Archive for the ‘Allgemein’ Category

Nachruf

Mittwoch, Februar 6th, 2008

Ich hätt‘ es mir ja denken können. Kaum war dieses Pärchen den kalten Deutschland in den sonnigen Süden entflohen, beschloß es gleich, den Lebensabend im schönen Spanien zu beschließen und sich nach ein wenig Rumdruckserei von meinen Füssen zu trennen und diese ihrem Schicksal zu überlassen. Aber was wollte ich machen, ich wollte ihrem Glück nicht im Wege stehen. Lange waren wir ja die besten Freunde, die beiden haben mich und meine Füsse eine lange Wegstrecke begleitet. Doch jetzt, im Alter, wurden die Gebrechen doch häufiger, auch sie mußten dem Alter ihren Tribut zollen.

Sie merkten, wie gut die Sonne ihnen tut und wußten, wir wollen in Spanien bleiben und viel am Pool liegen. So soll es dann wohl sein, ich werde, wie auch meine Füsse, ihre Freundschaft vermissen, sie haben meinem Leben Halt gegeben, aber sie haben sich jetzt ihre Ruhe verdient, ich muß wohl neue Freunde finden….

WFE Wanderplan 2008

Mittwoch, Januar 23rd, 2008

Die Wanderungen finden einmal monatlich statt, die Strecke ist immer ca. 15 Kilometer weit. Es sind Streckenwanderungen, zu deren Startpunkt man in einem gemieteten Bus gebracht wird, und von deren Endpunkt man natürlich auch wieder abgeholt wird. Treffpunkt ist jeweils am Eilendorfer Markt, Von-Coels-Straße. Abfahrtszeitpunkt 10 Uhr. An den Wanderungen kann jeder ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Wanderungen enden jeweils mit der Einkehr in irgendeinem Café.

 Wanderplan im Adobe Acrobat Format

 

Wandern mit WDR5

Dienstag, Oktober 23rd, 2007

Wie passend zu meiner Wanderung vom letzten Samstag…
Da ich häufig Radio höre, und da meist den Sender WDR5, hörte ich heute von einer Wanderung, die der Sender am kommenden Sonntag, dem 28.10.2007, veranstaltet. Es geht in den einzigen Nationalpark von NRW in der Eifel, neben einer Wanderung  mit Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt wird auch die dort befindliche ehemalige "Ordensburg Vogelsang" aus der Zeit des Nationalsozialismus besucht. Das Gebiet, auf der diese liegt, wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Belgiern als Truppenübungsplatz genutzt und vor einigen Jahren wieder an Deutschland zurückgegeben. 

Hier der Link für an dieser Wanderung Interessierte:
http://www.wdr5.de/sendungen/sonderseiten/888805.phtml

Und hier noch ein Link zur Ordensburg Vogelsang:
http://www.lernort-vogelsang.de/

Ich war mittlerweile schon einige Male dort, habe sowohl an Führungen auf Vogelsang wie auch im Nationalpark teilgenommen und kann es nur empfehlen.

The Long Walk

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Für die, die wie ich jetzt endlich auch, DSL haben, hier ein kurzes Video von einem meiner Spaziergänge rund um Brand. Die Hintergrund-Musik ist von Peter Gabriel.

„Wilde Eifel“ – TV-Tipp

Freitag, Oktober 5th, 2007

Freitag, 5.10., 21 Uhr WDR3:

Unter den deutschen Mittelgebirgen nimmt die Eifel einen herausragenden Platz ein: Grandiose Felsformationen mit geheimnisvollen Fledermaus- und Eishöhlen und gespenstisch anmutenden Leuchtmoosen erheben sich über tiefen Waldschluchten mit idyllischen oder tosenden Gebirgsbächen. Spektakuläre Wasserfälle stürzen zu Tal und tauchen den Wald in mystischen Nebel.

Allgegenwärtig ist die besondere geologische Vergangenheit. Zahlreiche stillgelegte Lavabrüche sind zu Paradiesen aus Menschenhand geworden.“

Wandern anno 1952

Mittwoch, September 26th, 2007

Wieder einmal ein Schatz, den ich in einem Karton auf dem verstaubten Speicher meines Elternhauses gefunden habe. Eine Postkarte meines Vaters an meine Schwester. Ich war noch lange nicht geboren, auch mein nächstälterer Bruder wohl nicht. Und sowohl Pappa, Onkel Hubert und die Tante leben leider nicht mehr.

Doch gewandert wurde auch damals!

