Archive for the ‘Hohes Venn – Eifel’ Category

Komp-32

Dienstag, Juni 5th, 2007

Das Wildfreigehege Hellenthal und seine Greifvogel-Vorführung sollen wohl einfach nicht sein. Nachdem die Tour am Wochenende vorher schon wegen des Wetters ausgefallen war, fiel sie diesmal wegen einer Bänderdehnung der Dauermitwanderin aus. Aber irgendwann wird das schon noch werden. Dennoch kam es vergangenen Sonntag noch zu einer größeren Tour. Mit Halina, einer weiteren ambitionierten Luftschnapperin, ging es ins belgische Hohe Venn.

 

 Die Strecke war die Tour Nr. 32 aus dem Kompass Wanderführer „Hohes Venn – Eifel“. Für diese Tour brauchte ich zunächst einmal eine Karte, die ich in meinem GPS-Empfänger verwenden konnte. Denn die Wanderskizzen aus dem Kompass-Buch sind nur bedingt zu verwenden, bis auf ein paar kurvige Schlenker ist darauf nicht viel zu erkennen. Bringt man die Schlenker jedoch in Deckung mit einer ordentlichen Wanderkarte, läßt sich die Strecke doch recht gut übertragen. Aber Arbeit war es schon, da ich die Papierkarte zunächst einscannen und dann für das GPS-Gerät einmessen mußte.

 

 Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, die Beschreibung im Wanderführer weniger. An manchen Stellen verliert sich der Autor in verwirrenden Details, die nicht mal unbedingt den örtlichen Realitäten entsprechen, an anderen Stellen schweigt er sich über die Strecke kilometerlang aus. Das mag jetzt leicht übertrieben sein, aber es verhält sich mit diesem wie mit den meisten Wanderführern. Man braucht eine gewisse Kreativität und Phantasie, um sie richtig zu deuten. Die Essenz aus dem Geschriebenen zu ziehen, ist nicht immer einfach. Doch hier gelang es: Man brauchte sich eigentlich nur den einzigen Satz des Autors zu merken: „Wir wandern den Rundweg entlang dem Wanderzeichen ‚Grünes Rechteck'“. (sinngemäß). Richtete man sich danach, gab es eigentlich kein Vertun. Denn die Belgier hatten diesen Weg wirklich perfekt ausgeschildert, was in dem Gebiet Hohes Venn aber auch zwingend erforderlch ist, denn es ist wenig ratsam, sich im Moor, das Hohe Venn ist ja ein Hochmoor, zu verirren.

 

 Die Wanderung beginnt zwischen Eupen und Malmedy, bei Baraque Michel. Von dort aus geht es auf ener sehr abwechslungsreichen Strecke teils über weiche Waldwege, teils über feste landwirtschaftliche Wege am Vennrand entlang, teils über Holzstege mitten durchs Venn. Der Autor empfiehlt bei Nässe, Gummistiefel zu tragen, was ich nicht unterstreichen mag. Feste, hohe Schuhe reichen völlig, auch wenn man ab und an in ein Schlammloch tritt. Zum Teil geht es über ganz enge, verschlungene Wege, an Bachläufen entlang oder durch Fichtenwald, aber die Wege sind überall klar zu erkennen und das grüne Wanderzeichen zeigt einem, dass man hoffentlich richtig geht. Einer der Höhepunkte ist das Naturdenkmal „Die sechs Buchen“, eine Gruppe von bis zu 300 Jahre alten Buchen, die unvermittelt plötzlich mitten in einem Meer von Fichten auftauchen. Die einzigen Laubbäume weit und breit, und sie sehen durch ihre vermooste Rinde aus wie aus einem Zauberwald. Eine schöne, einsame Stelle, die zu einer Rast einlädt.

 

 Danach geht es dann weiter zu einer weiteren bekannten Stelle im Venn, dem „Kreuz der Verlobten“. Dieses Kreuz steht an einer Stelle, wo man vor vielen Jahren eine Braut im Brautkleid gefunden hatte. Mit ihrem Zukünftigen waren sie seinerzeit durchs Venn gewandert, um in einem (mir jetzt nicht bekannten) Ort ihre Hochzeitspapiere einzureichen und zu heiraten. Bei schlechtem Wetter, mitten im Winter, hatten sie sich verirrt. Die Braut wurde irgendwann von einem preußischen Zöllner an dieser Stelle gefunden, den Bräutigam fand man erst Jahre später einige Kilometer weiter im Venn. Auch er hatte sich noch weiter im Venn verirrt und dort den Tod gefunden. Eine traurige, wahre Geschichte, wenn auch schlecht von mir erzählt.

