Grenzenlos wandern

September 13th, 2008

Im Sommer 2008 wurde im Grenzgebiet Belgien-Niederlande-Deutschland ein interessantes Kultur- und Erlebnisprogramm eingerichtet, das allen Bewohnern und Besuchern des Gebietes rund um den Dreiländerpunkt diesen Landstrich näherbringen soll.  Hier lernt man so einiges kennen, was einem bislang vielleicht völlig unbekannt war. An den Touristen-Informationen des Grenzgebietes, wie z.B. in Aachen am Elisenbrunnen, wird seit dem Sommer kostenlos der sogenannte „Grenzgängerpass“ ausgegeben, der über Termine und Angebote informiert, und in dem man sich, wie in einem Reisepass, einzelne „Grenzüberschreitungen“ abstempeln lassen kann.

Reisepass

 Seit Ende August gibt es außerdem, ebenfalls kostenlos in den Touristen-Informationen erhältlich, einen 100-Seitigen Wanderführer mit den 7 sogenannten Grenzrouten, die sich auch rund um den Dreiländerpunkt gruppieren. Es handelt sich sämtlich um Rundwanderungen, neben den genauen Wanderrouten, die seit Ende August auch in dem Gebiet selber durch Wanderzeichen ausgeschildert sind, erfährt man viel wissenswertes um Natur, Gebäude und historische Besonderheiten. Der Wanderführer enthält auch eine ausfaltbare Karte. Der Wanderführer ist seit seinem Erscheinen leider ständig aufs Neue vergriffen, wird aber ebenso ständig nachgedruckt.  Nachhaken lohnt sich also. Die Routen werde ich wahrscheinlich auch als GPS-Routen auf meine Website bringen.

Grenzrouten

Weitere Informationen zu dem Angebot aus dem Dreiländereck findet man hier:

http://www.Grenzrouten.EU

WFE Februar 2008

Februar 23rd, 2008

„Im Eupener Butterländchen“ 
Die Wanderung ist nun schon einige Tage her,  dennoch hier einige Worte dazu. Diesmal ging es wieder „rüber  nach Belgien“, und zwar in die Nähe von Eupen, circa 15 Kilometer weg von Spa. Spa-Francorchamps ist als Formel 1 Rennstrecke sicher ein Begriff.   Das Wetter war traumhaft, daher war auch unser Bus dorthin traumhaft gefüllt. Es war ja wieder eine Wanderung der  „Wanderfreunde Eilendorf“, die nie zimperlich mit dem Wetter sind, sondern bei jedem Wetter gehen. Aber bei gutem Wetter gehen selbstverständlich immer viel mehr Leute mit. Der Himmel war wolkenlos, die Temperaturen annehmbar. Dennoch war es noch so kalt, dass der Boden gefroren war. Zum Glück, denn an den Fahrspuren im Wald, hervorgerufen durch fostwirtschaftliches Gerät, ließ sich leicht ermessen, wie der Boden bei gemäßigten Temperaturen ausgesehen hatte. Wir wären dann  am Ende der Wanderung ziemlich versaut gewesen. Dies hatten unsere obligatorischen „Vorwanderer“ in der Woche zuvor zu spüren bekommen. Einige Wege waren, zwar nicht völlig unpassierbar, so aber doch zumindest ziemlich verwüstet und vermatscht gewesen. -Am Tag der offiziellen Wanderung dagegen war der Boden gefroren, überall konnte man gut, wenn auch etwas holprig, gehen.  

