Archive for the ‘Sonstige’ Category

Auf dem E8

Mittwoch, Oktober 29th, 2008

Letzten Freitag war eine  etwas weitere Strecke vorgesehen, auf dem E8, dem europäischen Fernwanderweg Nr.8. Ich begeitete dabei Katharina, die sich  für den Jakobspilgerweg warmläuft, den sie ab nächstem Jahr in mehreren Etappen von hier bis Spanien angehen möchte. Was ich dann am Freitag erst erfuhr, war, dass unsere Tour schon Teil ihrer Gesamt-Wanderung ist. Im kommenden Jahr startet sie zusammen mit einer Mitwanderin in Rheinbach, einem Ort in der Eifel, der auf einem der Jakobspilgerwege Richtung Süden liegt. Und wir waren nun schon auf dem Weg Richtug Rheinbach.

Der Teil des E8, auf dem wir unterwegs waren, ist zugleich Teil des „Wanderwegs der deutschen Einheit“, des „Krönungsweges“ und des Matthiasweges, allesamt bekannte Wanderwege. Unser Startpunkt war die Pfarrkirche St. Donatus in Aachen-Brand, wo wir gegen 9 Uhr starteten Unser Ziel war noch offen, wir wußten noch nicht, wieviel wir schaffen würden. Wir wußten nur, dass wir am Ziel von meinem Vetter Jürgen, Katharinas Mann, abgeholt würden.  Bewaffnet mit Landkarte und GPS-Gerät ging es los, einer guten Kombination, die sich so gut ergänzte, dass wir uns nicht verlaufen konnten. Von Brand ging es über Kornelimünsterund Hahn zunächst bis nach Mulartshütte. Schon hier wich die Streckenführung etwas von der Strecke ab, die auf der Wanderkarte vorgegeben wurde. Die Wanderzeichen entlang der Strecke waren zum Teil in bestimmte Richtungen durchgestrichen und wiesen eine neue Richtung auf. Wir hielten uns aber an die „alten“, auch in der Wanderkarte gezeigten Verläufe und kamen auch so weiter, wenn auch die Wege teilweise schon etwas verwildert waren. 

Von Mulartshütte an ging es dann stetig bergauf. Wir hatten, noch im Ort, eine erste kurze Rast gemacht, bei der uns und unsere Vorräte eine Katze nicht aus den Augen ließ, die sich zwischen uns auf dem großen Sitzstein niedergelassen hatte. Gestärkt konnten wir dann die lange Steigung angehen, die insgesamt gut zu schaffen war. Wir waren  am Ende aber froh, an der höchsten Stelle angekommen zu sein. Hier verließen uns einige unserer Begleiter, die den Strapazen nicht weiter gewachsen waren. 3 Zucchini-Frikadellen hauchten ihren Odem aus., wobei sie unser vollstes Mitgefühl hatten

Im weiteren Verlauf entschieden wir uns für eine Abkürzung. Es sollte eigentlich in einem weiten Bogen die Kalltalsperre berührt werden, was uns entschieden zu weit war. Es gab eine kürzere, schnurgrade Verbindung, die wieder auf den ursprünglichen Weg führte. Das Ganze war ein wenig ein Glücksspiel, da der Weg auf der Karte  den Anschein machte, nicht ständig genutzt zu sein. Solche Wege können manchmal irgendwo im Nichts enden, es läßt sich nicht immer abschätzen. Aber das Abkürzen des Weges war zu verlockend, wir wagten es.  Der Weg war wirklich ein wenig verwildert, ab  und zu versperrten umgefallene Bäume den Weg, dennoch ließ er sich recht gut gehen. Erst gegen Ende verlief er wirklich ins Nichts, ein Bach ohne Bachbett lief sozusagen über den Weg, wir mußten querfeldein. Mein GPS zeigte aber, dass  wir ganz nahe beim Einstieg auf den ursprünglichen, langen Weg sein mußten, und so war es dann auch.  Der Weg war wieder breit, und kurz darauf stießen wir auf eine Straße.

Hier jedoch ließ sich weder auf der Karte noch auf dem GPS-Gerät klar erkennen, wo es nun weitergehen sollte. Die Straße machte an der Stelle gerade eine Serpentine, und das Kartenbild suggerierte, dass mitten in dieser Spitzkehre ein Weg sein müsse. Zu sehen war er allerdings nicht. Erst nach ein wenig suchen fanden wir ein wenig abwärts unser Wanderzeichen sowie den zugehörigen Weg.  Es kam die letzte Etappe der Wanderung, wir wollten nur noch bis zu dem Ort Simonskall gelangen, der noch vielleicht 3 Kilometer entfernt war.  Es war die bisher schönste Passage der Wanderung, es ging durch lichten Laubwald weit oberhalb eines Bachlaufs entlang, der durch die Bäume immer wieder zu uns hochblitzte. Wäre Sonnenschein gewesen, wären sicher schöne Fotos herausgekommen, aber leider war es etwas bedeckt und finster, kurz darauf fing es auch zu nieseln an, weshalb ich die Kamera im Rucksack ließ.

Bald kamen wir ins Simonskall an, wo wir uns in einem Café ein Bier schmecken ließen. Ca. 25 Kilometer hatten wir geschafft, die Kräfte hätten auch noch weiter gereicht, draußen wurde es jedoch allmählich dämmerig und so war es uns recht, uns bald in die Sitze von Jürgens Auto fallen zu lassen, den wir schon eine Weile vorher per Handy nach Simonskall bestellt hatten.  Und die nächste Wanderung ist schon ins Auge gefaßt, vermutlich wird es dann von Simonskall bis Gemünd gehen. Möge das Wetter mit uns sein!

