Archive for the ‘JOMAs Wege’ Category

Burg Raeren

Dienstag, September 4th, 2007

Wie so oft in den letzten Wochen war das Wochenende der vom Wetter begünstigste Abschnitt der Woche. So war auch der letzte Samstag ganz passabel, und ich konnte meine geplante Wanderung zur Burg Raeren antreten. Ohne Regenschutz loszuziehen, wäre allerdings grob fahrlässig gewesen. Und so ereilte mich auch ein Wolkenbruch übelster Art, als ich gerade einmal einen Kilometer von meiner Haustür weg war. Und da war kein Baum in der Nähe, keine Autobahn-Unterführung zum unterstellen. Eine geeignete Unterführung hatte ich gerade einige hundert Meter vorher passiert, diese hatte ich bei einem Wolkenbruch vor zwei Jahren einmal in Anspruch nehmen dürfen. Damals hatte ich keine Regenjacke dabei, kam mehr oder minder zufällig zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle an. – Nun ja, der aktuelle Regenfall war zum Glück nicht allzu lange, aber heftig. Da der Regen ziemlich schräg runterkam, wurde ich nur halbseitig unter Wasser gesetzt, ein Hosenbein war klatschnaß, das andere blieb einigermaßen unbehelligt. Und oben schützte mich ja die Regenjacke. Ich war eigentlich noch nah genug an meinem Startpunkt, um doch wieder zurückzukehren, aber ich habe mich nicht entmutigen lassen und bin weiter gelaufen.

Meine Strecke, teils durch Deutschland, teils durch Belgien, war auf 21 Kilometer konzipiert. Durch kleinere Verlaufer sind dann am Ende 26 Kilometer draus geworden. Und fast wäre ich, freiwillig, auf über 30 Kilometer gekommen, hätten mir nicht wieder zeitliche Erfordernisse einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich mußte nämlich noch vor Ladenschluß den Discouter meines Vertrauens erreichen, da ich noch einige Kleinigkeiten zum essen und trinken einkaufen wollte. Es wäre zu spät geworden, hätte ich die letzten Kilometer auch noch zu Fuß gemacht, also nahm ich den Bus bis zuhause.

Die Wanderung an sich war interessant, wenn auch von der Bodenbeschaffenheit nicht immer sehr schön, da vor allem in Belgien der Anteil an Asphalt etwas zu hoch war. Und so etwas spüre ich am Ende immer ganz schön in den Knochen, weicher Wald- oder Wiesenboden hat fürs zu Fuß gehen natürlich eine ganz andere Qualität. Dieser Nachteil wurde aber dadurch aufgewogen, dass ich wieder einmal in eine Ecke kam, wo ich ansonsten kaum einen Fuß hingesetzt habe. Und jedesmal, wenn ich an solche Stellen komme, die gar nicht weit von zuhause sind, die man aber dennoch nicht kennt, denke ich: „Und auch hier leben Menschen!“ Kleine Nester irgendwo auf dem Lande, und überall leben Leute und halten diesen Fleck vermutlich für den Mittelpunkt der Welt. Und gerade in Belgien baut sich jeder seinen eigenen kleinen Mittelpunkt, denn die belgischen Häuser sind von ihrer Bauart her sehr individuell, keines sieht aus wie das andere,. Wenn die Häuser auch nicht unbedingt sehr schön sind, sie sind jedenfalls „anders“. Da ist in Deutschland eher alles „aus einem Guߓ ,oder eher, langweilig.

