Archive for Februar, 2008

WFE Februar 2008

Samstag, Februar 23rd, 2008

„Im Eupener Butterländchen“ 
Die Wanderung ist nun schon einige Tage her,  dennoch hier einige Worte dazu. Diesmal ging es wieder „rüber  nach Belgien“, und zwar in die Nähe von Eupen, circa 15 Kilometer weg von Spa. Spa-Francorchamps ist als Formel 1 Rennstrecke sicher ein Begriff.   Das Wetter war traumhaft, daher war auch unser Bus dorthin traumhaft gefüllt. Es war ja wieder eine Wanderung der  „Wanderfreunde Eilendorf“, die nie zimperlich mit dem Wetter sind, sondern bei jedem Wetter gehen. Aber bei gutem Wetter gehen selbstverständlich immer viel mehr Leute mit. Der Himmel war wolkenlos, die Temperaturen annehmbar. Dennoch war es noch so kalt, dass der Boden gefroren war. Zum Glück, denn an den Fahrspuren im Wald, hervorgerufen durch fostwirtschaftliches Gerät, ließ sich leicht ermessen, wie der Boden bei gemäßigten Temperaturen ausgesehen hatte. Wir wären dann  am Ende der Wanderung ziemlich versaut gewesen. Dies hatten unsere obligatorischen „Vorwanderer“ in der Woche zuvor zu spüren bekommen. Einige Wege waren, zwar nicht völlig unpassierbar, so aber doch zumindest ziemlich verwüstet und vermatscht gewesen. -Am Tag der offiziellen Wanderung dagegen war der Boden gefroren, überall konnte man gut, wenn auch etwas holprig, gehen.  

Die Strecke als solche war abwechslungsreich, häufig boten sich schöne Ausblicke     in die Ferne. An einigen Stellen wurde mit der Strecke noch ein wenig experimentiert. Die Wanderungen der Wanderfreunde sind meist schon vor Jahren von einem der Freunde konzipiert worden. Oft ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Kartenmaterial nicht mehr aktuell, Wege sind nicht mehr vorhanden oder nicht mehr öffentlich  begehbar. Darum auch immer das „Vorwandern“ durch ausgewählte Pfadfinder der Gruppe einige Tage vor der eigentlichen Wanderung.  Dies hatte sich wohl diesmal als ausserordendlich schwierig erwiesen, einzelne Streckenabschnitte mußten gegenüber der Original-Route völlig verschoben werden. Aber: „et hätt noch immer jut jejange…“ – es kam eine brauchbare Strecke am Ende heraus. Neben den hauptsächlichen Wald-passagen gab es auch eine sehr kurze Strecke entlang der Talsperre „La Gileppe“. Vor lauter klönen habe ich davon aber nicht besonders viel mitbekommen. Und leider wurde uns auch der eigentliche Zielpunkt „Limburg“, ein kleines mittelalterliches Örtchen, vorenthalten, weil das Café im Ort nicht genug Platz für uns alle bot. Also kutschierte der Bus uns dann nach Eupen zum obligatorischen Kuchenessen und Kaffeetrinken. Für meinen Geschmack war das Café ein wenig unpersönlich und steril, außerdem gab es dort kein „Leffe“-Bier, worauf ich mich jedesmal freue, wenn es Richtung Belgien geht. In jedem Fall eine schöne Wanderung, bei der ich auch wieder eine der Damen für die Möglichkeiten von GPS und Google Earth begeistern konnte. Wobei sie mich ansprach,  weil sie kürzlich durch eine Freundin auf „Virtual Earth“, dem Microsoft Konkurrenz-Produkt zu Google Earth  aufmerksam gemacht worden war. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn sich jemand für GPS interessiert. 🙂 Für mich stand diesmal aber nicht dieses Thema, sondern das Thema „Einlaufen neuer Wanderschuhe“ im Vordergrund. Viel Zeit zum vorsichtigen Einlaufen hatte ich ja nicht gehabt, ich mußte gleich 15 Kilometer mit ihnen überstehen, was jedoch problemlos funktioniert hat. Keine Blasen, keine Druckstellen, keine aufgescheuerte Haut. Was will ich mehr!

Nachlese

Dienstag, Februar 19th, 2008

Es ist jetzt zwar schon wieder eine Weile her, dennoch soll mein Spanien-Kurztrip über Karneval nicht unbeschrieben bleiben. Zunächst zum Flug mit Ryan-Air. Positiv daran war, wie zügig die Abfertigung an den Flughäfen vonstatten ging. Kaum kamen wir mit unserem Handgepäck dort an, ging es auch schon durch die Gates und ins Flugzeug. Fast ein wenig zu eilig, beim Rückflug kam ich mir wie Teil einer Schafherde vor, die schnell in den Pferch getrieben werden muß, um sie zu scheren. Nach der Metall-Kontrolle hatte ich nicht mal mehr Zeit, meinen Gürtel wieder anzuziehen. Die Vollständigkeit meines Hosen- und Jackeninhalts konnte ich erst im Flugzeug kontrollieren. Aber so wurden wir wenigstens zügig im sonnigen Süden wieder ausgespuckt.