Felspassage

Sonntag, Oktober 28th, 2007

Gestern ging es noch einmal „in die Laubfärbung“ in der Eifel. Den Termin hatten wir uns bereits vor zwei Wochen ausersehen, die Vorhersagen wurden die letzten Tage vor dem Samstag von den Wetterfröschen leider immer weiter hinunter geschraubt. Für eine Wanderung war die Witterung aber ganz angenehm, und von jeglichem Regen blieben wir, meine Kollegin und ich, verschont.

Die Strecke war eine Rundwanderung vom Staubecken Obermaubach durch die sogenannte „Felsenpassage“ nach Nideggen und längs der Rur wieder zurück zum Bahnhof der Rurtalbahn. Mit dieser waren wir von Düren aus dorthin gefahren. Eine Privatbahn, glücklicherweise unabhängig von der Deutschan Bahn, mit der ich dann auf der Rückfahrt nach Aachen noch einmal Freude bekommen durfte. Nie vorher war ich in Obermaubach gewesen, ich war nur schon einmal mit der Rurtalbahn dort vorbei gefahren. Meine Mitwanderin empfing mich erst enmal mit der Nachricht, dass ihr Vater gelesen habe, das Staubecken wäre zur Zeit wegen Wartungsarbeiten geleert worden und kein Wasser mehr führen. Wunderbar, da fahre ich schon einmal nach Obermaubach und dann so etwas! Zum Glück hatte der Betreiber jedoch in froher Erwartung von uns Wanderern aber offensichtlich das Becken schnell wieder gefüllt, nicht auszudenken, welcher Schaden dem Tourismus entstanden wäre, hätten wir das Becken leer angetroffen!

Die Wanderung selber war ein Wandertipp aus der Broschüre „Wanderland Eifel-Ardennen“, der auch1:1 im Internet zu finden ist unter: Wandertipp: Die „Felspassage

Somit kann ich mir hier eine nähere Beschreibung der Strecke sparen. Wie immer, nahmen wir die Hilfe eines GPS-Gerätes in Anspruch, das uns nach einem halben Kilometer auch prompt in die falsche Richtung schickte. Wenn das Blätterdach ziemlich dicht, das Wetter nicht so besonders ist, wird die momentane Position nicht immer richtig angezeigt. Dennoch, verlaufen habe ich mich mit dem Teil noch nie, nach spätestens 100 Metern Umweg merkt man, dass man von der gewünschten Richtung abweicht und landet gleich wieder auf dem richtigen Weg. Aber an sich hätten wir uns nur genau an die gedruckte Wegbeschreibung halten müssen, es gab da eigentlich kein großes Vertun.

Der Weg durch niedrigen Eichenwald war sehr schön, die Laubfärbung ist momentan fast auf ihrem Höhepunkt. Auch die Buntsandstein-Felsen rund um Nideggen sind sehr eindrucksvoll. Einige der Felsen sind ja als Kletterfelsen freigegeben, eine Möglichkeit, die auch wohl sehr stark genutzt wird, wenn ich auch bei den drei Besuchen dort in letzter Zeit noch niemanden habe klettern sehen. Nideggen mit seiner Felsenpassage stellte den höchsten Punkt der Wanderung dar, von dort aus ging es nur noch bergab. Wir kamen an Gut Laach vorbei, eine der Weideflächen des Gutes reichte bis in den herbstlichen Wald hinein. Dort grasten friedlich, verstreut zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, urwüchsige, ganz zottelige Rinder, eine Art, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Fotos, die ich von ihnen gemacht habe, waren leider alle verwackelt, da es doch recht dunkel an diesem Tag war. Dann ging es noch an zwei weiteren Gütern vorbei, wo wir mehrere Gruppen junger Pferde grasen sahen. Mit dem Wald im Hintergrund auch ein sehr schönes Bild.

Schließlich, nach einem Stück Asphaltweg, erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Den Asphalt hätten wir vermeiden können, an einer Stelle hatten wir jedoch einen Abzweig verpaßt und auch unseree technischen Hilfmittel nicht mehr konsultiert, die uns unseren Fehler angezeigt hätten.

Auf die Bahn mußten wir aber noch eine Weile warten, sie fährt nur einmal stündlich zurück nach Düren. Wir hatten viel gesehen, schöne Bäume, interessante Tiere, Meine Kollegin hatte zu Beginn der Wanderung auch einen kreisenden Greifvogel entdeckt, der für meine Augen leider zu weit entfernt gewesen war. Ich sehe ja nicht so besonders gut. Im Wald hatte sie auch einen von mir schon lange nicht gesehenen Vogel ausgemacht, ihrer Beschreibung nach muß es wohl ein Kleiber gewesen sein, der kopfüber einen Baumstamm abwärts lief. Als wir so an der Haltestelle saßen, entdeckte  auch ich einen Vogel am Himmel kreisen und fragte sie, ob das wohl auch wieder ein Raubvogel sei. Sie schaute mich nur an und meinte: „Das ist kein Vogel, das ist ein Flugzeug!“. Ich konnte mich dann aber noch aus der Affäre ziehen: „Na, dann ist es vielleicht eine Condor!“ – El Condor passa, endllich haben wir doch unseren Condor einmal gesehen, wenn auch nicht in der Greifvogel-Schau von Hellenthal.