Ich ging jedenfalls viel durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet, ein Highlight der Tour hatte ich vorher zuhause auf der Landkarte ausgemacht, die „Burg Raaf“. Als ich dann schließlich dort vorbei kam, war ich wirklich swchon dran vorbei. Ich war bereits einen halben Kilometer zu weit gelaufen, die Burg war mir entgangen. Und entging mir weiter. Ich ging nämlich an die Stelle zurück, an der es von der Straße zur Burg abgehen sollte, aber zu sehen war nichts ausser einem geschlossenen Weidezaun, hinter dem irgendwo in einer Baumgruppe versteckt so etwas wie eine Burg oder ein Gutshof schlummern mußte. Die sogenannte Burg entzog sich jedenfalls vollständig jedem Blick. Ich habe nachher im Internet wohl ein Foto gefunden, was aber auch eher einem „Erlkönig“-Bild entsprach, wie man es von noch geheimzuhaltenden Automodellen kennt. So blieb mir also auf meiner Wanderung nur Burg Nummer Zwei, die „Burg Raeren“. Also ging ich an versprengten Ortsteilen von Eynatten vorbei, kam durch das Örtchen Berlotte, wo in einer Mini-Kapelle gerade eine Hochzeit zelebriert wurde und erreichte zu guter Letzt den Ort Raeren, das eigentliche Ziel meiner Wanderung. Der Ort Raeren selber ist ein altes, gewachsenes Örtchen, welches flächenmäßig recht groß ist Es gab viele kleine und größere Bruchsteinhäuser und Bauernhöfe zu sehen, aber am hervorstechendsten ist natürlich die Burg Raeren. Eine vollständig restaurierte Burg, wo ich an diesem Samstag schon meine zweite Hochzeit mitbekam. Auch hier wurde wie in Berlotte gehochzeitet. In der Burg ist ein Töpferei-Museum untergebracht, Raerener Keramik blickt auf eine alte Tradition zurück, die Waren wurden früher in alle Welt exportiert. Wer sich dafür interessiert, sollte sich einmal auf der Webseite des Töpferei-Museums umsehen. Ich habe mir das Museum nicht angesehen, ich interessiere mich nicht für derartige Dinge, ich habe mich einzig mit der Dame an der Kasse über das Wetter und das dargebotene Broschüren-Material unterhalten. Ansonsten habe ich nur einige Fotos der Burg gemacht und bin dann weiter gezogen.

Burg Raeren

Jetzt sollte der interessanteste Teil der Wanderung kommen, eine Strecke ohne festen Weg über Weideflächen, bei denen die Durchgänge zwischen den Feldern durch Drehkreuze möglich waren. Dass es diese Wiesenwege gab, hatte ich schon bei meiner letzten Wanderung, die mich durch Raeren geführt hatte, gesehen. Nur den Punkt in Raeren selber, von dem ich auf die Felder und die „virtuellen“ Wege kommen sollte, kannte ich nicht. Bald jedoch hatte ich den ersten Durchgang gefunden und ging zügig über eine eingezäunte Rasenfläche. Irgendwann war da aber Ende, man kam nicht weiter. Offensichtlich hatte ich nicht die richtige Stelle erwischt, mußte zurück. Am Ausgangspunkt wieder angekommen, fragte ich eine ältere Dame mit Lockenwicklern, die aus dem Bauernhaus kam, wo es denn lang ginge. Die vermeintliche Bäuerin wußte jedoch nichts, meinte, es gebe keinen Weg, nur die Straße. Das mochte die Bäuerin ja glauben, ich jedoch nicht. Ich ging also noch einmal ein Stück zurück Richtung Burg und fand den Einstieg zu den Wiesen. Große Wiesen, und es war nicht zu sehen, welche Richtung zu nehmen sei. Gut, dass mein GPS mir den Punkt anzeigte, wo ich ankommen mußte, jetzt mußte ich nur noch die Stellen finden, an denen ich zwischen den Zäunen durchkommen mußte. Da ich so schlecht sehe, kann ich das nämlich nicht sehen, ehe ich nicht an der Stelle angekommen bin, also immer ein wenig ein Blindflug. Ich dachte aber, irgendwelche Orientierungspunkte müsse es doch geben, und so hielt ich einfach auf einen einsamen Baum zu, der irgendwo mitten auf dem Feld war. Und das war genau richtig. Ich brauchte diese Richtung nur immer bis ans bittere Ende beibehalten, und wirklich kam ich nach einigen Feld-Übergängen an meinem Wunsch-Ziel aus. Herrlich!

Baum-Wegweiser

Der nächste Teil der Strecke war mir dann bekannt, ich war ihn kürzlich erst gegangen. Nur beim letzten Teilstück habe ich mich ordentlich verhaspelt, weil ich einmal zu lange nicht auf mein GPS geschaut hatte und in eine falsche Richtung ging. Das brachte mir dann zu guter Letzt noch zwei bis drei Zusatz-Kilometer ein. Aber kein Kilometer ist ein verlorener Kilometer, denn ich lerne immer wieder neue Flecken dabei kennen, an die ich sonst im Leben nicht geraten würde. Und so kam ich wohlbehalten wieder zuhause an, und nach einem Bad und dem einreiben der Beine mit der fantastischen „Allgäuer Latschenkiefer“-Creme mit ihrer belebenden Wirkung lebte ich wieder.

