Kind scheut den Regen” nicht wahr werden lassen, ließ die Regensachen zuhause und sprang so über meinen Schatten, obwohl ich genau an der Stelle vorbeikam, an der ich letzthin auf meinem Weg nach Raeren klatschnaß geworden war. Ein kurzärmliges Hemd mußte reichen, die Temperaturen waren sehr angenehm, aber mir blies anfangs eine recht stürmische Herbstbriese engegen. Eien guten Stundenschnitt in Sachen Geschwindigkeit konnte ich so nicht erreichen, ich ging über Kilometer nur gegen den Wind. Von Brand ging es nach Hitfeld, dann in den Aachener Wald,.
Noch im offenen Gelände sah ich, dass der Wind auch ein paar Wolken mitbrachte. Und die Wolken wurden mehr. Und wozu hatte ich eigentlich seinerzeit die Regenhose gekauft? Es fing nur leicht an zu tröpfeln, und ich war froh, dass meine Strecke viel durch Wald ging an diesem Tag. Bald hate ich an “Grüne Eiche” meinen ersten Grenzübertritt. Insgesamt sollten es an diesem Tag, auf nur einer Wanderung, sechs Grenzüberschreitungen werden. Jetzt ging es also erstmal nach Belgien rein. Diesen Teil der Strecke kannte ich noch von einer der letzten Wanderungen. Bald kam ich an eine kurze, unbekannte Passage, wo ich nach eine recht idyllische Stelle an einem kleinen Waldteich entdeckte. Kurz danach ein Wegstück, was ich wieder zurückgehen mußte, weil die Wanderkarte einen Weg ausgewisen hatte, der mal Forstweg gewesen war und jetzt zugewachsen war. Dann kam ich wieder auf bekanntes Terrain, vorbei an den Zyklopensteinen, zweite Grenzüberschreitung wieder nach Deutschland, hundert Meter am Buchen-Grenzwall vorbei und wieder rüber nach Belgien, dritte Überschreitung. In Belgien ging es jetzt ca. 300 Meter auf der Straße weiter, vorbei am ehemaligen Grenzübergang, vierte Überschreitung wieder nach Deutschland. Der Himmel war schon dunkler. Jetzt weiter durch den Aachener Wald. Ich kam über einen schmalen Pfad zum wiederholten Male zum höchsten Punkt im Aachener Wald am “Pelzerturm”, der nur noch aus einigen großen Wackersteinen auf dem Boden besteht. Hier hoch muß man eigentlich nicht, aber das lasse ich mir nie nehmen, wenn ich schon mal in der Nähe bin. Gut, daß Bäume Blätter haben. Und gut, dass diese Regen abhalten. Und schlecht, dass ich nicht nur Regenhose, sondern auch Regenjacke weggelassen hatte. Die einzigen Pausen, die ich auf dieser Wanderung machte, waren die, um unter dichten Blätterdach einen Schauer abzuwarten. Aber es ging weiter, nur wenige Fußgänger waren unterwegs. Die jedoch hatten Jacken an oder Schirme dabei. Ich hatte ein kurzärmliges Hemd.
Aber es ging weiter, Den größten Teil hatte ich ja schon geschafft, bis Vaals war es nicht mehr so weit. Vorbei am “Mulleklenkes” dem Radio-Sende oder Empfangsturm, ich weiß nicht, wie man den nennt, und dann auf das Stück zum “Dreiländerpunkt”. Ach ja, ich war schon wieder in Belgien, fünfte Grenzüberschreitung. Und dann kam da diese lange, gerade Wegstrecke mit “Schößlingen”, so will ich es mal nennen. Vorher war ein ziemlich dichter Blätterwald über mir, hier nicht. Und da ging der Regen so richtig los. Fast so wie damals…. als ich mir überlegte, dass eine Regenhose vielleicht nicht schlecht wäre. Nun ja, ich wurde wieder klatschnaß und beneidete diese paar Spaziergänger, die da mit ihren Jacken und Schirmen unterwegs waren. Jetzt bloßß noch schnell eine Grenzüberschreitung. Und dann hatte ich es naß bis nach Vaals geschafft. Immer ganz knapp an der holländischen Grenze entlang, die ich aber, wie ich nachher auf der Karte sah, so gerade nicht überschritt. (Also zum zweiten Mal fast nach holland). Da war ich nun in Vaals. Auf Honigkuchen hatte ich jetzt auch keine Lust mehr, ich wollte nur noch in den Bus und nach hause. Dabei hätten 100 Meter gerecht. Dann wäre ich sowohl in Holland gewesen und in dem Geschäft, wo es die leckeren Teile gibt. Aber ich stieg nur noch in den zum Glück gerade da stehenden Bus ein, gönnte mir den als Belohnung im Rucksack gebliebenen Pullover und fuhr heim in die Badewanne.
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