Nachgelaufen

Montag, August 27th, 2007

Da stieß ich doch vor einer Woche im Blog von Wandersmann (a href=“http://wander.blog.de“ mce_href=“http://wander.blog.de“>http:///wander.blog.de) bei einer Wanderung auf Fotos, die mir sehr bekannt vorkamen. Und richtig, Wandersmann hatte sich unmittelbar in mein Revier verirrt. Die Fotos waren nur einen Ort weiter entstanden, und die von ihm beschriebene Tour war, zumindest teilweise, eine Strecke, die ich schon häufig gelaufen bin. Ich beschloß daher, eben diese Wanderung am Samstag auch einmal zu laufen, ein kleiner Kartenschnipsel in seinem Blog reichte mir, um den Verlauf nachvollziehen zu können.

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Die Wandertour Nr. 264 auf Wandersmanns’s Seite beschreibt alles wissenswerte, was man über dieses herrliche Stück Erde wissen muß. Und ich dachte nicht, dass ich hier noch etwas zuzufügen hätte.

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Doch weit gefehlt. Der Teil der Wanderung, den ich vorher noch nie gelaufen war, brachte mich in unbekannte Gebiete, die nie ein Aachener zuvor gesehen hatte…. Nun, ganz so schlimm war es natürlich nicht, aber ich habe, obwohl ich ständig in der Gegend rumlaufe, wieder einige neue Stellen, und auch sehenswerte Stellen, entdeckt. So landete ich auf dem zweiten Teil der Strecke auf einem Weg, auf dem ich nur den Kopf schüttelte und es für einen Fehler in der Wanderbeschreibung hielt. Ich war vorher schon auf diesem Weg gewesen. Er war, wie auch bei meinem ersten Besuch, ziemlich zugewachsen, nur war ich damals irgendwann in dem Glauben zurückgekehrt, es handle sich um eine Sackgasse. Es war ein Weg zwischen zwei Feldern, und irgendwo war er dann zu Ende, ein Zaun vor mir beendete den Weg. Glaubte ich. Doch es war nicht so, ich hätte damals nur näher an die Stelle herangehen sollen. Es war nämlich ein ganz schmaler Durchgang für Fußgänger vorhanden, den ich aus der Entfernung übersehen hatte. Wandersmann beschreibt diese Stelle in seinem Bericht auch. Solche Stellen sind für ihn ein natürlicher Filter für Wanderer und Nicht-Wanderer. Jedenfalls ging es nach dem Passieren dieser Stelle dann über eine Weide weiter und führte nach einer weiteren Viehbremse auf einem Weg weiter. Es ist ein sehr schöner Weg, der auch weiter interessant bleibt. Bei einer von mir selbst konzipierten Wanderung mußte ich, da ich den Weg nicht entdeckt hatte, einen weniger attraktiven Streckenverlauf nehmen.

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Das letzte Stück bis Kornelimünster war mir dann auch noch weitestgehend unbekannt. Ich hatte in meinem Kopf aus Jugendzeiten noch so ein Bild von einer bestimmten Stelle in Kornelimünster, wo ich damals schon mal war. Bei meinen vielen Wanderungen in der Gegend war mir diese Stelle aber nie mehr unter die Augen gekommen, erst am Samstag habe ich sie wieder gefunden dank Wandersmann. Danke, Wandersmann! Da muß erst jemand aus Köln daher kommen, um mir meine Heimat zu zeigen! Es war insgesamt wieder eine sehr schöne Strecke, die man in diversen Abwandlungen ruhig öfter gehen kann.

Roetgen – Raeren, entlang des Weserbachs

Montag, August 20th, 2007

Am Samstag gab es seit längerer Zeit noch einmal eine Wanderung alleine in völlig unbekanntem Terrain.  Zunächst hatte ich vor,  eine Rundwanderung ausgehend von dem  bei Touristen sehr beliebten Eifelstädtchen Monschau zu machen. Dorthin führt direkt vor meinem Haus eine direkte Busverbindung. Doch dann stieß ich am Freitag im Internet auf eine interessante Wanderseite aus derselben Region:
 
            Der Eifelsteig: http://www.Eifelsteig.de
 
Neben allerlei interessanten Informationen über diesen neu konzipierten und länderübergreifend ausgeschilderten Wanderweg fand ich dort eine Auswahl interessanter Tagestouren, die zum Teil auch für mich per Bus  gut zu erreichen sind.  Wie ich dann feststellte,  liegen mir dieselben Touren auch in einer kostenlosen Broschüre vor, die  mir Freunde einmal von der Tourist-Information in Eupen mitgebracht hatten. Auf der Eifelsteig-Website ist diese Broschüre auch erwähnt,  man kann sie von der Seite aus kostenlos bestellen. Auch andere nützliche Infoschriften sind kostenlos dort zu beziehen.
 