Die Strecke als solche war abwechslungsreich, häufig boten sich schöne Ausblicke     in die Ferne. An einigen Stellen wurde mit der Strecke noch ein wenig experimentiert. Die Wanderungen der Wanderfreunde sind meist schon vor Jahren von einem der Freunde konzipiert worden. Oft ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Kartenmaterial nicht mehr aktuell, Wege sind nicht mehr vorhanden oder nicht mehr öffentlich  begehbar. Darum auch immer das „Vorwandern“ durch ausgewählte Pfadfinder der Gruppe einige Tage vor der eigentlichen Wanderung.  Dies hatte sich wohl diesmal als ausserordendlich schwierig erwiesen, einzelne Streckenabschnitte mußten gegenüber der Original-Route völlig verschoben werden. Aber: „et hätt noch immer jut jejange…“ – es kam eine brauchbare Strecke am Ende heraus. Neben den hauptsächlichen Wald-passagen gab es auch eine sehr kurze Strecke entlang der Talsperre „La Gileppe“. Vor lauter klönen habe ich davon aber nicht besonders viel mitbekommen. Und leider wurde uns auch der eigentliche Zielpunkt „Limburg“, ein kleines mittelalterliches Örtchen, vorenthalten, weil das Café im Ort nicht genug Platz für uns alle bot. Also kutschierte der Bus uns dann nach Eupen zum obligatorischen Kuchenessen und Kaffeetrinken. Für meinen Geschmack war das Café ein wenig unpersönlich und steril, außerdem gab es dort kein „Leffe“-Bier, worauf ich mich jedesmal freue, wenn es Richtung Belgien geht. In jedem Fall eine schöne Wanderung, bei der ich auch wieder eine der Damen für die Möglichkeiten von GPS und Google Earth begeistern konnte. Wobei sie mich ansprach,  weil sie kürzlich durch eine Freundin auf „Virtual Earth“, dem Microsoft Konkurrenz-Produkt zu Google Earth  aufmerksam gemacht worden war. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn sich jemand für GPS interessiert. 🙂 Für mich stand diesmal aber nicht dieses Thema, sondern das Thema „Einlaufen neuer Wanderschuhe“ im Vordergrund. Viel Zeit zum vorsichtigen Einlaufen hatte ich ja nicht gehabt, ich mußte gleich 15 Kilometer mit ihnen überstehen, was jedoch problemlos funktioniert hat. Keine Blasen, keine Druckstellen, keine aufgescheuerte Haut. Was will ich mehr!

Nachlese

Februar 19th, 2008

Es ist jetzt zwar schon wieder eine Weile her, dennoch soll mein Spanien-Kurztrip über Karneval nicht unbeschrieben bleiben. Zunächst zum Flug mit Ryan-Air. Positiv daran war, wie zügig die Abfertigung an den Flughäfen vonstatten ging. Kaum kamen wir mit unserem Handgepäck dort an, ging es auch schon durch die Gates und ins Flugzeug. Fast ein wenig zu eilig, beim Rückflug kam ich mir wie Teil einer Schafherde vor, die schnell in den Pferch getrieben werden muß, um sie zu scheren. Nach der Metall-Kontrolle hatte ich nicht mal mehr Zeit, meinen Gürtel wieder anzuziehen. Die Vollständigkeit meines Hosen- und Jackeninhalts konnte ich erst im Flugzeug kontrollieren. Aber so wurden wir wenigstens zügig im sonnigen Süden wieder ausgespuckt.

Und sonnig war es wirklich. Die Temperaturen bewegten sicn tagsüber nur wenig unter der 20 Grad Grenze, nachts ging es dann natürlich noch fast bis auf den Gefrierpunkt zurück. Aber kein Vergleich zum Wetter, das wir in Deutschland verlassen hatten. Ich hätt‘ mir den Gürtel vom Leibe reißen können…

Wir waren dort unten an der Costa Blanca in Moreira, einem Engländer-durchfluteten Urlaubsort in der Nähe von Calpe. Der Einzug ins Haus ging vor sich wie ein Boxenstopp in der Formel Eins, jeder Handgriff über Jahre einstudiert, routiniert wurden die Betten bezogen, die Vorrats-Schränke bestückt und die Getränke vom Nebenkühlschrank der Garage in den Haupt-Kühlschrank der Küche verlagert. Bewundernd folgte ich den eingespielten Handgriffen der Freunde.

Die Tage selbst waren gekennzeichnet durch kurze Ausflüge in die Umgebung und lecker Essen. Für’s lecker Essen sorgte Harry, der sowohl zuhause für die Familie wie auch im Urlaub für uns täglich kochte. Und er ist des spanischen Kochens ziemlich mächtig, es gab immer „Spezialitäten“, genauso routiniert gezaubert wie der eben beschriebene Boxenstopp.

Und eine Wanderung haben wir auch gemacht, die letzte meiner Wanderschuhe. Wanderführer war der spanische Patenonkel von Simon, dem Sohn meiner Freunde, zugleich ortsansäßiger Veräußerer und Vermieter von „Objekten“, wozu seinerzeit auch mal das Haus meiner Freunde gehört hatte.

Die Wanderung ging auf den Montgo, einem berüchtigten, einsam in der Landschaft stehenden kleinen Berg der Gegend. Und, nach jetzt mehreren Wanderversuchen dort in Spanien: Für mich isses nix! Zu schnell zu steil hoch, immer zu nah am Abgrund, und immer zu geröllig. Da ich nur unscharfe Umrisse erkennen kann, wenn ich gehe, sind solche Strecken der reine Streß für mich. Außerdem sind kurze, heftige Anstiege nicht unbedingt so mein Ding, jedenfalls nicht in dieser Leute-Konstellation, wie sie da vorherrschte. Harry und Mariano wollten sich wohl beweisen, wer der schnellste von ihnen sei, ohne tot umzufallen, und sie juckte wenig, wo die anderen denn bleiben. Darum: Neee, muß nicht noch einmal sein. Wenn dann auch der Ausblick von dort oben wieder mit allem versöhnte. Leider war die Sicht nicht so sehr blendend, weshalb die Fotos nicht besonders eindrucksvoll wurden.