Nicht weit von Brand

Montag, Juni 4th, 2007

 Am letzten Samstag war wieder einmal eine „Eigenkreation“ in Sachen Wandern fällig. Da ich vor dem Wochenende nichts geplant hatte, begnügte ich mich mit einer Hausroute, ausgehend von meiner Wohnung. Dies bedeutet dann zunächst einige Straßen über Asphalt, ehe ich im Grünen lande. Ich hatte mir diesmal noch einmal meine Wanderung Nr. 5 ausgesucht, die am ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz in Brand, mittlerweile ein Naturschutzgebiet,  beginnt, und dann durch ein Stück Indetal führt, weiter nach Eilendorf, Stolberg Atsch und Stolberg Münsterbusch führt. Vorbei an den „Katzensteinen“ endet die Tour dann wieder am Ende des Ex-Standortübungsplatzes.


Über den ehemaligen Truppenübungsplatz

Die Fotos zeigen, dass es auch im direkten Umfeld um Brand schöne, verträumte Ecken gibt. An diesem Tag tat die im Indetal grasende Schafherde ihr Übriges zu dem beschaulichen Charakter der Wanderung, aber auch ohne Schafe bieten einige schöne Stellen und mehrere Überquerungen der Inde eine abwechslungsreiche Wanderung.


Schafe im Indetal


An der Inde

P.S.: Siehe auch die Korrekturen im Kommentar von H. Diestel!

Eig-06 in GoogleEarth

Donnerstag, Januar 18th, 2007

Eig-06 – „Buschmühle, Atsch und Münsterbusch“
Den Verlauf dieser Wanderung kann man sich jetzt auch im Programm GoogleEarth anschauen, voraussgesetzt, das Programm ist installiert. GoogleEarth verwendet zur Darstellung von Strecken und Punkten entweder .KML oder die komprimierte Form .KMZ Dateien. So eine Datei ist hier für Eig-06 beigefügt, man muß sie auf die eigene Festplatte herunterladen und dort per Doppelklick starten oder aus dem schon geöffneten GoogleEarth heraus. Ein sofoertiges Öffnen der Datei aus dem Internet Browser heraus funktioniert, zumindest bei mir, nicht.

Die Ansicht über GoogleEarth eignet sich vor allem, um eine schon gegangene Strecke nachher am Bildschirm noch einmal visuell nachzuvollziehen. 

Und hier die Strecke:
Buschmühle, Atsch und Münsterbusch“

 

Eig-02 – Die Klause

Montag, Oktober 23rd, 2006

Brand – Varnenum – Kornelimünster

Dieser Beitrag hat nicht unbedingt mit der Wanderung selber zu tun,, aber  ein Teil der Strecke, namlich der durch die „Klause“, ist Gegenstand eines interaktiven Foto-Projektes, das ich vor einigen Jahren einmal in der Klause  gemacht habe. Es ist vielleicht ein wenig skurri und düster, das Ganze wurde durch einen Film inspiriert, den ich einmal im Kino gesehen habe, das „Blair Witch Project“. Es dauert schon eine Weile, bis mal alles gesehen hat, was ich dort an Fotos verstekct habe, die meist undeutlich und verwischt sind, wa aber auch meine Absicht war. Man muß mit dem Mauszeiger immer über den Bildschirm fahren, um die  die zu aktivierenden Stellen innerhalb der Fotos zu finden, die einen weiter bringen. – Und wie findet man nun das „B.W. Project“ überhaupt? Das Foto, welches auf der Seite der Wanderung „Eig-02“ ist, einfach anklicken. Und schon verliert man sich in den Tiefen der Klause und findet nicht mehr heraus.

„JOMAs Wege“

Freitag, Oktober 20th, 2006

Herzlich willkommen!

In dieser Kategorie “JOMAs Wege” möchte ich alle Arten von Informationen aufnehmen, die sich mit den von mir erdachten und für gPS aufbereiteten Wanderungen beschäftigen.  Dies können zusätzliche Beschreibungen zu Touren sein, Fotos, die während einer Wanderung gemacht wurden oder Anmerkungen darüber, ob die Beschreibungen mit der Realität im Gelände übereinstimmen.Ich bekäme hier auch gerne ein Feedback von Anderen, die einen meiner Wandervorschläge aufgegriffen haben und eine der Strecken nachgewandert sind. Ohne ein Feedback ist die Rubrik „Wandern mit GPS“ sonst „für die Katz'“

JOMA