 

 Vom Kreuz der Verlobten ist es nun nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Wanderung, das letzte Stück geht es über endlose Holzstege mitten durchs „Große Venn“. Am Ende der Wanderung sollte man sich im Restaurant Baraque Michel noch etwas Gutes gönnen, entweder etwas zu essen oder ein leckeres „Leffe brun“. Anscheinend kann man dort auch irgendein besonderes Brot kaufen, jedenfalls kamen an diesem Sonntag alle paar Minuten Leute mit Broten aus dem Etablissement.
Die Wanderung war landschaftlich und streckenmäßig in jedem Fall eine Empfehlung, das GPS war an einigen Stellen eine gute Hilfe, wenn man sich trotz der guten Ausschilderung manchmal nicht ganz sicher über die weitere Richtung war. Denn auch die ansonsten gute Wanderkarte wies an einigen Stellen gewisse Abweichungen vom realen Velauf der Wege auf.
 

Komp-56

Montag, Mai 21st, 2007

 Urft, Steinfeld und so weiter
Das Wetter entwickelte sich prächtig. Nachdem wir bei bewölktem Himmel ehr mit Regen rechnen durften, riß am Freitag Nachmittag der Himmel auf und die Sonne schien. Der bis dahin getragene Pullover wurde jetzt eher lästig. So war die Wanderung vom Wetter her schon ein Erfolg.

Doch auch die Strecke war sehr schön. Wir starteten am Bahnhof in Urft und hatten zunächst eine größere Steigung bis Steinfeld vor uns. Allerdings war diese Steigung nicht so schlimm, wie die Beschreibung im Kompass-Wanderführer glauben machen wollte. Auf diesem ersten Teilstück sah mal allerdings schon Spuren des sturms, der auch in diesen Wäldern eine Woche zuvor gewütet haben mußte. In Steinfeld angekommen, war der Besuch in der Kloster-Basilika natürlich Pflicht. Steinfeld ist eigentlich auch nicht viel mehr als das Kloster Steinfeld, in dem auch eine Internats-Schule untergebracht ist. Die Basilika glänzt mit viel barockem, vergoldetem Zierat und einer prächtigen, vor nicht allzulanger Zeit restaurierten Pfeifenorgel. Wer mehr über Steinfeld wissen möchte, sollte das Internet befragen. Bald war auch die Pension gefunden, in der ich in meiner Kindheit mit meinen Tanten gastiert hatte.Sogar das Zimmer, in dem ich damals geschlafen habe, stach mir wieder ins Auge. Dann hörte es aber auch bald schon auf mit meinen Erinnerungen. Nur die unmittelbare Umgebung um Kloster und Pension waren mir noch im Gedächtnis geblieben, 200 Meter weiter entfernt war es mit den Erinnerungen zu Ende.


Die Predigt-Kanzel im Kloster Steinfeld

Im angrenzenden Wald versperrten uns noch einige Male umgestürzte Bäume den Weg, doch unser Scout, nennen wir ihn einmal Mister M., fand jedes Mal einen sicheren Weg, um diese Hindernisse zu umgehen. Danke, Mister M.! Weiter ging es talwärts bis auf die Höhe des Baches Urft, teils durch Wald, teils durch Wiesen. Danach folge wieder ein kleinerer Aufstieg in den ganz schönen Ort Marmagen. Das letzte Stück bis Marmagen hoch ging über Landstraße, allerdings sicher auf einem Bürgersteig. In Marmagen fanden wir dann eine ruhige Stellefür unsere Mittagspause, in der wir uns neben dem im Rucksack mitgebrachten Essen noch ein schönes Stück Hefe-Kirschstreusel schmecken ließen, das Kathi in einer Marmagener Bäckerei gekauft hatte. Die Bäckerin, die uns fragte, wie weit wir denn noch gehen wollten bzw. gehen müßten, gestand, dass sie, obwohl schon viele Jahre dort wohnend, erst ein Jahr zuvor mitbekommen habe, was es für schöne Fußwege in der Gegend gebe. Zuvor hatte sie ihre Gegend anscheinend nur mit dem Auto kennengelernt.


Durch die Wiesen im Urfttal

Von Marmagen aus ging es dann weiter nach Nettersheim. Sehenswert auf halber Strecke zwischen den beiden Orten war eine alte römische Tempelanlage, von der die Grundmauern restauriert worden waren. Wenn ich es richtig im Kopf habe, wurden dort als Göttinnen die Matronen verehrt, ich müßte jetzt nachgucken, um sicher zu sein. Auch in Nettersheim kann man Spuren der Römer finden, denn etwa hier begann eine römische Wasserleitung, die das gute Wasser mehrer Eifelbäche von hier bis Köln transportiert hatte. Viel war an dieser Stelle von der Wasserleitung nicht mehr zu sehen, nur ein kurzes Fragment von etwa zwei Metern ist vor einem naturkundlichen Museum aufgebaut. Zwar haben wir jetzt nicht so sehr viel von der Wasserleitung gesehen, aber es gibt noch viele weitere Reststücke der Römerleitung auf dem sogenannten Römerkanal-Wanderweg zu finden. Für uns ging es dann von Nettersheim wieder zurück Richtung Urft, unserem Ausgangsort. Vor der Heimfahrt liessen wir uns hier noch ein Bier schmecken, und das perlte so richtig.