Und sonnig war es wirklich. Die Temperaturen bewegten sicn tagsüber nur wenig unter der 20 Grad Grenze, nachts ging es dann natürlich noch fast bis auf den Gefrierpunkt zurück. Aber kein Vergleich zum Wetter, das wir in Deutschland verlassen hatten. Ich hätt‘ mir den Gürtel vom Leibe reißen können…

Wir waren dort unten an der Costa Blanca in Moreira, einem Engländer-durchfluteten Urlaubsort in der Nähe von Calpe. Der Einzug ins Haus ging vor sich wie ein Boxenstopp in der Formel Eins, jeder Handgriff über Jahre einstudiert, routiniert wurden die Betten bezogen, die Vorrats-Schränke bestückt und die Getränke vom Nebenkühlschrank der Garage in den Haupt-Kühlschrank der Küche verlagert. Bewundernd folgte ich den eingespielten Handgriffen der Freunde.

Die Tage selbst waren gekennzeichnet durch kurze Ausflüge in die Umgebung und lecker Essen. Für’s lecker Essen sorgte Harry, der sowohl zuhause für die Familie wie auch im Urlaub für uns täglich kochte. Und er ist des spanischen Kochens ziemlich mächtig, es gab immer „Spezialitäten“, genauso routiniert gezaubert wie der eben beschriebene Boxenstopp.

Und eine Wanderung haben wir auch gemacht, die letzte meiner Wanderschuhe. Wanderführer war der spanische Patenonkel von Simon, dem Sohn meiner Freunde, zugleich ortsansäßiger Veräußerer und Vermieter von „Objekten“, wozu seinerzeit auch mal das Haus meiner Freunde gehört hatte.

Die Wanderung ging auf den Montgo, einem berüchtigten, einsam in der Landschaft stehenden kleinen Berg der Gegend. Und, nach jetzt mehreren Wanderversuchen dort in Spanien: Für mich isses nix! Zu schnell zu steil hoch, immer zu nah am Abgrund, und immer zu geröllig. Da ich nur unscharfe Umrisse erkennen kann, wenn ich gehe, sind solche Strecken der reine Streß für mich. Außerdem sind kurze, heftige Anstiege nicht unbedingt so mein Ding, jedenfalls nicht in dieser Leute-Konstellation, wie sie da vorherrschte. Harry und Mariano wollten sich wohl beweisen, wer der schnellste von ihnen sei, ohne tot umzufallen, und sie juckte wenig, wo die anderen denn bleiben. Darum: Neee, muß nicht noch einmal sein. Wenn dann auch der Ausblick von dort oben wieder mit allem versöhnte. Leider war die Sicht nicht so sehr blendend, weshalb die Fotos nicht besonders eindrucksvoll wurden.

Der Kurztrip war jedenfalls gerade richtig und ich habe mich gut erholt. Wermutstropfen bildete nur der letzte Tag. Wir bekamen einen Anruf aus Deutschland von den Nachbarn meiner Freunde. Die Polizei sei am Morgen da gewesen, es sei etwas mit dem am Flughafen geparkten Auto. Nun ja, mit solch einem Anruf hätte man fast rechnen können. Harry hatte sich die Parkgebühr des Flughafen-Parkplatzes sparen wollen und an einer gottverlassenen Stelle etwas abseits geparkt. Jetzt kam die Rechnung dafür. Ein Anruf bei der holländischen Polizei, wir waren von Maastricht aus geflogen, informierte uns kurz, dass eine Scheibe eingeschlagen wäre und die Polizei das Auto gesichert, also abgeschleppt, habe. Ein Beamter werde uns am Abend am Flughafen empfangen und uns alles genauer erklären. Schon von Spanien aus wurde eine Abholung vom Flughafen durch Bekannte organisiert, da wir nichts über die Fahrtauglichkeit des Autos wußten. Tja, der Wagen war „vandalistisch“ verändert worden und ziemlich zerdeppert. Der ADAC hat dann am nächsten Tag die weitere Organisation in die Hand genommen, Auslösen und Rückführen des Autos und Stellen eines Mietwagens. Es ging alles gottlob ziemlich probemlos. Und ein großes Lob an die holländischen Grenzschutz- und Polizeibeamten, die wirklich äußerst freundlich und zuvorkommend waren. Sie nahmen der Missetat ein wenig ihren Schrecken….

Aber sonst war’s schön!

KuKuK

Dienstag, Februar 19th, 2008

Dies ist kein falsch geschriebener Vogel, der seine Eier in fremde Nester legt, sondern das Kürzel für einn grenzüberschreitenden Verein namens „Kunst und Kultur im Köpfchen“.  Es handelt sich um einen Verein, der rund um die belgisch-deutsche Grenze bei Köpfchen agiert und Aktionen unter Einbeziehung der Natur im Grenzgebiet konzipiert. Mehr dazu auf der:

Homepage von „Kunst und Kultur im Köpfchen“

Nachruf

Mittwoch, Februar 6th, 2008

Ich hätt‘ es mir ja denken können. Kaum war dieses Pärchen den kalten Deutschland in den sonnigen Süden entflohen, beschloß es gleich, den Lebensabend im schönen Spanien zu beschließen und sich nach ein wenig Rumdruckserei von meinen Füssen zu trennen und diese ihrem Schicksal zu überlassen. Aber was wollte ich machen, ich wollte ihrem Glück nicht im Wege stehen. Lange waren wir ja die besten Freunde, die beiden haben mich und meine Füsse eine lange Wegstrecke begleitet. Doch jetzt, im Alter, wurden die Gebrechen doch häufiger, auch sie mußten dem Alter ihren Tribut zollen.

Sie merkten, wie gut die Sonne ihnen tut und wußten, wir wollen in Spanien bleiben und viel am Pool liegen. So soll es dann wohl sein, ich werde, wie auch meine Füsse, ihre Freundschaft vermissen, sie haben meinem Leben Halt gegeben, aber sie haben sich jetzt ihre Ruhe verdient, ich muß wohl neue Freunde finden….