Ich wurde bei den Tourentipps fündig mit einer Streckenwanderung von Roetgen nach Raeren. Die Länge der Wanderung sollte 17 Kilometer  betragen.  Start- und Zielpunkt mußte ich natürlich mit dem Bus erreichen können. Der Startpunkt „Fringshaus“ stellte kein Problem dar, er liegt auf  derselben  Strecke der Buslinie nach MOnschau. Anders sah es aber beim Ziel  in der Ortschaft Raeren aus, die in Belgien liegt.  Die Buslinie, die ich im Internet finden konnte, fährt samstags nur zweimal täglich den Ort Richtung Aachen an, einmal am Morgen, einmal nach 20 Uhr am Abend.  Das konnte ich vergessen.  So mußte ich mir einen anderen Zielpunkt wählen, der häufiger von Bussen angefahren wird. So war mein Zielpunkt der Ort Schmithof, was aus 17 Kilometer dann 21 Kilometer machte.  Aber ich hatte ja Zeit.
 
Von Fringshaus aus bin ich dann allerdings erst um 12:30 Uhr gestartet. Die Wanderung war abwechslungsreich,  es ging sowohl durch Laub- wie Nadelwald,  vorbei an Wiesen und sogar am Rande eines kleinen Stücks des Hohen Venns,  was  irgendwo verloren innerhalb  anderer Vegetationsformen lag.  Auch gurgelte eine ganze Zeitlang der Weserbach an einer Wegseite, was ja immer ein sehr beruhigendes Geräusch ist. Vom Belag her war ein Großteil der Strecke asphaltiert oder anderweitig sehr fester Bodenbelag. Diesmal hatte ich im Gegensatz zu sonst keine so großen Probleme, aber einen Tag später merkte ich  es doch stark  in den Beinen. Ansonsten war es eine leichte Wanderung, von Roetgen bis Raeren geht es stetig bergab.  Nur  zweimal ging es über schmale Waldpfade,  und bei einer der beiden Passagen  ließ nur mein GPS-Gerät die Hoffnung nicht sterben, dass ich auf dem richtigen Weg war. Es war einer der Pfade, die man nur erahnen kann, ich schlängelte mich hin und her zwischen hohen Nadelbäumen. Am Ende kam ich an eine Stelle, wo ich dachte, jetzt doch völlig querfeldein gehen zu müssen, als ich durch die Bäume ein menschliches Wesen vor mir erblickte. Also schien ich doch noch nicht ganz verloren zu sein. Ich steuerte auf das weibliche Wesen mit drei Hunden zu und befand mich, als ich sie erreichte, wieder auf einem richtigen Weg. Sie schien „von da“ zu sein und meinte, sie sei auch schon einmal wie ich von dort oben durchs Gehölz auf  diesem gefühlten Pfad herunter gekommen.  Ansonsten führte mich das GPS-Gerät gut durchs Gelände,  wenn auch an einigen Stellen die Wege nicht mehr  denselben Verlauf nahmen, den die Wanderkarte aufwies.
 
Verpaßt hatte ich allerdings das „Kreuz im Venn“. Zwar  passierte ich diese prägnante Stelle, da ich mich aber an der fraglichen Stelle auf den weiteren Streckenverlauf konzentriert hatte, verpaßte ich diese Sehenswürdigkeit. Das letzte Stück der Strecke auf Raeren zu ist zum Teil mehr forstwirtschaftlich genutzt als für Fußgänger. Oft bilden sich tiefe Spurrillen durch die Forstfahrzeuge. Da aber bei der derzeitigen Witterung Wege schneller zuwachsen, als man gucken kann, sieht man diese Spurrillen nicht immer. So rutschte ich auch einmal schön zur Seite weg und meine helle Hose war mit Grasflecken und Schlamm verziert. Aber wenigstens war ich da nur so reingesackt, ich hatte mir nicht weh getan. In Raeren angekommen, habe ich mich wegen zu vieler verwirrender Straßen durchgefragt, wie ich  zu dem Ort Schmithof kommen würde. Der erste hatte nicht einmal den Namen Schmithof je gehört, doch eine junge Frau konnte mir den Weg genau erklären. Ich näherte mich also meinem Ziel, doch ein Blick auf meine Uhr zeigte mir, dass ich schnell sein mußte, um noch den Bus Richtung Heimat zu erwischen, der nur einmal stündlich fährt. Und ich war so kurz vor dem Ziel, dass  ich ihn so gerade verpassen konnte und dann eine Stunde an einer recht trostlosen Stelle warten müßte. Ich hatte Glück,  bei einem meiner ständigen Blicke zurück sah ich, dass von hinten der Bus um die Ecke bog. Zur Haltestelle schaffte ich es nicht mehr, daher mußte ich dem Busfahrer winken.  Zum Glück hielt er dann auch, was nicht unbedingt die Regel für Aachener Busfahrer ist und meinte: „Sie hatten ein Taxi bestellt?“. Puh! In letzter Sekunde. Danach konnte ich in Ruhe auf meinem Sitz  weiterschwitzen, bis ich zuhause ankam.
 
Mir hat die Wanderung jedenfalls sehr gut gefallen, vielleicht wiederhole ich sie irgendwann noch einmal, wobei ich dann aber auch auf das „Kreuz im Venn“ achten werde. Ebenso habe ich mir aus Zeitmangel diesmal das  Schloss Raeren verkniffen, in dem ein Töpfermuseum untergebracht ist.  Auch um den Genuß eines belgischen Abtei-Biers bin ich diesmal gebracht worden. Das wird beim nächsten Mal nachgeholt.