Der Kurztrip war jedenfalls gerade richtig und ich habe mich gut erholt. Wermutstropfen bildete nur der letzte Tag. Wir bekamen einen Anruf aus Deutschland von den Nachbarn meiner Freunde. Die Polizei sei am Morgen da gewesen, es sei etwas mit dem am Flughafen geparkten Auto. Nun ja, mit solch einem Anruf hätte man fast rechnen können. Harry hatte sich die Parkgebühr des Flughafen-Parkplatzes sparen wollen und an einer gottverlassenen Stelle etwas abseits geparkt. Jetzt kam die Rechnung dafür. Ein Anruf bei der holländischen Polizei, wir waren von Maastricht aus geflogen, informierte uns kurz, dass eine Scheibe eingeschlagen wäre und die Polizei das Auto gesichert, also abgeschleppt, habe. Ein Beamter werde uns am Abend am Flughafen empfangen und uns alles genauer erklären. Schon von Spanien aus wurde eine Abholung vom Flughafen durch Bekannte organisiert, da wir nichts über die Fahrtauglichkeit des Autos wußten. Tja, der Wagen war „vandalistisch“ verändert worden und ziemlich zerdeppert. Der ADAC hat dann am nächsten Tag die weitere Organisation in die Hand genommen, Auslösen und Rückführen des Autos und Stellen eines Mietwagens. Es ging alles gottlob ziemlich probemlos. Und ein großes Lob an die holländischen Grenzschutz- und Polizeibeamten, die wirklich äußerst freundlich und zuvorkommend waren. Sie nahmen der Missetat ein wenig ihren Schrecken….

Aber sonst war’s schön!

KuKuK

Februar 19th, 2008

Dies ist kein falsch geschriebener Vogel, der seine Eier in fremde Nester legt, sondern das Kürzel für einn grenzüberschreitenden Verein namens „Kunst und Kultur im Köpfchen“.  Es handelt sich um einen Verein, der rund um die belgisch-deutsche Grenze bei Köpfchen agiert und Aktionen unter Einbeziehung der Natur im Grenzgebiet konzipiert. Mehr dazu auf der:

Homepage von „Kunst und Kultur im Köpfchen“

Nachruf

Februar 6th, 2008

Ich hätt‘ es mir ja denken können. Kaum war dieses Pärchen den kalten Deutschland in den sonnigen Süden entflohen, beschloß es gleich, den Lebensabend im schönen Spanien zu beschließen und sich nach ein wenig Rumdruckserei von meinen Füssen zu trennen und diese ihrem Schicksal zu überlassen. Aber was wollte ich machen, ich wollte ihrem Glück nicht im Wege stehen. Lange waren wir ja die besten Freunde, die beiden haben mich und meine Füsse eine lange Wegstrecke begleitet. Doch jetzt, im Alter, wurden die Gebrechen doch häufiger, auch sie mußten dem Alter ihren Tribut zollen.

Sie merkten, wie gut die Sonne ihnen tut und wußten, wir wollen in Spanien bleiben und viel am Pool liegen. So soll es dann wohl sein, ich werde, wie auch meine Füsse, ihre Freundschaft vermissen, sie haben meinem Leben Halt gegeben, aber sie haben sich jetzt ihre Ruhe verdient, ich muß wohl neue Freunde finden….

WFE Wanderplan 2008

Januar 23rd, 2008

Die Wanderungen finden einmal monatlich statt, die Strecke ist immer ca. 15 Kilometer weit. Es sind Streckenwanderungen, zu deren Startpunkt man in einem gemieteten Bus gebracht wird, und von deren Endpunkt man natürlich auch wieder abgeholt wird. Treffpunkt ist jeweils am Eilendorfer Markt, Von-Coels-Straße. Abfahrtszeitpunkt 10 Uhr. An den Wanderungen kann jeder ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Wanderungen enden jeweils mit der Einkehr in irgendeinem Café.

