Archive for Oktober, 2007

Felspassage

Sonntag, Oktober 28th, 2007

Gestern ging es noch einmal „in die Laubfärbung“ in der Eifel. Den Termin hatten wir uns bereits vor zwei Wochen ausersehen, die Vorhersagen wurden die letzten Tage vor dem Samstag von den Wetterfröschen leider immer weiter hinunter geschraubt. Für eine Wanderung war die Witterung aber ganz angenehm, und von jeglichem Regen blieben wir, meine Kollegin und ich, verschont.

Die Strecke war eine Rundwanderung vom Staubecken Obermaubach durch die sogenannte „Felsenpassage“ nach Nideggen und längs der Rur wieder zurück zum Bahnhof der Rurtalbahn. Mit dieser waren wir von Düren aus dorthin gefahren. Eine Privatbahn, glücklicherweise unabhängig von der Deutschan Bahn, mit der ich dann auf der Rückfahrt nach Aachen noch einmal Freude bekommen durfte. Nie vorher war ich in Obermaubach gewesen, ich war nur schon einmal mit der Rurtalbahn dort vorbei gefahren. Meine Mitwanderin empfing mich erst enmal mit der Nachricht, dass ihr Vater gelesen habe, das Staubecken wäre zur Zeit wegen Wartungsarbeiten geleert worden und kein Wasser mehr führen. Wunderbar, da fahre ich schon einmal nach Obermaubach und dann so etwas! Zum Glück hatte der Betreiber jedoch in froher Erwartung von uns Wanderern aber offensichtlich das Becken schnell wieder gefüllt, nicht auszudenken, welcher Schaden dem Tourismus entstanden wäre, hätten wir das Becken leer angetroffen!

Die Wanderung selber war ein Wandertipp aus der Broschüre „Wanderland Eifel-Ardennen“, der auch1:1 im Internet zu finden ist unter: Wandertipp: Die „Felspassage

Somit kann ich mir hier eine nähere Beschreibung der Strecke sparen. Wie immer, nahmen wir die Hilfe eines GPS-Gerätes in Anspruch, das uns nach einem halben Kilometer auch prompt in die falsche Richtung schickte. Wenn das Blätterdach ziemlich dicht, das Wetter nicht so besonders ist, wird die momentane Position nicht immer richtig angezeigt. Dennoch, verlaufen habe ich mich mit dem Teil noch nie, nach spätestens 100 Metern Umweg merkt man, dass man von der gewünschten Richtung abweicht und landet gleich wieder auf dem richtigen Weg. Aber an sich hätten wir uns nur genau an die gedruckte Wegbeschreibung halten müssen, es gab da eigentlich kein großes Vertun.

Der Weg durch niedrigen Eichenwald war sehr schön, die Laubfärbung ist momentan fast auf ihrem Höhepunkt. Auch die Buntsandstein-Felsen rund um Nideggen sind sehr eindrucksvoll. Einige der Felsen sind ja als Kletterfelsen freigegeben, eine Möglichkeit, die auch wohl sehr stark genutzt wird, wenn ich auch bei den drei Besuchen dort in letzter Zeit noch niemanden habe klettern sehen. Nideggen mit seiner Felsenpassage stellte den höchsten Punkt der Wanderung dar, von dort aus ging es nur noch bergab. Wir kamen an Gut Laach vorbei, eine der Weideflächen des Gutes reichte bis in den herbstlichen Wald hinein. Dort grasten friedlich, verstreut zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, urwüchsige, ganz zottelige Rinder, eine Art, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Fotos, die ich von ihnen gemacht habe, waren leider alle verwackelt, da es doch recht dunkel an diesem Tag war. Dann ging es noch an zwei weiteren Gütern vorbei, wo wir mehrere Gruppen junger Pferde grasen sahen. Mit dem Wald im Hintergrund auch ein sehr schönes Bild.

Schließlich, nach einem Stück Asphaltweg, erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Den Asphalt hätten wir vermeiden können, an einer Stelle hatten wir jedoch einen Abzweig verpaßt und auch unseree technischen Hilfmittel nicht mehr konsultiert, die uns unseren Fehler angezeigt hätten.