Die Wanderung „Roetgen – Raeren“ in Google Earth ansehen

Der Schatz von Loch Echtz

Montag, Juli 9th, 2007

Es soll einfach nicht sein. El Condor Passa immer noch und ich komme ihm nicht näher. Ich meine den Riesenvogel im Wildfreigehege Hellenthal, wohin schon eine Weile eine meiner Wanderung führen soll. Doch bislang ist immer noch etwas dazwischen gekommen. Auch diesmal mussten meine Kollegin und ich diese Wanderung vom Wetter abhängig machen. Die Vorhersagen für den Samstag waren gut, angeblich sollte es der schönste Tag der Woche werden. Doch der Morgen verhieß nichts Gutes, und nach einer Woche starken Regenwetters sah es schlecht um eine Bekanntschaft mit dem Condor aus. Also trat Plan B in Kraft, unser Notfallplan für den Fall der Fälle. Aber auch das war keineswegs eine Notlösung., sondern ein Paradeeinsatz für GPS-Geräte: Geocaching.

Dieser Begriff sollte mittlerweile bekannt sein, es handelt sich um eine Art Schnitzeljagd, bei der man durch sein GPS -Gerät zu verschiedenen Stationen auf einer kleineren Wanderung geführt wird. Dort muß man meist ein kleines Rätsel lösen, bis man zur nächsten Station geleitet wird, die durch das Errechnen von GPS-Koordinaten, die sich aus der Lösung des Rätsels ergeben. Oft erfährt man auf seiner Tour einiges an Heimatkundlichem. Das Ziel der Tour, die letzte erreichte Station, führt einen zu einem „Schatz“, dem sogenannten Geocache. Dieser ist irgendwo im Umkreis von wenigen Metern um die Ziel-Koordinaten versteckt. Vielleicht unter einem Stein oder in einem hohlen Baum, das variiert von Cache zu Cache. Versteckt ist der kleine Schatz meist in einer Tupper-Dose, enthält ein Logbuch, in das man sich als Finder einträgt, und allerlei nützlichen oder überflüssigen Kleinigkeiten, von denen man sich etwas aus der Dose nehmen darf, dann aber auch wieder etwas Eigenes hineinlegt. Und dann wird die Dose wieder an genau derselben Stelle versteckt. Diese Schätze ruhen über Jahre an derselben Stelle, alle, die an diesem schönen Hobby teilhaben, können den Schatz finden. Und es gibt viele dieser Schätze, die alle im Internet auf einer (fast) offiziellen Webseite vermerkt sind. Die Schätze sind über die ganze Welt verteilt und schlummern dort, bis sie wieder jemand gefunden und wieder an seinem Platz versteckt hat.

Ich habe bislang nur so ca. 10 Caches gefunden, manche Geocacher haben schon weit 100 bis 200 Caches gefunden. Und es gibt wirklich überall welche. Da meine Kollegin noch nie so eine Schatzsuche gemacht hatte, hatte ich einen passenden in der Nähe ihres Wohnorts ausgesucht mit Namen „Der Schatz von Loch Echtz““. Der Echtzer See ist ein Badesee in der Nähe von Langerwehe. Die Suche nach dem Cache haben wir dann noch mit einer Wanderung in der Gegend verbunden, die uns unter anderem an das Schloss Merode führte, einem schönen Wasserschlossss, das in 2002 leider von einem Brand heimgesucht wurde, mittlerweile aber zu großen Teilen wiederhergestellt ist Unser Weg begann bei meiner Kollegin zuhause, von wo aus wir an vielen Stellen vorbeikamen, an denen sie einige Kindheitserinnerungen zum Besten geben konnte. Dann ging es aber auch gleich zum Start der Geocache-Runde. Jahreszahlen, die auf Schildern zu suchen waren und diverse zu findende Namen auf irgendwelchen Objekten, aus denen irgendwelche Zahlenwerte abzuleiten waren und zur Errechnung der nächsten GPS-Koordinaten führten, brachten uns von Station zu Station näher ans Ziel. Meine Kollegin wurde natürlich aufgeregter, je näher wir ans Ziel kamen. Dieses Gefühl kannte ich von meinem ersten Geocache auch, den ich auf einem Urlaub in Sachsen zusammen mit meiner Schwester gesucht hatte. Auf dem GPS-Empfänger sieht man immer die Entfernung, die man noch bis zum Schatz gehen muss. Und am Ende werden die Schritte immer schneller und man starrt nur noch auf das GPS-Gerät. Doch Vorsicht! Ein Blick auf den Weg ist manchmal auch nicht schlecht, sonst liegt man da.


In den Feldern um Geich

Am Ende war es dann geschafft. Wir hatten alles richtig gemacht und kamen wirklich dort an, wo uns der Hüter des Schatzes hatte haben wollen. Noch ein prüfender Blick in die Runde, ob einen kein „Muggel“ beobachtet hatte. Muggel sind bei den Geocachern die „normalen Menschen“, die keine Geocacher sind und die natürlich auch nicht sehen sollen, was da für geheimnisvolle Sachen direkt vor ihrer Nase passieren. Als Geocacher muss man darauf achten, dass der Cache nicht von Unbeteiligten entdeckt wird und eventuell von diesen zerstört oder entfernt wird. Deshalb sind die Verstecke auch meistens an Stellen, die möglichst aus der Entfernung nicht einsehbar sind. Wir konnten jedenfalls den Schatz nach kurzer Suche erfolgreich heben, einen Schlüsselanhänger hineinlegen, einen anderen hinausnehmen, meine Kollegin trug sich ins Logbuch ein und nach verbergen des Caches zogen wir weiter.