„Liebe kleine Monika!
Heute früh ist der Onkel Hubert heimgefahren.
Geh nur mal ins Geschäft, dann wird er Dir viel
erzählen. Der Pappa bleibt noch bis zum Samstag
hier. Dann fährt er auch nach Augsburg. Stell Dir
vor, hier regnet es ordentlich. Dafür kann man
viel schlafen. Gehst Du auch jeden Mittag brav
ins Bett und rufst nicht immer? Spielst Du
viel mit dem Gregor? Was macht der Wolfgang?
Folgst Du der Mamma? Dann bring ich Euch auch
etwas schönes mit! Gestern war ich mit dem Onkel
Hubert auf einem ganz hohen Berg. Den ganzen
Tag sind wir gelaufen und heute haben uns
davon die Beine wehgetan. Wenn Du groß
bist, dann nehm ich Dich auch einmal mit.
Grüß mir Mamma, Gregor, Wolfgang und
die Tante. Ich freue mich, wenn ich Dich wiederhabe
Dein Pappa“

Grenzgänger

Dienstag, September 25th, 2007

Die letzten Tage waren ja wirklich noch einmal ganz schön. Ich bin an denen natürlich zuhause geblieben. So ist das manchmal, man hat gearbeitet und gearbeitet und dann hat man zwei Wochen frei. Dann muß man erst einmal ein bis zwei Tage in Lethargie verfallen, ehe man sich wieder aufrafft. Also mir geht das meist so. Ich schaue raus, sehe die Sonne, ärgere mich und bleibe zuhause. Erst am Sonntag, im späten Nachmittag, habe ich mich zu einem Spaziergang (ohne Wanderschuhe aufgemacht. Über den Vennbahnweg, die stillgelegte Zugstrecke, die für Fahrradfahrer, Inliner und, wenn sie daneben noch überleben können, Fußgänger aufgemotzt wurde.Da bin ich dann von Brand bis Aachen drauf gegangen. Eine ganz schöne, nicht zu lange Strecke.

Dann kam der Montag, ich hatte eine etwas längere Strecke geplant. Von Brand bis Vaals an der holländischen Grenze. Ein 23 Kilometer Weg, um mir da einige der leckeren Honigkuchen kaufen zu können. Das Wetter war prächtig, wolkenloser Himmel, und meine neue Regenhose holte ich aus dem Rucksack, auch keine Regenjacke nahm ich mit. Ich wollte die (abgewandelte) Redensart: „Genäßtes Kind scheut den Regen“ nicht wahr werden lassen, ließ die Regensachen zuhause und sprang so über meinen Schatten, obwohl ich genau an der Stelle vorbeikam, an der ich letzthin auf meinem Weg nach Raeren klatschnaß geworden war. Ein kurzärmliges Hemd mußte reichen, die Temperaturen waren sehr angenehm, aber mir blies anfangs eine recht stürmische Herbstbriese engegen. Eien guten Stundenschnitt in Sachen Geschwindigkeit konnte ich so nicht erreichen, ich ging über Kilometer nur gegen den Wind. Von Brand ging es nach Hitfeld, dann in den Aachener Wald,.

Noch im offenen Gelände sah ich, dass der Wind auch ein paar Wolken mitbrachte. Und die Wolken wurden mehr. Und wozu hatte ich eigentlich seinerzeit die Regenhose gekauft? Es fing nur leicht an zu tröpfeln, und ich war froh, dass meine Strecke viel durch Wald ging an diesem Tag. Bald hate ich an „Grüne Eiche“ meinen ersten Grenzübertritt. Insgesamt sollten es an diesem Tag, auf nur einer Wanderung, sechs Grenzüberschreitungen werden. Jetzt ging es also erstmal nach Belgien rein. Diesen Teil der Strecke kannte ich noch von einer der letzten Wanderungen. Bald kam ich an eine kurze, unbekannte Passage, wo ich nach eine recht idyllische Stelle an einem kleinen Waldteich entdeckte. Kurz danach ein Wegstück, was ich wieder zurückgehen mußte, weil die Wanderkarte einen Weg ausgewisen hatte, der mal Forstweg gewesen war und jetzt zugewachsen war. Dann kam ich wieder auf bekanntes Terrain, vorbei an den Zyklopensteinen, zweite Grenzüberschreitung wieder nach Deutschland, hundert Meter am Buchen-Grenzwall vorbei und wieder rüber nach Belgien, dritte Überschreitung. In Belgien ging es jetzt ca. 300 Meter auf der Straße weiter, vorbei am ehemaligen Grenzübergang, vierte Überschreitung wieder nach Deutschland. Der Himmel war schon dunkler. Jetzt weiter durch den Aachener Wald. Ich kam über einen schmalen Pfad zum wiederholten Male zum höchsten Punkt im Aachener Wald am „Pelzerturm“, der nur noch aus einigen großen Wackersteinen auf dem Boden besteht. Hier hoch muß man eigentlich nicht, aber das lasse ich mir nie nehmen, wenn ich schon mal in der Nähe bin. Gut, daß Bäume Blätter haben. Und gut, dass diese Regen abhalten. Und schlecht, dass ich nicht nur Regenhose, sondern auch Regenjacke weggelassen hatte. Die einzigen Pausen, die ich auf dieser Wanderung machte, waren die, um unter dichten Blätterdach einen Schauer abzuwarten. Aber es ging weiter, nur wenige Fußgänger waren unterwegs. Die jedoch hatten Jacken an oder Schirme dabei. Ich hatte ein kurzärmliges Hemd.