 Wanderplan im Adobe Acrobat Format

 

Felspassage

Oktober 28th, 2007

Gestern ging es noch einmal „in die Laubfärbung“ in der Eifel. Den Termin hatten wir uns bereits vor zwei Wochen ausersehen, die Vorhersagen wurden die letzten Tage vor dem Samstag von den Wetterfröschen leider immer weiter hinunter geschraubt. Für eine Wanderung war die Witterung aber ganz angenehm, und von jeglichem Regen blieben wir, meine Kollegin und ich, verschont.

Die Strecke war eine Rundwanderung vom Staubecken Obermaubach durch die sogenannte „Felsenpassage“ nach Nideggen und längs der Rur wieder zurück zum Bahnhof der Rurtalbahn. Mit dieser waren wir von Düren aus dorthin gefahren. Eine Privatbahn, glücklicherweise unabhängig von der Deutschan Bahn, mit der ich dann auf der Rückfahrt nach Aachen noch einmal Freude bekommen durfte. Nie vorher war ich in Obermaubach gewesen, ich war nur schon einmal mit der Rurtalbahn dort vorbei gefahren. Meine Mitwanderin empfing mich erst enmal mit der Nachricht, dass ihr Vater gelesen habe, das Staubecken wäre zur Zeit wegen Wartungsarbeiten geleert worden und kein Wasser mehr führen. Wunderbar, da fahre ich schon einmal nach Obermaubach und dann so etwas! Zum Glück hatte der Betreiber jedoch in froher Erwartung von uns Wanderern aber offensichtlich das Becken schnell wieder gefüllt, nicht auszudenken, welcher Schaden dem Tourismus entstanden wäre, hätten wir das Becken leer angetroffen!

Die Wanderung selber war ein Wandertipp aus der Broschüre „Wanderland Eifel-Ardennen“, der auch1:1 im Internet zu finden ist unter: Wandertipp: Die „Felspassage

Somit kann ich mir hier eine nähere Beschreibung der Strecke sparen. Wie immer, nahmen wir die Hilfe eines GPS-Gerätes in Anspruch, das uns nach einem halben Kilometer auch prompt in die falsche Richtung schickte. Wenn das Blätterdach ziemlich dicht, das Wetter nicht so besonders ist, wird die momentane Position nicht immer richtig angezeigt. Dennoch, verlaufen habe ich mich mit dem Teil noch nie, nach spätestens 100 Metern Umweg merkt man, dass man von der gewünschten Richtung abweicht und landet gleich wieder auf dem richtigen Weg. Aber an sich hätten wir uns nur genau an die gedruckte Wegbeschreibung halten müssen, es gab da eigentlich kein großes Vertun.

Der Weg durch niedrigen Eichenwald war sehr schön, die Laubfärbung ist momentan fast auf ihrem Höhepunkt. Auch die Buntsandstein-Felsen rund um Nideggen sind sehr eindrucksvoll. Einige der Felsen sind ja als Kletterfelsen freigegeben, eine Möglichkeit, die auch wohl sehr stark genutzt wird, wenn ich auch bei den drei Besuchen dort in letzter Zeit noch niemanden habe klettern sehen. Nideggen mit seiner Felsenpassage stellte den höchsten Punkt der Wanderung dar, von dort aus ging es nur noch bergab. Wir kamen an Gut Laach vorbei, eine der Weideflächen des Gutes reichte bis in den herbstlichen Wald hinein. Dort grasten friedlich, verstreut zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, urwüchsige, ganz zottelige Rinder, eine Art, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Fotos, die ich von ihnen gemacht habe, waren leider alle verwackelt, da es doch recht dunkel an diesem Tag war. Dann ging es noch an zwei weiteren Gütern vorbei, wo wir mehrere Gruppen junger Pferde grasen sahen. Mit dem Wald im Hintergrund auch ein sehr schönes Bild.

Schließlich, nach einem Stück Asphaltweg, erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Den Asphalt hätten wir vermeiden können, an einer Stelle hatten wir jedoch einen Abzweig verpaßt und auch unseree technischen Hilfmittel nicht mehr konsultiert, die uns unseren Fehler angezeigt hätten.

Auf die Bahn mußten wir aber noch eine Weile warten, sie fährt nur einmal stündlich zurück nach Düren. Wir hatten viel gesehen, schöne Bäume, interessante Tiere, Meine Kollegin hatte zu Beginn der Wanderung auch einen kreisenden Greifvogel entdeckt, der für meine Augen leider zu weit entfernt gewesen war. Ich sehe ja nicht so besonders gut. Im Wald hatte sie auch einen von mir schon lange nicht gesehenen Vogel ausgemacht, ihrer Beschreibung nach muß es wohl ein Kleiber gewesen sein, der kopfüber einen Baumstamm abwärts lief. Als wir so an der Haltestelle saßen, entdeckte  auch ich einen Vogel am Himmel kreisen und fragte sie, ob das wohl auch wieder ein Raubvogel sei. Sie schaute mich nur an und meinte: „Das ist kein Vogel, das ist ein Flugzeug!“. Ich konnte mich dann aber noch aus der Affäre ziehen: „Na, dann ist es vielleicht eine Condor!“ – El Condor passa, endllich haben wir doch unseren Condor einmal gesehen, wenn auch nicht in der Greifvogel-Schau von Hellenthal.