Braunkohlekraftwerk Weisweiler

Danach ging es dann zu den zwei Hauptsehenswürdigkeiten unserer kleiner Wanderung: Dem Schloss Merode und einem Kaugummi-Automaten, den meine Kollegin einige Wochen vorher in einem Ort in der Nähe entdeckt hatte. Die Gegend, in der wir uns bewegten, ist nicht unbedingt Wanderer-freundlich, sondern flaches, landwirtschaftlich genutztes Land mit vielen asphaltierten Wirtschaftswegen. Es gibt zwar auch den Meroder Wald in der Nähe, aber durch den führte unser Weg gestern leider nicht. Mit qualmenden Füßen kamen wir am Schloss Merode an. Wir bewunderten das schöne Schloss leider nur aus einer gebührenden Distanz, denn im Innenhof des Wasserschlosses wurden gerade Hochzeitsfotos gemacht, es war ja der 7.7.2007. Schade, ich hätte gerne mehr gesehen, denn auch ansonsten konnte man sich leider nur von einer Seite dem Gebäude nähern, die anderen Seiten blieben durch dichten Baum- und Strauchbestand unseren Augen leider verborgen. Unter der Musik eines Spielmannszuges entfernten wir uns wieder vom Schloss Merode und begaben uns zu unserer letzten Station, dem Kaugummi-Automaten. Beim Fotografieren desselben bekam ich musikalische Untermalung durch einen weiteren Spielmannszug, der in einem anderen Ort gerade irgendein Ereignis begleitete, laut meiner Kollegin die Hochzeit einer ihr bekannten Persönlichkeit aus dem Nachbarort. Dann waren wir aber auch bald am Ende unserer Tour, noch eine kurze Visite auf dem Dorfplatz und dem Ortsfußballfeld, dann war eine schöne Wanderung wieder zu Ende gegangen. Und… den Notfallplan hätten wir nicht gebraucht, das Wetter hatte sich schon am Morgen viel besser entwickelt als erwartet. Nun ja, in zwei Wochen wollen wir es erneut versuchen, nach Hellenthal vorzudringen.

Die „offizielle“ Geocching-Seite:
http://www.geocaching.com

Und noch der Link zu einer deutschsprachigen Seite, die sich mit dem Thema Geocaching beschäftigt:
http://geocaching.de

Von Stolberg nach zuhaus‘

Mittwoch, Mai 2nd, 2007

Um den Sonntag und dessen Wetter nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, habe ich mich zu einer weiteren Wanderung aufgerafft. Mit taten zwar die Füsse von der Wanderung des Vortages weh, aber ich dachte, dass sich das schon beim gehen verlieren würde. Es war aber nicht so, und am Abend wußte ich, weshalb. Einlegesohlen in den Wanderschuhen hatten sich etwas nach hinten verschoben, wodurch die Zehen über die etwas harte Vorderkante der Sohlen überstanden. Zunächst einmal bemerkt man das beim gehen nicht, aber wenn man viele Kilometer so hinter sich bringt, geht das doch auf die Zehen. Es hatten sich Ansätze von Blasen gebildet. Aber jetzt zur Wanderung.

 

Diesmal war es eine Wanderung aus dem Stegreif ohne große Vorbereitung. Ich bin mit dem Bus in die Altstadt von Stolberg gefahren und bin von der Stolberger Burg bis zu mir nach hause gegangen. Eine Strecke von ca. 12,5 Kilometern. Die Strecke Brand-Stolberg bin ich schon einige Male gegangen, aber sie fällt jedesmal anders aus. An bestimmten Eckpunkten bin ich mir immer unsicher, wo es weiter geht. Es ist allerdings auch unnötig, GPS deshalb zu bemühen, da alle Wege nach Brand bzw. nach Stolberg führen. Der erste Teil der Strecke von der Burg aus Stolberg hinaus durch den Wald war sehr schön, ich war ihn so bislang nicht gegangen. Ich erreichte dann mein Zwischenziel, einen stillgelegten Steinbruch, ohne Probleme. Dort war ich schon einmal auf einer Wanderung mit den „Wanderfreunden Eilendorf“ gewesen, und wegen Fotomotiven wollte ich gerne noch einmal dorthin. Nachdem ich dort ausgiebig fotografiert hatte, die Anzahl an Motiven hielt sich aber in Grenzen, machte ich mich auf den zweiten Teil meiner Strecke.

 

Hinter dem Steinbruch kam zunächst einer der von mir gefürchteten Stellen, an denen ich nicht 100 prozentig weiß, wo ich gerade bin. Diesmal haben sich aber Teilbilder zum Gesamtbild zusammengefügt, wie welche Straße an dieser Position der Wanderung miteinander im Zusammenhang stehen. Nachdem dieses Problem jetzt hoffentlich für die Ewigkeit gelöst war, kam der unangenehmere Teil der Wanderung, da größere Passagen über Asphalt dabei waren. Auch in Krauthausen, wo ich dann normalerweise wieder auf Feldwege komme, war diese Eintrittsstelle wegen Kanalarbeiten gesperrt. Ich mußte nun von Krauthausen bis bei mir zuhause über Teer gehen, was die Fußmüdigkeit am Ende leider zusätzlich verstärkte.Das Plus dieser Wanderung: Burg Stolberg und der erste Teil des Weges bis zum Steinbruch, und dass einiges an Fotos im Verlauf der Wanderung zusammen gekommen sind. Das Minus war, dass die Hälfte der Strecke über Asphalt ging. 