Aber es ging weiter, Den größten Teil hatte ich ja schon geschafft, bis Vaals war es nicht mehr so weit. Vorbei am „Mulleklenkes“ dem Radio-Sende oder Empfangsturm, ich weiß nicht, wie man den nennt, und dann auf das Stück zum „Dreiländerpunkt“. Ach ja, ich war schon wieder in Belgien, fünfte Grenzüberschreitung. Und dann kam da diese lange, gerade Wegstrecke mit „Schößlingen“, so will ich es mal nennen. Vorher war ein ziemlich dichter Blätterwald über mir, hier nicht. Und da ging der Regen so richtig los. Fast so wie damals…. als ich mir überlegte, dass eine Regenhose vielleicht nicht schlecht wäre. Nun ja, ich wurde wieder klatschnaß und beneidete diese paar Spaziergänger, die da mit ihren Jacken und Schirmen unterwegs waren. Jetzt bloßß noch schnell eine Grenzüberschreitung. Und dann hatte ich es naß bis nach Vaals geschafft. Immer ganz knapp an der holländischen Grenze entlang, die ich aber, wie ich nachher auf der Karte sah, so gerade nicht überschritt. (Also zum zweiten Mal fast nach holland). Da war ich nun in Vaals. Auf Honigkuchen hatte ich jetzt auch keine Lust mehr, ich wollte nur noch in den Bus und nach hause. Dabei hätten 100 Meter gerecht. Dann wäre ich sowohl in Holland gewesen und in dem Geschäft, wo es die leckeren Teile gibt. Aber ich stieg nur noch in den zum Glück gerade da stehenden Bus ein, gönnte mir den als Belohnung im Rucksack gebliebenen Pullover und fuhr heim in die Badewanne.

Belgisches Kartenspiel

Montag, August 20th, 2007

Wer sich mit dem Gedanken trägt, häufiger einmal das „Hohe Venn“ zu besuchen,  tut gut daran, sich eine Wanderkarte von diesem Gebiet zu besorgen.  Eine empfehlenswerte Karte ist die unten abgebildete. Erhältlich ist sie zum Beispiel direkt in Aachen bei der „Maayrischen Buchhandlung“ oder im Informationszentrum zum Hohen Venn in Boutrange. Fast das gesamte Venn wird abgedeckt, mit allen kleinen und großen Wegen. Zusätzlich sind   Gebiete farblich gekennzeichnet,  in denen Verbote für das Betreten dieser Zonen bestehen. So gibt es eine Zone, in der man nur auf bestimmten markierten Wegen gehen darf, andere, in die man ohne einen Führer überhaupt nicht gehen darf. Manche Gebiete sind auch zu bestimmten Jahreszeiten nicht zugänglich. Die Karte gibt darüber aber  genaue Auskunft. Auch im Informationszentrum in Boutrange wird man über Beschränkungen und den Gebrauch der Karte  gut beraten. Die zweiseitige Karte hat den Maßstab 1:25000.

Ich besitze noch ein weiteres Kartenwerk, bestehend aus vier Karten, die jeweils ein Teilgebiet des Venns enthalten. Diese Karte enthält für die Gelände-Beschriftung die wallonischen Bezeichnungen. Die Karten haben den Maßstab 1:10000. Die einseitigen Karten haben auf den Rückseiten Beschreibungen über Sehenswürdigkeiten und landschaftliche Besonderheiten. Mangels Französisch-Kenntnissen nützen mir diese leider wenig.  

Und mittlerweile erscheinen doch einige Karten aus dem ansonsten etwas stiefmütterlich behandelten Grenzgebiet. Der Bereich Ostbelgien bringt in letzter Zeit einige, schon lange angekündigte, aber nie erschienene Karten an. Die Serie umfasst insgesamt 6 Karten, von denen mindestens 4 bisher lieferbar sind, die ich mir auch gleich im örtlichen Buchhandel (Mayrische Buchhandlung, Tourist-Information Aachen oder Eupen) besorgt habe. Neben der Karte „Hohes Venn“ besitze ich noch die 3 unten abgebildeten.