Wandern mit WDR5

Oktober 23rd, 2007

Wie passend zu meiner Wanderung vom letzten Samstag…
Da ich häufig Radio höre, und da meist den Sender WDR5, hörte ich heute von einer Wanderung, die der Sender am kommenden Sonntag, dem 28.10.2007, veranstaltet. Es geht in den einzigen Nationalpark von NRW in der Eifel, neben einer Wanderung  mit Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt wird auch die dort befindliche ehemalige "Ordensburg Vogelsang" aus der Zeit des Nationalsozialismus besucht. Das Gebiet, auf der diese liegt, wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Belgiern als Truppenübungsplatz genutzt und vor einigen Jahren wieder an Deutschland zurückgegeben. 

Hier der Link für an dieser Wanderung Interessierte:
http://www.wdr5.de/sendungen/sonderseiten/888805.phtml

Und hier noch ein Link zur Ordensburg Vogelsang:
http://www.lernort-vogelsang.de/

Ich war mittlerweile schon einige Male dort, habe sowohl an Führungen auf Vogelsang wie auch im Nationalpark teilgenommen und kann es nur empfehlen.

Am Rursee entlang

Oktober 23rd, 2007

Dies ist, in unterschiedlichen Variationen, immer wieder eine erholsame Strecke mit schönen Ausblicken. Ein Anruf einer Freundin holte mich aus meiner Samstagmorgendlichen Trägheit und eine Stunde später gings los. Ausgangspunkt war oberhalb von Einruhr, und schon die Anfahrt ließ erkennen, dass es ein toller Tag am See würde. Laubfärbung vom Feinsten und wolkenloser Himmel. Es war noch ein wenig kalt, doch die Sonne, sofern sie uns direkt traf, wärmte noch. Einige Wanderer waren schon unterwegs, jedoch ist Samstag immer weit weniger los als an Sonntagen, an denen man es möglichst unterlassen sollte, die stark heimgesuchten Wege um den See zu benutzen.

Von Einruhr ging es dann zunächst bis Rurberg, immer am See entlang. Dort, am Überlauf vom Obersee, treffen sich gerne Biker für eine kurze Pause, um dann weiter durch die beliebten Serpentinen in der Eifel zu fahren. Leider manchmal auch eine Fahrt ohne Wiederkehr, weil sie ihre fahrerischen Fähigkeiten ab und an überschätzten. Für uns ging es aber gleich weiter entlang des Obersees bis zur Staumauer der Urfttalsperre. Ab Rurberg geht es stetig bergauf, aber auf die Länge der Strecke ist das kaum merklich. Wenn man dann oben auf der Staumauer anlangt, hat man aber dennoch einige Höhenmeter überwunden, und man sieht die Schiffe der „weißen Flotte“ weit unter sich anlegen. Das Farbenspiel der Laubbäume und deren Spiegelung im Wasser führten aber sowieso dazu, dass man das gehen gar nicht wahrnahm. Zu dieser Jahreszeit ist es wirklich eine sehr malerische Strecke, bei jeder Biegung zeigt sich einem wieder ein neues Bild.

Die Staumauer war unser Wendepunkt, von dort aus haben wir dieselbe Strecke wieder zurück nach Einruhr genommen. Wir hätten auch eine ganze Seeumrundung machen können, da der Weg auf der Gegenseite des Sees aber hauptsächlich im Schatten lag, haben wir uns für die sonnigere Variante entschieden. Als wir wieder in Einruhr ankamen, war die Sonne gerade untergegangen und die ersten Lichter, die im Ort schon angeganen waren, spiegelten sich im See wider. Die Belichtungsautomatik meiner Kamera hat diesen Eindruck leider nicht wiedergegeben, die Nacht wurde auf dem Foto zum Tage. Schade.

The Long Walk

Oktober 14th, 2007

Für die, die wie ich jetzt endlich auch, DSL haben, hier ein kurzes Video von einem meiner Spaziergänge rund um Brand. Die Hintergrund-Musik ist von Peter Gabriel.