Auf die Bahn mußten wir aber noch eine Weile warten, sie fährt nur einmal stündlich zurück nach Düren. Wir hatten viel gesehen, schöne Bäume, interessante Tiere, Meine Kollegin hatte zu Beginn der Wanderung auch einen kreisenden Greifvogel entdeckt, der für meine Augen leider zu weit entfernt gewesen war. Ich sehe ja nicht so besonders gut. Im Wald hatte sie auch einen von mir schon lange nicht gesehenen Vogel ausgemacht, ihrer Beschreibung nach muß es wohl ein Kleiber gewesen sein, der kopfüber einen Baumstamm abwärts lief. Als wir so an der Haltestelle saßen, entdeckte  auch ich einen Vogel am Himmel kreisen und fragte sie, ob das wohl auch wieder ein Raubvogel sei. Sie schaute mich nur an und meinte: „Das ist kein Vogel, das ist ein Flugzeug!“. Ich konnte mich dann aber noch aus der Affäre ziehen: „Na, dann ist es vielleicht eine Condor!“ – El Condor passa, endllich haben wir doch unseren Condor einmal gesehen, wenn auch nicht in der Greifvogel-Schau von Hellenthal.

Wandern mit WDR5

Dienstag, Oktober 23rd, 2007

Wie passend zu meiner Wanderung vom letzten Samstag…
Da ich häufig Radio höre, und da meist den Sender WDR5, hörte ich heute von einer Wanderung, die der Sender am kommenden Sonntag, dem 28.10.2007, veranstaltet. Es geht in den einzigen Nationalpark von NRW in der Eifel, neben einer Wanderung  mit Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt wird auch die dort befindliche ehemalige "Ordensburg Vogelsang" aus der Zeit des Nationalsozialismus besucht. Das Gebiet, auf der diese liegt, wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Belgiern als Truppenübungsplatz genutzt und vor einigen Jahren wieder an Deutschland zurückgegeben. 

Hier der Link für an dieser Wanderung Interessierte:
http://www.wdr5.de/sendungen/sonderseiten/888805.phtml

Und hier noch ein Link zur Ordensburg Vogelsang:
http://www.lernort-vogelsang.de/

Ich war mittlerweile schon einige Male dort, habe sowohl an Führungen auf Vogelsang wie auch im Nationalpark teilgenommen und kann es nur empfehlen.

Am Rursee entlang

Dienstag, Oktober 23rd, 2007

Dies ist, in unterschiedlichen Variationen, immer wieder eine erholsame Strecke mit schönen Ausblicken. Ein Anruf einer Freundin holte mich aus meiner Samstagmorgendlichen Trägheit und eine Stunde später gings los. Ausgangspunkt war oberhalb von Einruhr, und schon die Anfahrt ließ erkennen, dass es ein toller Tag am See würde. Laubfärbung vom Feinsten und wolkenloser Himmel. Es war noch ein wenig kalt, doch die Sonne, sofern sie uns direkt traf, wärmte noch. Einige Wanderer waren schon unterwegs, jedoch ist Samstag immer weit weniger los als an Sonntagen, an denen man es möglichst unterlassen sollte, die stark heimgesuchten Wege um den See zu benutzen.

Von Einruhr ging es dann zunächst bis Rurberg, immer am See entlang. Dort, am Überlauf vom Obersee, treffen sich gerne Biker für eine kurze Pause, um dann weiter durch die beliebten Serpentinen in der Eifel zu fahren. Leider manchmal auch eine Fahrt ohne Wiederkehr, weil sie ihre fahrerischen Fähigkeiten ab und an überschätzten. Für uns ging es aber gleich weiter entlang des Obersees bis zur Staumauer der Urfttalsperre. Ab Rurberg geht es stetig bergauf, aber auf die Länge der Strecke ist das kaum merklich. Wenn man dann oben auf der Staumauer anlangt, hat man aber dennoch einige Höhenmeter überwunden, und man sieht die Schiffe der „weißen Flotte“ weit unter sich anlegen. Das Farbenspiel der Laubbäume und deren Spiegelung im Wasser führten aber sowieso dazu, dass man das gehen gar nicht wahrnahm. Zu dieser Jahreszeit ist es wirklich eine sehr malerische Strecke, bei jeder Biegung zeigt sich einem wieder ein neues Bild.

Die Staumauer war unser Wendepunkt, von dort aus haben wir dieselbe Strecke wieder zurück nach Einruhr genommen. Wir hätten auch eine ganze Seeumrundung machen können, da der Weg auf der Gegenseite des Sees aber hauptsächlich im Schatten lag, haben wir uns für die sonnigere Variante entschieden. Als wir wieder in Einruhr ankamen, war die Sonne gerade untergegangen und die ersten Lichter, die im Ort schon angeganen waren, spiegelten sich im See wider. Die Belichtungsautomatik meiner Kamera hat diesen Eindruck leider nicht wiedergegeben, die Nacht wurde auf dem Foto zum Tage. Schade.