 

Die gesamte Serie umfasst:
          Hohes Venn
          Eupener Land und Geultal
          Am Fuße des Venns
          Rund um den See von Büttgenbach
          St. Vither Land und oberes Ameltal
          Burg-Reuland Ouren-
      Das Ourtal im Dreiländerblick

 

 

Zum Wild werden

Freitag, August 3rd, 2007

Das Wetter hat wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Wildfreigehege Hellenthal weigert sich standhaft, uns zu empfangen. Und dabei wollten wir es diesmal wirklich wissen. Obwohl die Wettervorhersagen wie jedes Mal nichts Gutes erwarten liessen, hatten wir uns dennoch dazu entschlossen, auf jeden Fall dorthin zu fahren. Das Wetter entwickelt sich ja oft im Laufe des Tages doch noch zum Besseren. Tat es aber nicht. Die Hinfahrt war schon eine Regenfahrt, und zur Besserung unserer Laune trug auch nicht bei, dass wir in eine Radarfalle hineingerieten, obwohl meine Kollegin als Tochter eines Fahrlehrers eine ansonsten vorbildliche Verkehrsteilnehmerin ist. Aber der Ärger und die Ge3schwindigkeitsüberschreitung hielt sich zum Glück in Grenzen. Das Wetter war dann in Schleiden jedenfalls nicht dazu angetan, dass wir eine längere Tour über matschige Waldwege gehen mochten. So mußte erneut das Alternativ-Programm greifen: Suchen eines Geocaches innerhalb des Ortes Schleiden. Gesucht haben wir dann trotz Regens, aber gefunden haben wir den Cache leider nicht. Eine der Aufgaben, die uns zum Ziel führen sollten, konnten wir leider nicht lösen, obwohl wir an der betreffenden Stelle sicher eine halbe Stunde nach einer Lösung gesucht haben. Also wurde auch diese Aktion ein Reinfall.

Doch es sollte noch dicker für mich kommen. Alternative 2 unseres Wochenendplans kam zum Einsatz. Ich wollte meinen Beitrag zur Wanderung, für das leibliche Woh zu sorgen, nicht umsonst zuhause gebraten haben. Leckere Zucchini-Frikadellen, deren Zubereitung meine Küche am Vorabend wieder ins Chaos gestürzt hatte. Also simulierten wir eine „Rast“, die wir an dem schönen Rursee in Rurberg vollzogen. Das Wetter hatte sich miittlerweile etwas gebessert, eine Bank am See konnten wir nach dem trockenwischen doch schon zum sitzen nutzen. Nach dem Essen machten wir dann noch einen Verdauungsspaziergang am See entlang, an diesem mißglückten Regentag waren nur wenige Leute unterwegs, der See ist ansonsten ein Touristen-El Dorado für Deutsche und Niederländer. Doch nach dem Spaziergang kam dann noch mein sportlicher Niedergang: Wir spielten eine Partie Minigolf. Gegenüber Nicole bin ich dabei mit wehenden Fahnen untergegangen, bei Hindernissen, für die sie ein oder zwei Schläge brauchte, gab ich mich nicht mit unter sechs Schlägen und einem zusätzlichen Strafpunkt zufrieden. Es war eben einfach nicht mein Tag, aber das Leben muß weitergehen. Und so lassen wir uns nicht weiter entmutigen, sondern werden auch dereinst wieder versuchen, in den Wildpark Hellenthal zu kommen. Der Condor wartet schon auf uns.

Ihr letzter Gang

Sonntag, Juli 29th, 2007

Seit dem Jahre 2003 haben sie mich nun schon treu begleitet. Sie schauten mich damals traurig an und gewannen mich, obwohl sie schon 41 waren, gleich für sich. Unsere erste gemeinsame Reise führte uns in die Schweiz Viele Kilometer gingen wir schweigsam, in Gedanken versunken, über einsame Bergwege und durch enge Schluchten. Hier entdekten wir unsere gemeinsame Liebe für lange Spaziergänge und Wanderungen. Mehrere Jahre haben wir nun unser gemeinsames Hobby gepflegt.

Doch in letzter Zeit merke ich, dass es nicht mehr so ist wie früher mit uns. Die beiden haben nicht mehr das Profil, das sie am Anfang für mich hatten, ihre Haut ist spröde und rissig geworden. Ich weiß wir drei hatten eine schöne Zeit zusammen, aber ich glaube nun, dass es besser ist, wir trennen uns. Es war schön mit euch, aber es ist besser, ihr geht jetzt. Ich werde euch nie vergessen, und ihr sollt wissen, kein Paar wird mehr so sein wie ihr…..