 

 

Herrlich, herrlich, he…

Dienstag, Mai 1st, 2007

…rrlich
so war am Samstag unsere Wanderung von Rhöndorf am Drachenfels zur Löwenburg. Der Himmel an diesem Tag war wie gemalt, allerdings ziemlich monochrom. Das reine, ungetrübte Blau. Unsere Zugfahrt bis Rhöndorf über Köln dauerte, zumindest für mich, etwa zwei Stunden. Nicht ganz so ungetrübt wie das Blau, denn bis Köln hatte sich eine Firmenbelegschaft auf Betriebsausflug in den Zug verirrt. Die lärmten und lachten, um gleich mehrere Abteile mit dem Schall zu versorgen. Es kommt mir vor, als müsse man bei manchen Menschen nur einen Schalter umlegen, dann mutieren sie von Menschen zu Wahnsinnigen. In Köln hatten sie ihr Werk vollbracht und wechselten in einen anderen Zug als wir. Wir kamen dann in Rhöndorf am Fuße des Drachenfels an.

Die Strecke führte uns zunächst durch den Ort mit teils denkmalgeschützten Fachwerkhäusern und vorbei an einer kleinen Kapelle, in der wir einen kleinen, blumig verzierten Altar und eine kleine Orgel im hinteren Innenraum erkennen konnten. Weiter ging es am Ende des Ortes bergauf, vorbei an einem im Wald gelegenen Friedhof, auf dem der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, begraben liegt. An einer Weggabelung, an die wir auf dem Rückweg auf der anderen „Zinke“ wieder zurückkommen sollten, bogen wir nach links ab. Ein kleiner Bach, der uns bis hier an der Seite des Weges begleitet hatte, war nun verschwunden. Der gut ausgebaute Weg ging weiter bergauf in einen offenen, von viel Sonne durchfluteten Laubwald. Die Temperaturen hielten sich noch ganz gut in Grenzen, wir schwitzten trotz des recht steilen Beginns der Wanderung nicht allzu sehr. Eine Pause machten wir nur, um an einem der schönen Ausblicke durch den Wald ein Foto, etwa vom hinter uns liegenden Drachenfels zu machen. Ansonsten gingen wir so lange weiter und machten erst dann eine Ess- und Trinkpause, als wir fast an der höchsten Stelle der Steigung an einer schönen Bank angekommen waren, wobei wir allerdings nicht wußten, wie weit es denn nun noch bis zur höchsten Stelle war.

So sehr weit ging es nach dieser Pause aber nicht mehr, dann lachte uns schon der Löwenburger Hof an, ein Ausflugslokal, das am Fuße der bisher noch nicht zu sehenden Löwenburg liegt. Hier muß sich der Wanderer nun entscheiden: Besucht er vor dem Aufstieg zur Löwenburg das Lokal, um sich gestärkt auf den Weg zu begeben, zusätzlich aber das Gewicht von Essen und Trinken mit hoch nehmend? Oder schleppt er sich zuerst den Weg zur Burg hoch, um nach dem Abstieg eine wohlverdiente Pause auf der Terrasse des Löwenburger Hofs mit schönem Ausblick in die Landschaft zu machen? Wir jedenfalls haben uns gleich auf einen der schattigen Plätze gesetzt, eine Kleinigkeit bestellt und es uns gut gehen lassen. Wir wußten ja noch nicht um das, was noch vor uns lag.

Es ging dann nämlich steil über einen breiten Weg hoch zur Burg, immer in Windungen, damit man nicht sah, wie hoch man noch aufsteigen mußte , um die immer noch unsichtbare Burg zu erreichen. Vielleicht sah man sie aber auch nur nicht, weil es da nicht so sehr viel zu sehen gibt. Von den Mauern der Burg ist leider einiges zerstört . Der Weg dorthin lohnt sich aber allemal, da man einen grandiosen Ausblick von dort oben genießen kann. Immerhin liegt die Burg auf etwa 450 Metern Höhe, 100 Meter höher als der Drachenfels, dem man von dort oben unter sich sehen kann. Wir blieben eine Weile dort oben und machten Fotos, obwohl es leider etwas zu diesig für Fotos war. Die Burg war gut besucht, neben uns waren noch so einige Leute dort oben, unter anderem hatten zwei Väter bewundernswerterweise ihre kleinen Kinder in einem Bollerwagen den Berg hochgezogen. Alle Achtung, sie müssen ihre Kinder wahrlich lieben!

Nach dem Abstieg über die Zugangswege blieben wir auf dem zweiten Teil unserer Wanderung noch eine Weile auf für meinen Geschmack zu breiten und zu festen Wegen. Für Sonntags-Spaziergänger, die zur Löwenburg wollen, sind diese natürlich gerade richtig. Wir aber kamen endlich auf weichere, schmalere Waldwege, befanden uns auf einer Passage, die zum Rheinsteig gehört. Seitlich der Pfade ging es teilweise steil in Täler hinunter, der Weg war aber breit genug und ungefährlich. Ab der Löwenburg ging es nun fast nur noch bergab, wir mußten ja wieder auf die Höhe des Rheins hinunter. Nach dem leichten Rückweg kamen wir wider zu dem Friedhof, den wir auf dem Hinweg schon gesehen hatten und machten uns dort auf die Suche nach dem Grab von Adenauer. Das Grab war nicht zu verfehlen, denn eine Gruppe Holländer hatte sich auf ihm niedergelassen, was es unmißverständlich als das Grab eines deutschen Bundeskanzlers erkennen ließ. Dieselbe Gruppe begegenete uns kurz später noch einmal auf ihren Fietsen, als sie vom Besuch des Adenauer-Hauses in Rhöndorf zurückkehrten. Wir hatten das Haus auch gesucht, aber nicht gefunden. Hätten wir mal auf die Holländer gewrartet, die hätten uns den Weg schon gewiesen.

