Gestern ging es noch einmal “in die Laubfärbung” in der Eifel. Den Termin hatten wir uns bereits vor zwei Wochen ausersehen, die Vorhersagen wurden die letzten Tage vor dem Samstag von den Wetterfröschen leider immer weiter hinunter geschraubt. Für eine Wanderung war die Witterung aber ganz angenehm, und von jeglichem Regen blieben wir, meine Kollegin und ich, verschont.

Die Strecke war eine Rundwanderung vom Staubecken Obermaubach durch die sogenannte “Felsenpassage” nach Nideggen und längs der Rur wieder zurück zum Bahnhof der Rurtalbahn. Mit dieser waren wir von Düren aus dorthin gefahren. Eine Privatbahn, glücklicherweise unabhängig von der Deutschan Bahn, mit der ich dann auf der Rückfahrt nach Aachen noch einmal Freude bekommen durfte. Nie vorher war ich in Obermaubach gewesen, ich war nur schon einmal mit der Rurtalbahn dort vorbei gefahren. Meine Mitwanderin empfing mich erst enmal mit der Nachricht, dass ihr Vater gelesen habe, das Staubecken wäre zur Zeit wegen Wartungsarbeiten geleert worden und kein Wasser mehr führen. Wunderbar, da fahre ich schon einmal nach Obermaubach und dann so etwas! Zum Glück hatte der Betreiber jedoch in froher Erwartung von uns Wanderern aber offensichtlich das Becken schnell wieder gefüllt, nicht auszudenken, welcher Schaden dem Tourismus entstanden wäre, hätten wir das Becken leer angetroffen!

Die Wanderung selber war ein Wandertipp aus der Broschüre “Wanderland Eifel-Ardennen”, der auch1:1 im Internet zu finden ist unter: Wandertipp: Die “Felspassage
Somit kann ich mir hier eine nähere Beschreibung der Strecke sparen. Wie immer, nahmen wir die Hilfe eines GPS-Gerätes in Anspruch, das uns nach einem halben Kilometer auch prompt in die falsche Richtung schickte. Wenn das Blätterdach ziemlich dicht, das Wetter nicht so besonders ist, wird die momentane Position nicht immer richtig angezeigt. Dennoch, verlaufen habe ich mich mit dem Teil noch nie, nach spätestens 100 Metern Umweg merkt man, dass man von der gewünschten Richtung abweicht und landet gleich wieder auf dem richtigen Weg. Aber an sich hätten wir uns nur genau an die gedruckte Wegbeschreibung halten müssen, es gab da eigentlich kein großes Vertun.

Der Weg durch niedrigen Eichenwald war sehr schön, die Laubfärbung ist momentan fast auf ihrem Höhepunkt. Auch die Buntsandstein-Felsen rund um Nideggen sind sehr eindrucksvoll. Einige der Felsen sind ja als Kletterfelsen freigegeben, eine Möglichkeit, die auch wohl sehr stark genutzt wird, wenn ich auch bei den drei Besuchen dort in letzter Zeit noch niemanden habe klettern sehen. Nideggen mit seiner Felsenpassage stellte den höchsten Punkt der Wanderung dar, von dort aus ging es nur noch bergab. Wir kamen an Gut Laach vorbei, eine der Weideflächen des Gutes reichte bis in den herbstlichen Wald hinein. Dort grasten friedlich, verstreut zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, urwüchsige, ganz zottelige Rinder, eine Art, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Fotos, die ich von ihnen gemacht habe, waren leider alle verwackelt, da es doch recht dunkel an diesem Tag war. Dann ging es noch an zwei weiteren Gütern vorbei, wo wir mehrere Gruppen junger Pferde grasen sahen. Mit dem Wald im Hintergrund auch ein sehr schönes Bild.

Schließlich, nach einem Stück Asphaltweg, erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Den Asphalt hätten wir vermeiden können, an einer Stelle hatten wir jedoch einen Abzweig verpaßt und auch unseree technischen Hilfmittel nicht mehr konsultiert, die uns unseren Fehler angezeigt hätten.

Auf die Bahn mußten wir aber noch eine Weile warten, sie fährt nur einmal stündlich zurück nach Düren. Wir hatten viel gesehen, schöne Bäume, interessante Tiere, Meine Kollegin hatte zu Beginn der Wanderung auch einen kreisenden Greifvogel entdeckt, der für meine Augen leider zu weit entfernt gewesen war. Ich sehe ja nicht so besonders gut. Im Wald hatte sie auch einen von mir schon lange nicht gesehenen Vogel ausgemacht, ihrer Beschreibung nach muß es wohl ein Kleiber gewesen sein, der kopfüber einen Baumstamm abwärts lief. Als wir so an der Haltestelle saßen, entdeckte auch ich einen Vogel am Himmel kreisen und fragte sie, ob das wohl auch wieder ein Raubvogel sei. Sie schaute mich nur an und meinte: “Das ist kein Vogel, das ist ein Flugzeug!”. Ich konnte mich dann aber noch aus der Affäre ziehen: “Na, dann ist es vielleicht eine Condor!” - El Condor passa, endllich haben wir doch unseren Condor einmal gesehen, wenn auch nicht in der Greifvogel-Schau von Hellenthal.

8.1.2008 bei 11:41
Hy Jock!
Schöne Foto`s von eurer Wanderung!
Und, welch ein Glück das der Stausee Wasser führte…
Bis bald,
Britta°
von der “falschen” Seite,…. grrrrrr…..
8.1.2008 bei 19:01
Hallo Britta,
schön, dass Du dich mal hierher verirrt hast. Sieht es in Nideggen nicht fast so aus wie im Brander Wald und an den Katzensteinen? Also wie auf der richtigen Seite der Trierer Straße?
In letzter Zeit war ich ja ein wenig faul mit dem wandern, aber das kommt jetzt im neuen Jahr flott wieder!
Jock