Archive für 18.10.2008

Goldener Heimbach-Oktober

Und noch ein sonniges Oktober-Wochenende!
Eigentlich hatte ich im Laufe der Woche keine Wanderung mehr geplant, das Wetter sah nicht so sehr rosig aus. Zum Wochenende hin besserte sich die Lage jedoch merklich, und am Freitag entschied ich mich, doch noch einmal loszuziehen, falls meine Kollegin wieder mitziehen würde. Ich schickte ihr eine Mail, und schon war die Sache entschieden. Viel Zeit, mir etwas neues auszudenken, hatte ich nicht und so griff ich auf eine früher schon gemachte Strecke zurück. Mit der Rurtalbahn von Düren bis Heimbach, von dort zum Kloster Mariawald, und von dort, die Staumauer von Schwammenauel berührend, wieder zurück bis Heimbach.

Von Heimbach geht es steil bergauf zum Kloster, auf halber strecke beginnt ein Kreuzweg mit der 1. Station vom Tal aus. Wir retteten uns so von Station zu Station immer weiter bergan, fast an jeder Station mußte ich heucheln, mir die Station näher anschauen zu wollen, in Wirklichkeit brauchte ich die Verschnaufpause. Da gehe ich nun nicht allzu selten, dennoch gerate ich bei solchen Steigungen immer noch außer Puste. Daran ändert weder ständige Wanderroutine noch der Umstand, dass ich schon vor 11 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, irgend etwas. Und es hilft auch wenig, wenn man entspannte Gesichter den Berg herunter einem entgegen kommen sieht. Nun ja, wir haben es natürlich bis zur Abtei oben geschafft und uns gefragt, weshalb wir uns das jedes Mal wieder antun. - Einfach, weil es schön ist. Oder auch, weil es in dem herbstlichen Laubwald sowas von würzig roch. Ein undefinierbarer Duft, aber so, dass ich ihn mir am liebsten in eine Schachtel  zwecks späterer Inhalation gesperrt hätte.

Die Strecke abwärts von Mariawald ist nach mehreren Regentagen etwas mit Vorsicht zu genießen. Wenn das Profil der Schuhe mit genügend feuchter Erde verklebt ist, taugen sie zu Gleitschuhen, man kann seinem Mitwanderer dann getrost Ski Heil wünschen und einen Abrutsch wagen. Das ist jetzt etwas übertrieben, aber ein wenig Vorsicht war schon geboten, wollte man mit dem Hinterteil nicht im Matsch landen. Im Tal angekommen, ging es dann noch vorbei am Wasserkraftwerk von Heimbach, einem alten Jugendstil-Gebäude, das man auch besichtigen kann. Dies haben wir jedoch nicht getan sondern sind dann an dem Staubecken von Heimbach entlang wieder zum Ort zurück gegangen, von wo aus uns die Rurtalbahn zurück nach Düren und mich die Deutsche Bahn von Düren  zurück nach Aachen brachte.

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