The Long Walk

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Für die, die wie ich jetzt endlich auch, DSL haben, hier ein kurzes Video von einem meiner Spaziergänge rund um Brand. Die Hintergrund-Musik ist von Peter Gabriel.

Nebel über dem Schlangenberg

Samstag, Oktober 6th, 2007

Wandervorschlag 164



Nachdem wir im August den nach uns greifenden Fingern des Shlangenbergs entgangen waren, haben wir uns gestern noch einmal nach Breinig begeben, um den Schlangenberg mit einer anderen Wanderung zu bezwingen. Es war, wie schon beim ersten Mal, ein Wandertipp aus unserer örtlichen Tageszeitung, der vorschlag Nr.164 „Auf naturbelassenen Wegen durch den Münsterwald“ Naturbelassen bedeutete in diesem Fall, dass wir völlig verschont blieben von irgendwelchen Asphaltwegen.Wir waren am Tag der deutschen Einheit jedoch nicht die einzigen bezwinger, wir haben mindestens zwei Grüppchen gesehen, die denselben Zeitungsausschnitt wie wir in Fingern hielten. Ein Verlaufen war somit unmöglich, man hätte sich nur bei anderen an die Fersen heften müssen. Es war eine schöne Wanderung, das Wetter spielte auch mit. Der Nebel, der auf den Bildern zu sehen ist, hing nur anfangs in den Bäumen, später brach die Sonne durch. Aber Fotos vom Nebel fand ich diesmal stimmungsvoller.

„Wilde Eifel“ – TV-Tipp

Freitag, Oktober 5th, 2007

Freitag, 5.10., 21 Uhr WDR3:

Unter den deutschen Mittelgebirgen nimmt die Eifel einen herausragenden Platz ein: Grandiose Felsformationen mit geheimnisvollen Fledermaus- und Eishöhlen und gespenstisch anmutenden Leuchtmoosen erheben sich über tiefen Waldschluchten mit idyllischen oder tosenden Gebirgsbächen. Spektakuläre Wasserfälle stürzen zu Tal und tauchen den Wald in mystischen Nebel.

Allgegenwärtig ist die besondere geologische Vergangenheit. Zahlreiche stillgelegte Lavabrüche sind zu Paradiesen aus Menschenhand geworden.“

Durch die „Klause“

Montag, Oktober 1st, 2007

Als sich nach tagelangem Regen endlich am Sonntag die Sonne noch einmal zeigte, mußte ich natürlich raus.Durch die starken Niederschläge hatte es diesmal den Stadtkern von Aachen und meinen Nachbarort Kornelimünster erwischt, Überschwemmungen, die den Einsatz der Feuerwehr selbst aus dem benachbarten Holland nötig gemacht hatten. Das Schlimmste war schon überstanden, aber ich machte eine kleine Wanderung, die mich an dem kleinen Fluß Inde vorbeiführen sollte. Dieses Flüßchen fließt durch die Klause, einem meiner Lieblingswflecken in der direkten Umgebung. Auch führt die Inde mitten durch Kornelimünster, war über ihre Ufer getreten und hatte den historischen Ortskern überschwemmt.

Jetzt, einige Tage später, war der Wasserstand immer noch höher, als ich ihn vorher je gesehen hatte, aber das Wasser lief schon wieder im normalen Flußbett.

Schön war es, noch einmal durch die Klause zu gehen. Zu jeder Jahreszeit hat dieser kleine Wald seinen eigenen Reiz. Es ist ein Mini-Naturschutzgebiet, und der Wald wird völlig sich selbst überlassen, umgefallene Bäume bleiben umgefallene Bäume, nur die wenigen Fußwerge werden frei gehalten.

Vor einigen Jahren habe ich einmal eine Foto-Geschichte in der Klause gemacht, die ein etwas mystiöses Bild auf dieses an sich idyllische Stückchen Wald wirft. Es sind viele anzuklickende Stellen auf dieser Webseite, Es ist ein Spaziergang, der einen immer tiefer in den Wald hineinführt:


The Blair Witch Project
Achte immer auf die „Zeigehand“