Bevor wir dann wieder in den Zug stiegen, haben wir uns noch eine halbe Stunde an den Rhein gesetzt und die warme Sonne genossen. Die Rückfahrt im Zug verlief dann fast ohne Komplikationen. Fast. Ich hätte es wissen müssen, man soll sich eben nicht überfordern. Als ich im Zug den letzten Zug aus meiner Wasserflasche nehmen wollte, geschah, was geschehen mußte: Ein Hustenanfall! Der Körper wehrte sich, weil er so viel Flüssigkeit nicht mehr gwohnt ist. Ich hatte sage und schreibe 0,8 Liter getrunken, was zu einem Hustenanfall bei diesem letzten Schluck führte. Ich hatte Grenzen überschritten, die ich nicht hätte überschreiten sollen. Wer weiß, wie es meiner armen Kollegin noch ergangen ist, die ihrem geschundenen Körper über 2 Liter zugemutet hat! Nun ja, man macht Fehler nur einmal. Einen Tag später, ich hatte das gröbste überstanden, nahm ich auf die nächste Wanderung nur meine 0,3 Liter Flasche mit, die ich am Ende zur Hälfte geleert habe….

Es war wieder eine tolle Wanderung, wobei das Wetter natürlich auch gut mitgespielt hatte, und ich glaube, ich werde mir doch noch einen Wanderführer für das Siebengebirge kaufen, vermutlich diesen hier. Die nächste Tour wird aber erst einmal in eine andere Gegend gehen.

Eu – 09

Dienstag, März 13th, 2007

Von Moresnet-Chapelle nach Bleiberg und Gemmenich

Die Nr.9 wird nun die erste Wanderung  aus dem Wanderführer: „Unterwegs zwischen Aachen und Eupen“. Die Auflistung der darin vorhandenen Wanderungen ist in einem anderen Beitrag zu finden. „Wandersmann“ merkte an, dass der Titel der Wanderung interessant wäre, und er hatte Glück. Es war die einzige Wanderung aus dem Buch, die ich bislang gegangen bin. Die Aufbereitung als GPS-Track wird noch eine Weile dauern, aber den Streckenverlauf in Google Earth oder auch Google Maps kann man sich schon vorab anschauen.

Die Wanderung in Google Earth anschauen

Den Wanderführer „Unterwegs zwischen Aachen und Eupen“ kann man im Online-Shop der Webseite über Ostbelgien, die auch in einem früheren Beitrag erwähnt wurde, bestellen.

Durchs Wurmtal

Montag, Januar 22nd, 2007

WanderbarDurch das Wurmtal nach Aachen
Die Deutsche B’ahn hat zur Zeit  in den Bahnhöfen eine Sammlung von Wanderungen  in NRW als Informationsbroschüre ausliegen, deren Start/Endpunkte jeweils auch an Bahnhöfen liegen. Diese Broschüre ist kostenlos, und eine der Strecken befindet sich im Aachener Raum.  Die Wanderung beginnt in Herzogenrath am Hauptbahnhof, führt dann durch das Wurmtal vorbei an Burg Wilhelmstein bis zur Aachener Soers, durchläuft diese und endet im Zentrum von Aachen. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Wanderung, die sowohl durch Wald als auch über Wiesen führt, und fast über die gesamte Strecke begleiten einen Bäche.

Hier nun die Route als .KML-Datei für GoogleEarth, wobei ich bei einem Nachwandern der Strecke vom Original abweichen würde. Am Wegpunkt „Var“ sollte man nicht dem Vorschlag in der Broschüre folgen, die eine lange Strecke Asphalt bedeutet, sondern am Ende des Gebäudes mit dem Flachdach rechts auf den Parkplatz einbiegen und sich links von dem alten Ziegelgebäude halten. Nach einer kurzen Strecke innerhalb eines umzäunten Pfades öffnet sich das Gelände und die Soers liegt vor einem. Am Wildbach entlang geht man nun einen schönen Fußpfad entlang, immer neben dem Wildbach. An Punkt „Var Ende“, einer ehemaligen Mühle (mit langem Schornstein), müssen wir nach links abbiegen, um wieder  auf die ursprüngliche Strecke zu kommen. An sich würde der Fußweg am Bach entlang noch weiter auf der gegenüberliegenden Seite der Straße gehen, jedoch kommt man dann in Laurensberg an. Die Wanderung Nr.14, Laurensberg-Soers, aus dem Buch „Kurzwanderungen im Dreiländereck“ führt einen aber auch durch diesen Teil der Soers.

Die Tour durchs Wurmtal, 16 km lang, ist bald auch in Form von GPS-Daten auf der Homepage zu finden, hier aber erst einmal die GoogleEarth-Datei:
 
Durch das Wurmtal nach Aachen