Dieser Ausweichempfehlung von Max (Mister M.) wollten wir dann doch nicht fogen

Alles in allem ene sehr schöne, nicht allzu anstrengend Wanderung, wenn einem 18 Kilometer nicht zuviel sind.

Komp-09 Am Kermeter

Freitag, Dezember 29th, 2006

Kermeter – Urfttalsperre – Obersee – Rurtalsperre Schwammenauel

Zu dieser Wanderung hatten wir uns das denkbar schlechteste Wetter ausgesucht, einen Tag später hätte uns die Wintersonne verwöhnt. So wurde es ein Tag im Nieselregen, aber die gute Luft nach stickigen Weihnachtstagen im Haus tat dann doch sehr gut.

Es dauerte eine Weile, bis wir den richtigen Parkplatz auf der Landstraße zwischen Gemünd und Schwammenauel gefunden hatten. Der GPS-Empfänger war noch nicht aktiv und das Kartenmaterial brachte uns auch nicht weiter. Aber das war eigene Schuld, und nach zwei Wendemanövern waren wir dann doch am richtigen Parkplatz. Ob man, von Aachen kommend, aus Richtung Gemünd oder aus Richtung Schwammenauel kommt, ist streckenmäßig kein großer Unterschied.

Vom Parkplatz aus führen zwei Wege nach links talwärts, beide führen zum Ziel, aber derganz am Ende des Parkplatzes ist der richtige und die Strecke ist dadurch etwas kürzer. Wir haben jedoch schon dierste Abzweigung genommen. Wenn es etwas feucht ist, muß man wegen Rutschgefahr ein wenig aufpassen, es geht recht steil bergab. Ich hatte mir extra vom Wegesrand einen dicken Stock mitgenommen, um mich eventuell abstützen zu können. Der war aber nur schwer, feucht und eiskalt in der Hand, so dass ich ihn unbenutzt nach der Hälfte der Tour weggeschmissen habe.

Zur Strecke gibt es ansonsten nicht viel zu sagen, sie ist landschaftlich natürlich durch die Stauseen sehr reizvoll, was sich uns bei der Wetterlage dieses Tages aber nicht ganz so erschloß. Dazu hätte es noch etwas diesiger sein müssen, dann wäre die Athmosphäre noch etwas interessanter (vor allem für Fotos) gewesen. Von Gefälle und Steigungen aus gesehen fällt die Strecke zunächst auf das Talsperrenneveau ab, und das ist schon ein deutlicher Höhenunterschied. Den muß man natürlich nachher wieder im zweiten Teil der Route bis zum Parkplatz ansteigen. Das geschieht über einen mittellangen Streckenabschnitt, der eigentlichohne zu große Anstrengung zu bewältigen ist.

Eine Route, die man im Winter auch gut gehen kann. Vor allem waren an dem Tag, als wir unterwegs waren, kaum Leute zu sehen

Komp-08

Samstag, Oktober 21st, 2006

Heimbach – Abtei Mariawald – Schwammenauel

Mairawald Es ist vollbracht! Bei blendendem Herbstwetter sind wir am 15.10. nach einer schönen Fahrt mit der Rurtalbahn losgezogen. Gute Wanderschuhe sollte man schon haben und  die Tourenbeschreibung im Wanderführer lesen. Es wird sich auszahlen, wenn man nicht nur gewappnet mit GPS-Daten aufbricht. Es war jedenfalls eine ganz tolle Strecke mit vielen sehenswerten Ausblicken. Ein schöner Herbsttag nach trockenen Tagen bietet sich für diese Wanderung an, da die hügeligen Waldflächen mit den im Tal gelegenen Staubecken in der Laubfärbung ein tolles Bild abgeben. Eine abwechslungsreiche, äußerst empfehlenswerte Strecke

„Hohes Venn – Eifel“

Freitag, Oktober 20th, 2006

Herzlich willkommen!

In dieser Kategorie “Hohes Venn – Eifel” möchte ich alle Arten von Informationen aufnehmen, die sich mit den von mir für GPS aufbereiteten Wanderungen beschäftigen. 

Alle Erfahrungen von Wanderern, die eine der Touren nachgegangen sind, interessieren mich. Stimmten die Track-Informationen für den GPS-Empfänger waren es schöne Strecken, gibt es nützliche Zusatz-Informationen, die man beisteuern möchte. Ich möchte mich schon jetzt für jeden Beitrag bedanken, den Ihr beizusteuern habt.

JOMA