WFE Februar 2008

“Im Eupener Butterländchen” 
Die Wanderung ist nun schon einige Tage her,  dennoch hier einige Worte dazu. Diesmal ging es wieder “rüber  nach Belgien”, und zwar in die Nähe von Eupen, circa 15 Kilometer weg von Spa. Spa-Francorchamps ist als Formel 1 Rennstrecke sicher ein Begriff.   Das Wetter war traumhaft, daher war auch unser Bus dorthin traumhaft gefüllt. Es war ja wieder eine Wanderung der  “Wanderfreunde Eilendorf”, die nie zimperlich mit dem Wetter sind, sondern bei jedem Wetter gehen. Aber bei gutem Wetter gehen selbstverständlich immer viel mehr Leute mit. Der Himmel war wolkenlos, die Temperaturen annehmbar. Dennoch war es noch so kalt, dass der Boden gefroren war. Zum Glück, denn an den Fahrspuren im Wald, hervorgerufen durch fostwirtschaftliches Gerät, ließ sich leicht ermessen, wie der Boden bei gemäßigten Temperaturen ausgesehen hatte. Wir wären dann  am Ende der Wanderung ziemlich versaut gewesen. Dies hatten unsere obligatorischen “Vorwanderer” in der Woche zuvor zu spüren bekommen. Einige Wege waren, zwar nicht völlig unpassierbar, so aber doch zumindest ziemlich verwüstet und vermatscht gewesen. -Am Tag der offiziellen Wanderung dagegen war der Boden gefroren, überall konnte man gut, wenn auch etwas holprig, gehen.  

Die Strecke als solche war abwechslungsreich, häufig boten sich schöne Ausblicke     in die Ferne. An einigen Stellen wurde mit der Strecke noch ein wenig experimentiert. Die Wanderungen der Wanderfreunde sind meist schon vor Jahren von einem der Freunde konzipiert worden. Oft ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Kartenmaterial nicht mehr aktuell, Wege sind nicht mehr vorhanden oder nicht mehr öffentlich  begehbar. Darum auch immer das “Vorwandern” durch ausgewählte Pfadfinder der Gruppe einige Tage vor der eigentlichen Wanderung.  Dies hatte sich wohl diesmal als ausserordendlich schwierig erwiesen, einzelne Streckenabschnitte mußten gegenüber der Original-Route völlig verschoben werden. Aber: “et hätt noch immer jut jejange…” - es kam eine brauchbare Strecke am Ende heraus. Neben den hauptsächlichen Wald-passagen gab es auch eine sehr kurze Strecke entlang der Talsperre “La Gileppe”. Vor lauter klönen habe ich davon aber nicht besonders viel mitbekommen. Und leider wurde uns auch der eigentliche Zielpunkt “Limburg”, ein kleines mittelalterliches Örtchen, vorenthalten, weil das Café im Ort nicht genug Platz für uns alle bot. Also kutschierte der Bus uns dann nach Eupen zum obligatorischen Kuchenessen und Kaffeetrinken. Für meinen Geschmack war das Café ein wenig unpersönlich und steril, außerdem gab es dort kein “Leffe”-Bier, worauf ich mich jedesmal freue, wenn es Richtung Belgien geht. In jedem Fall eine schöne Wanderung, bei der ich auch wieder eine der Damen für die Möglichkeiten von GPS und Google Earth begeistern konnte. Wobei sie mich ansprach,  weil sie kürzlich durch eine Freundin auf “Virtual Earth”, dem Microsoft Konkurrenz-Produkt zu Google Earth  aufmerksam gemacht worden war. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn sich jemand für GPS interessiert. :-) Für mich stand diesmal aber nicht dieses Thema, sondern das Thema “Einlaufen neuer Wanderschuhe” im Vordergrund. Viel Zeit zum vorsichtigen Einlaufen hatte ich ja nicht gehabt, ich mußte gleich 15 Kilometer mit ihnen überstehen, was jedoch problemlos funktioniert hat. Keine Blasen, keine Druckstellen, keine aufgescheuerte Haut. Was will ich mehr!

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